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Let’s make the most of it!

Nachdem auch die letzten Prüfungen endlich Anfang November geschafft waren, fühlte es sich schon ein wenig komisch an, auf einmal einen so leeren Terminkalender zu haben. Wie sollte ich denn nun die vielen Stunden füllen, die ich zuvor mit Vorbereitungen für die Uni verbracht habe? Was für eine Frage: mit Partys natürlich! Und davon gibt es in einer Stadt wie Sydney eine ganze Menge. Vor allem der Stadtteil New Town ist übersäht mit unzähligen Kneipen und Bars, in denen man seinen Abend gemütlich ausklingen lassen kann. Wer jedoch richtig ausgehen möchte, dem würde ich Mittwochs das Scary Canary empfehlen. Dort wird nämlich jede Woche eine Silent Disco veranstaltet, bei welcher nicht wie üblich die Musik über Boxen gespielt wird, sondern jeder Besucher seine eigenen Kopfhörer erhält und zu seiner Lieblingsmusik tanzen kann. Für Leute, die sich mehr von elektronischer Musik begeistern lassen, ist der Club S.a.s.h. genau das Richtige. Dort gibt es jeden Sonntag eine Nachmittagsveranstaltung, bei der es sich die Besucher in einer Outdoor-Area mit einem großartigen Ausblick über die Hochhäuser Sydneys gut gehen lassen können. Mein persönliches Highlight bezüglich Partys war jedoch die Defqon 1 – ein jährliches Hardstyle Festival in Sydney – bei dem sich alle Besucher verrückt verkleiden und bei dem es einem bereits bei der Bühnengestaltung den Atem verschlägt.

 

Nach einigen Wochen, in denen ich meine frisch erlangte Freiheit ausgiebig zelebrierte, drängte sich mir jedoch der Gedanke auf, dass ich meine verbliebene Zeit hier jedoch auch noch ein wenig sinnvoller nutzen sollte. Kurzerhand brachte ich meinen englischen Lebenslauf auf den neusten Stand und bewarb mich für verschiedene Studentenjobs in der Umgebung … und Volltreffer! Gleich beim ersten Bewerbungsgespräch bei einer Sales-Agentur hatte es geklappt. Meine verbliebenen eineinhalb Monate bis zum Ablauf meines Studenten Visas Mitte Januar würde ich auf den Straßen Sydneys als Fundraiser für die Organisation Mission Australia verbringen. Meine Aufgabe war es, Menschen auf der Straße anzuhalten, über die Missstände bezüglich Obdachlosigkeit und häuslicher Gewalt in Australien zu informieren und nach einer Spende für den guten Zweck zu bitten. Die Arbeit hat mir wirklich große Freude bereitet, da ich wahnsinnige viele Kontakte mit Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern knüpfen konnte und zudem durch den ständigen Dialog mein Englisch zusätzlich verbessern konnte. (Das zusätzliche verdiente Kleingeld war natürlich auch von Vorteil).

 

Neben der Arbeit wollte ich jedoch in meinen letzten Wochen in Australien natürlich auch noch etwas von dem Land mitnehmen. Daher hatte ich über den Zeitraum von Sylvester bis kurz vor meinem Rückflug einen Roadtrip an die Gold Coast im Campervan mit meinen Freunden geplant.

 

Mein erstes Sommer-Weihnachten so weit weg von zuhause hatte ich zuvor schon mit einen besten Freunden im Rahmen einer kleinen Pool-Party verbracht und sehr genossen. Zwei Tage vor Neujahr ging es also zu sechst im Van los – erstes Ziel: Byron Bay. Ich hatte Byron Bay zwar zuvor schon im Rahmen meiner Student Vacation in der Mitte des Semesters besucht, mein zweiter Besuch dort hatte sich jedoch sehr gelohnt, da der Flair der kleinen Hippie Stadt am Strand wirklich unglaublich ist.

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Weihnachten am Pool

Da in der Zeit um Neujahr in der Umgebung von Byron viele Festivals angesagt sind und wir uns das natürlich auch nicht entgehen lassen wollten, entschlossen wir uns Sylvester auf dem Falls Festival zu verbringen – was sich als eine sehr gute Entscheidung heraus stellte!

 

Die verbliebenen Tage des Roadtrip verbrachten wir vor allem in der Natur. Jeden Tag haben wir ein neues kleines Paradies für uns entdeckt und dabei war jedes mal ein Wasserfall schöner als der andere.

 

Völlig geschafft und glücklich am Ende des Trips fuhren wir zurück nach Sydney, wo ich mich so langsam auch auf meinen Abschied vorbereiten musste. Der Gedanke alleine brach mir bereits das Herz. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass mir die letzten sechs Monate hier so viel Spaß machen würden und ich fühle mich wie ein komplett neuer Mensch. Das Einzige was mir jetzt noch bleibt, ist die Hoffnung nach Vollendung meines Studiums zurück nach Australien kommen zu können. Ich lege jedem, der sich momentan noch unsicher ist, ob Sydney die richtige Entscheidung für ihn ist, ans Herz sich auf dieses unglaubliche Abenteuer einzulassen – ich würde es sofort noch einmal tun!

 

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