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Hello again – Studentenleben in Sydney

Das (Ein)Leben und Wohlfühlen hier in Sydney geht so einfach. Ein großen Teil dazu trägt das Leben im Studentenwohnheim, genannt Housing, bei. Im Folgenden könnt ihr lesen, was mich bis jetzt alles erwartet hat, und sehen, wie es hier aussieht.

Ich wohne in Gumal Ngurang am Broadway. Einen kleinen Teil erkennt man auf dem Beitragsbild oben (das weiße Gebäude in der Mitte). Es gehört zu den größten Wohnheimen der UTS. Es gibt außerdem noch Yura, Geegal, Bulga und Wattle Lane. Die Namen sind in der Sprache der Ureinwohner gewählt, auf deren Land die Gebäude erbaut wurden. Ich bin so froh, dass ich mich für das Wohnen im Housing entschlossen habe! Es sind tolle Zimmer, modern ausgestattet mit tollen Gemeinschaftsräumen. Hier könnt ihr euch das mal auf der UTS Website ansehen. Es wurde kürzlich alles renoviert und neu ausgestattet. Außerdem sind meiner Meinung nach die Zimmer hier am schönsten.

Angenommen zu werden für das Housing war gar nicht schwierig: Internationale Studenten werden bevorzugt behandelt, wenn sie sich früh genug anmelden. Das Ankommen jedoch war deutlich anstrengender. Denn ich wurde vom Flughafen direkt zum Broadway gebracht ohne zu wissen, dass man sich an der Rezeption vorher anmelden muss (in Yura, etwa 15min Fußweg, länger, wenn man den Weg nicht kennt…). Denn es wird ein Foto für die Housing-Karte gemacht und offizielle Angelegenheiten geprüft. Deshalb stand ich erstmal verschlafen vor der Gumal-Eingangstür und habe wild dem Bewegungsmelder gewunken. Ohne Erfolg. Generell brauchen wir hier sehr oft zum Reinkommen eine Karte/ID oder sogar QR-Code. Es ist eben alles eine Nummer größer. So brauche ich viermal meine Housing-ID, um in mein Zimmer zu kommen (Eingang, Aufzug, Appartement, Zimmer). Und auch das Rauskommen geht nur mit Drücken der grünen Buttons neben den Türen.

Jedes Stockwerk hat ein Motto. So kann man aus dem Fahrstuhl ganz einfach erkennen, ob man richtig ist. Denn sonst sieht alles gleich aus! Bei den neun Levels in Gumal ist das noch ganz übersichtlich, aber in Yura (21 Level) kann man sich schonmal vertun. Außerdem gibt es ein bis zwei RN‘s (Resident Networkers) auf jedem Stockwerk, die verantwortlich für das harmonische Zusammenleben sind. Beispielsweise organisieren sie exklusive Housing-Partys oder laden zu Flat-Meetings ein, bei denen das Zusammenleben besprochen wird. (z.B. gibt es einen Plan, wer wann den Müll rausbringt, ob das Essen geteilt wird etc.) Wir werden schon sehr „an die Hand genommen“ und geleitet, damit es so wenig Probleme wie möglich gibt. Auch ungewoht aber doch sehr angenehm: einmal die Woche kommt das Housecleaning-Team, das die Common Areas sowie das Bad/die Bäder jeder Flat sauber macht.

Normalerweise werden die Zimmer beim Einzug blanco übernommen und man muss sich alles kaufen (Bettzeug, Handtücher, Küchen- und Putzutensilien). Aus dem FreeStore in Yura kann man Anfang des Semesters schauen, ob jemand relevante Dinge hinterlassen hat. Ich habe Glück und darf die Sachen meiner Mitbewohnerin mitbenutzen 🙂 und musste mir nur wenig dazukaufen.

Ich wohne in einem two-share. Jeder von uns hat ein eigenes Zimmer, das abzuschließen ist und wir teilen uns ein Bad. In den größeren Appartments teilen sich jeweils zwei Studenten ein Bad. Hier könnt ihr euch die Möglichkeiten des Wohnens in Gumal ansehen.

GumalRoof

Das Zusammenleben ist einfach klasse. Wir treffen uns regelmäßig auf unserem Rooftop, zum Draußensitzen, Filmschauen, Billiard-/Tischtennisspielen oder Wäsche waschen. Denn Waschmaschinen und Trockner befinden sich auch oben. Es macht einfach Spaß, so viele Menschen mit unterschiedlichen Lebenseinstellungen, Gewohnheiten und Erfahrungen kennenzulernen. Es gibt so viel zu erzählen! Man findet immer Gesellschaft, kann sich aber auch ins eigene Zimmer zurückziehen.

Neben dem ganzen Spaß gibt es aber auch einige Regeln. Man darf zwar Gäste mitbringen, muss diese aber früh anmelden, wenn sie über Nacht bleiben wollen. Jeder öffentliche Raum ist mit Videoüberwachung ausgestattet und die Security ist immer präsent. Nach 22:00 Uhr darf kein Alkohol mehr in den öffentlichen Räumen des Housings getrunken werden und die Lautstärke muss minimiert werden. Das kontrolliert die Security scharf. Diese sind immer freundlich aber bestimmt. Wir werden mit Namen gegrüßt, man kennt sich eben. (In Australien wird sich überwiegend mit Vornamen angesprochen, das ist der Teil der Gleichberechtigung.)

Durch das Housing sind wir nicht nur super nah am Campus, sondern erhalten weiter viele Vergünstigungen und Vorteile: gratis Mitgliedschaft im Fitnessstudio, Zugang zu exklusiven Housing Events (z. B. RN Party) und andere Veranstaltungen, Kino beispielsweise. Auf den Bildern sieht man die Veranstaltungsliste vom Housing und einige Mitbringsel von vergangenen Events. Diese Woche gab es den sogennaten Uni-Survival Day; eine Art Messe im Wohnheim, bei der sich alle Services bzw. Institutionen der UTS (Shopfront (Freiwilligenarbeit), Health-/Legal- Support, UTS Sustainibility, Library, ActivateFit etc.) vorgestellt haben. Das Fitnessstudio hat Fahrräder aufgebaut, die beim Treten einen Mixer antreiben. So bekam man nach dem Fahrradfahren einen Smoothie. Solche Veranstaltungen werden oft geboten, um mit Spaß (und oft free Lunch) die Unterstützungsangebote bekanntzumachen. Denn davon gibt es sehr viele: gratis Rechtsberatungen, Beratungen zur Jobsuche oder Arztbesuche zum Beispiel.

So langsam denke ich nur noch in Englisch und Deutsch fällt mir nicht mehr so leicht beim Schreiben. Denn die Uni hat angefangen und ich schreibe nur noch in Englisch. Das Lernen hier ist eine Umstellung für uns, obwohl die ersten Wochen noch vergleichsweise einfach sind (eigenen Namen nennen, vorstellen und Gruppen kennenlernen bzw. Teams bilden). Zum Beispiel gibt es mehr Abgaben über das Semester verteilt anstelle von einer umfangreichen Klausur am Ende. Die Erlebnisse im anderen Lernsystem, aus den Kursen, den internationalen Gruppen sowie das Zurechtfinden am Campus werden das nächste Thema hier sein!

 

We’ll catch up!

Thea

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… Sydney – rooftop feelings

Ihr fragt euch, wie ein Student in einer Weltstadt wie Sydney wohnt?  Ich nehme euch heute mit in meine WG in dem Studentenwohnheim der UTS und gebe ein kleines Update über meine letzten Wochen.

In einem der Wohnheime der UTS zu wohnen, ist für Studenten eine gute und (für Sydneys Innenstadt relativ) günstige Wohnmöglichkeit. Insgesamt gibt es 5 Studentenwohnheime. Von 9-ner WG bis Einzelzimmer (sogenannte studio appartments) ist alles vorhanden. Vor der Anreise bewirbt man sich um ein Zimmer und kann Prioritäten angeben zum gewünschten Haus und Zimmerart.

Ich selbst wohne in dem Wohnheim Yura Mudang (Aboriginal für: students live) in einer 2er-WG. Yura Mudang ist das größte und modernste Wohnheim der UTS. Auf 21 Stockwerken verteilt wohnen insgesamt 750 Studenten – es wird also nie langweilig.

In einer 2er-WG hat jeder sein eigenes Schlafzimmer mit Bett, Kleiderschrank + Schreibtisch. Bad und Küche + Wohnbereich wird mit dem Mitbewohner geteilt. Einmal wöchentlich wird der öffentliche Bereich des Zimmers gereinigt und für sein Schlafzimmer ist man selbst verantwortlich. Natürlich darf man keinen puren Luxus erwarten, aber wenn man sich das Zimmer etwas persönlich einrichtet, ist das total in Ordnung.

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Meine Mitbewohnerin ist Australierin und super nett. Wir haben schon zusammen Dinner gekocht und sie hat mir einige Tipps zur Stadt und zu Sehenswürdigkeiten gegeben.

Ich bin sehr froh, dass ich mich für das Wohnheim entschieden habe, da man hier viele andere Studenten aus aller Welt (!) kennenlernt – auch wenn in diesem Semester auch ziemlich viele Studenten aus Deutschland, der Schweiz & Österreich hier sind.

Auf Level 8 und 21 in Yura Mudang gibt es große Gemeinschaftsbereiche, wo es beispielsweise auch die Möglichkeit zum gemeinsamen Kochen & Feiern gibt. Vor allem die Terrassen sind wunderschön! Sowohl unter der Woche als auch am Wochenende treffen wir uns oft oben auf der Dachterrasse. An Wochenenden geht es danach dann weiter in Clubs.

Level 21:

 

Level 8:

Da das Zimmer bei Ankunft “leer” ist, müssen alle essentiellen Sachen wie Bettdecke & Kissen, Topf, Pfanne & Geschirr, Handtücher usw. hier vor Ort gekauft werden (es sei denn man hat so viel Platz im Koffer, was bei mir aber eher nicht der Fall war). Das Broadway Shoppingcenter hat aber viele gute Geschäfte, wo all diese Sachen direkt am ersten Tag zu finden sind. Und es ist nur circa 10 Gehminuten entfernt.

Tipp: K´mart und Target haben von Bettdecken bis zu Geschirr alles zu sehr günstigen Preisen.

Ein weiterer Vorteil des Housings der UTS sind auch die vielen (kostenlosen) Aktivitäten und Ausflüge, die über die gesamte Zeit angeboten werden. Es gibt einen Sportkalender, einen für Ausflüge und soziale Aktivitäten und einen akademischen Kalender. Vom Boxing Kurs bis hin zum Fotografie Workshop – hier findet wirklich jeder etwas nach seinem Geschmack.

calender

Lebensmittel sind hier übrigens deutlich teurer als in Deutschland – zum Teil zahlt man das 2-3fache im Gegensatz zu deutschen Supermärkten. Direkt bei der Bibliothek gibt es einen Woolworth, der vergleichbar mit einem Edeka oder Rewe ist. Im Broadway Shoppingcenter gibt es allerdings auch einen Aldi, der zum Teil deutlich günstiger ist.

Und zuletzt ein super Geheimtipp: Paddys Market!

Paddys Market ist ein Markt direkt gegenüber der Bibliothek der UTS (also nur 5 Minuten zu Fuß). Es gibt hier sehr günstiges Obst, Gemüse, Gewürze und vieles mehr, zum Teil sogar günstiger als in Deutschland. Ich weiß zwar nicht, wie das alles so günstig sein kann, aber es ist alles sehr frisch und hat eine gute Qualität – also definitiv zu empfehlen!

Paddys market

Am Wochenende haben wir noch eine „Whale watching-Tour“ mit einem Boot ab Darling Harbour gemacht. Darling Harbour ist ein total schöner Hafen, der nur circa 5-10 Gehminuten von dem Wohnheim entfernt ist. Hier ist auch ein super schöner Park und eine Promenade zum Joggen, Spazieren gehen und Sonne genießen oder zum Essen, denn dort sind sehr viele Lokale und Restaurants.

Mit den Walen hatten wir nicht ganz so viel Glück und haben sie leider nur aus einiger Entfernung gesehen. Aber dafür haben wir ganz viele süße Delfine zu Gesicht bekommen (die sind allerdings viel zu schnell, als dass man sie fotografieren könnte).

Aber allein für die Aussicht auf den Circular Quay (Opernhaus + Harbour Bridge) hat es sich gelohnt. Seht selbst:

Harbour b view

Harbour bridge

Operahouse

view

view circular q

Die Stadt ist einfach so wunderschön! Ich genieße jeden Tag das Flair der Stadt, die Freundlichkeit der Australier, die Sonne und den (fast immer) wolkenlosen Himmel. Das bin ich ja von Hamburg nicht so gewohnt 😀

Heute waren wir noch auf dem Smooth Festival of Chocolate in the Rocks. Auf den Straßen des Stadtteils the Rocks waren überall Stände mit jeglicher Art von Dessert und Schokolade – von Nutella-Macadamia-Oreo-Waffle bis hin zu Unicorn-Shake. Wir wussten gar nicht, wo wir anfangen sollten.

Eis

Ich fühle mich so wohl hier und freue mich auf die bevorstehenden Monate, auch wenn es in der Uni hier schon drei Wochen nach Semesterstart ziemlich viel zu tun gibt.

Über die Vorlesungen berichte ich euch dann erst im nächsten Post, da ich mir selbst noch einen Eindruck über das ganze System und die vielen Möglichkeiten verschaffen muss.

See you, Judith!

 

P.S. Das Café mit dem leckeren Avo-Toast aus dem letzten Post heißt übrigens Coffee Trails und ist direkt an der Central Station.