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Shanghai… die einwohnerreichste Stadt der Welt

Am 25.08.2017 kam endlich der langersehnte Tag. Ich betrat das erste Mal in meinem Leben chinesischen Boden. Ein Tag auf den ich lange gewartet habe und im ersten Moment nicht realisieren konnte, dass es nun endlich los ging: Mein Auslandssemester in Shanghai. Wie man jedoch so schön sagt ist aller Anfang schwer. Auch mein erster Tag lief alles andere als geplant. Da mein studybudy selbst noch im Urlaub war, bat sie eine Freundin mich vom Pudong International Airport abzuholen. Aufgrund eines Taifuns landete jedoch mein Flieger nicht wie ursprünglich angenommen im westlich gelegenen Flughafen, sondern auf dem östlich gelegenen Flughafen Shanghai Hongqiao. Daher wurde ich leider von keiner Person empfangen und ohne SIM-Karte war ich auf mich alleine gestellt. Somit beschloss ich mit den Informationen die ich vorab bekommen hatte zum Boashan Campus, meinem neuen Zuhause zu gelangen. Zum Glück lernte ich auf der Metrofahrt eine junge Frau aus Hongkong kennen, die mir half durch das Labyrinth des gigantisch wirkenden Shanghaier Metronetzes den richtigen Weg zu finden. Die Fahrt war ein wahres Erlebnis, was durch eine Ankunft nach langer Fahrt sein krönendes Happy End fand.

Alle Teilnehmer des Programms wurden durch gut organisierte Culture Days willkommen gehießen. Das Programm dieser ersten Tage in Shanghai setzten sich aus zwei Sightseeing-Touren, einer Werksbesichtung und einer Begrüßungsveranstaltung auf dem nördlich gelegenen Jiading Campus zusammen. Höhepunkt der Sightseeing-Touren war ohne Zweifel der über 400 Jahre alte Yu-Garten im Norden der Altstadt Shanghais. Er zählt zu den bekanntestesten Beispielen chinesischer Gartenkunst und bergt mit seiner Schönheit eine wahre Oase inmitten der 26 Millionen Einwohner Metropole. Ein Ort den ich jeden Besucher ans Herz legen möchte.

Die Werksbesichtung fand in mitten der Produktion einer der größten Firmen der Welt statt. Wir besichtigten das Werk der Coca-Cola Company im Shanghaier Industriegebiet Wujingzen. Jeder von uns hat schonmal eine Cola getrunken, doch wie die dunkle Flüssigkeit den weg in die Flasche fand, blieb uns bis zu diesem Zeitpunkt verborgen. Es war eindrucksvoll die Maschinen hautnah zu erleben, welche 24h an 7 Tagen die Woche unermüdlich Millionen Coladosen abfüllten.

Voller neuer Eindrücke endeten unsere Culture Days mit der Begrüßungsveranstaltung auf dem Campus. Mit freundlichen Worten wurden alle Programmteilnehmer auf das bevorstehende Semester vorbereitet. Dementsprechend gespannt erwarteten wir den ersten Tag an der Shanghai University….

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Peking, die nördliche Hauptstadt

Freitag Mittag trafen sich alle Mitstudenten des HS Fresenius Auslandssemesterprogamms am Hongqiao international Airport um für ein gemeinsames Wochenende chinas Hauptstadt zu besuchen. Peking das politische und kulturelle Zentrum des Landes, welches im Gegensatz zu Shanghai das traditionelle China repräsentiert und viele beeindruckende Kontraste zu dem 1300 Kilometer südlicher gelegenen Shanghai bereit hielt.

Am frühen Abend landeten wir in Peking und bekamen zunächst Zeit auf dem Hotelzimmer, um uns auszuruhen und Kraft zu sammeln für die anstehenden zwei Tage, die aufgrund der knappen Zeit von zahlreiche Ausflüge und Aktivitäten durchzogen waren. Das erste Abendessen verbrangen wir gemeinsam bei einem nahe gelegenen Restaurant, in dem traditionelle Peking Ente serviert wurde. Die Peking Ente zählt zu einem der berühmtesten chinesischen Gerichte. Wegen dem besonders zarten Fleisch, dem weichen Geschmack und gesunden Fettsäuren, jedoch nicht fettig, ist sie als Delikatesse weltbekannt und sollte innerhalb eines Pekingbesuches unbedingt auf der Speisekarte stehen. IMG_1756Anschließend ließen wir gemeinsam den Abend mit einem Drink in einer nahegelegenen Bar ausklingen. Nach wenigen Stunden brachen jedoch die meisten Person wieder zurück in das Hotelzimmer auf, da bereits früh am Morgen ein Highlight der gesamten Reise auf der Agenda stand: Die chinesische Mauer. Direkt nach dem Frühstück brachte uns ein Reisebuss nach Mutianyu, ein 65 Kilometer nördlich gelegener Abschnitt der chinesischen Mauer. Dieser Abschnitt gilt als einer der sehenswertesten, da er sehr gut erhalten ist und in eine wunderschöne Berglandschaft eingebettet ist. Aufgrund der hohen Lage wurden wir zunächst von einer Seilbahn zu der massiven Steinmauer gebracht. Anschließend hatten wir zwei Stunden Freizeit um die historische Verteidigungsanlage selbst zu erkunden und das optimale errinerungsfoto zu schießen.IMG_1757

Ich würde jedem empfehlen auch auf mauerabschnitte zu gehen die schwer zu erreichen sind, selbst wenn es viel Kraft benötigt diese zu erklimmen. Erst dann kann man auch mal den Touristenströmen entgehen und die einzigartige Aussicht genießen. Das krönende Finale dieses Ausfluges lag im Abstieg selbst. Auf einer sommerrodelbahn fuhren wir geschlossen die zuvor erklommenen Höhenmeter wieder runter und brachen niemals verstellbare Geschwindigkeitsrekorde.IMG_1761 Am Abend erreichten wir wieder chinas Hauptstadt und genossen bei einer traditionelle Show, mit Gesang, Akrobaten und Artisten das gemeinsame Abendessen. Zu ungewöhnlichen, aber angenehmen Klängen chinesischer Musik erforschten wir eine genau so ungewöhnliche neue Welt für unsere geschmacksnerven. Voller Überraschung schmeckten auch die frittierten Froschschenkel um einiges besser als erwartet… man muss sich nur auf die ungewohnten Traditionen einlassen.

Erschöpft und voller neuer Eindrücke reicher, erreichten wir noch vor Mitternacht das Hotel. Viele Stunden zum Ausruhen blieben uns jedoch nicht, denn früh morgens nach dem auschecken wartete auch am letzten Tag ein straffes Programm auf uns. Zunächst guckten wir uns den Tiananmen Platz an. Welcher mit seinen 440m² , nicht nur der grösste der Stadt ist sonder gleich der ganzen Welt. Ein historischer Ort, den man aufgrund verschiedener Ergebnisse wie der Bewegung des vierten Mais oder dem Tian’anmen-Massakers nur von Bildern kannte. Zu Fuß nur einiger Meter nachgelagerten, gelangten wir in die 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Verbotene Stadt. Obwohl der Name bereits auf die Größe der Anlage schließen lässt, war ich dennoch von den Ausmaßen überwältigt. Man ist gefühlt von einem riesigen Tor, über einen noch riesiger Platz zum nächsten riesigen Tor gelaufen. Die Stadt in der Stadt wirkte wie eine Parallelwelt mit einer filigranen liebe zu Detail in der Architektur der 890 Paläste, unzähligen Pavilions und Gärten. Nicht ohne Grund ist dieses Sehenswürdigkeit die meist besuchte der ganzen Welt.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die alten Anlagen verließen wir die Verbotene Stadt durch das Nordtor um im angrenzenden Jingshan Park eine letzte Pause einzulegen. Der Park ist im Gegensatz zum Rest der Stadt eine wahre Oase der Ruhe. Es tat gut sich kurz von dem Trubel der Menschnmassen erholen zu können. Das Highlight lag jedoch im Ausblick von einem hochgelegenen Tempel in mitten des Parks. Der atemberaubende Ausblick über die gesamte Verbotenen Stadt und anderen teilen der Stadt entschädigt schnell den etwas knackigen Aufstieg zuvor. Mein Absoluter Geheimtipp für einen jeden Pekingfahrer! Mit dem higspeed Zug ging es anschließend, mit einer Spitzentzengeschwindigkeit von 300 km/h etwas schneller als auf der sommerrodelbahn wieder die 1300 Kilometer zurück nach Shanghai.IMG_1780

…THE END

Nach knapp 5 Monaten New York wird es nun auch für mich Zeit zu gehen. Viele meiner Kommilitonen des Berkeleys sind bereits seit vielen Wochen zu Hause, während ich mich dazu entschließ ich Praktikum in der Stadt, die niemals schläft, zu absolvieren.

Die Meinungen der Studenten über das Studieren in New York oder generell in den USA gehen sehr stark auseinander. Mir war das amerikanische Studiensystem zu verschult, denn an wöchentliche Hausaufgaben und Tests sowie Anwesenheitspflicht konnte ich mich nur schwer nochmal gewöhnen. Für Studenten, die etwas mehr angetrieben werden müssen, um etwas für die Uni zu tun, ist dieses System allerdings ideal. Es kommt also total auf einen selbst an, ob ein Auslandssemester an einem amerikanischen College etwas für einen ist, oder nicht.
Leider hatten wir am Berkeley auch keinen Kontakt zu amerikanischen oder anderen internationalen Studenten, deswegen sollte man darauf achten außerhalb der Uni viel mit amerikanischen Studenten oder generell mit Amerikanern zu unternehmen, um nicht nur die Sprache zu vertiefen, sondern auch das amerikanische Leben mitzuerleben (Mein Tipp: Wohnen oder Ausgehen mit Internationals).

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Im Anschluss meines Auslandssemesters war es mir wichtig noch etwas von der amerikanischen Arbeitswelt zu erfahren. Daher entschied ich mich für ein Praktikum bei der Organisation „International Federation of Accountants“ (IFAC). An das Praktikum kam ich über meinen Onkel, da dieser selbst für die Organisation arbeitet. Man kann aber durchaus auch ohne Kontakte an ein Praktikum kommen. Das Career Center des Berkeley College bietet jedes Semester Workshops bezüglich Bewerbungsschreiben/Vorstellungsgespräch an und hat immer eine Sammlung von Stellenanzeigen bereit.

Mein sechswöchiges Praktikum bei IFAC war ein absoluter Glücksgriff. Ich hatte viele eigene Projekte, durfte an zahlreichen Meetings teilnehmen und wir hatten eine unheimlich tolle Atmosphäre im Office. Nicht nur im fachlichen Bereich, sondern auch sprachlich lernte ich im Praktikum sehr viel, denn in Meetings musste ich des Öfteren meine Arbeitsergebnisse präsentieren. Anfangs war ich mir sehr unsicher, ob ich ein Praktikum in New York machen sollte – aus Angst vor der Sprache. Davon sollte man sich allerdings niemals abschrecken lassen, denn mit der Zeit wächst man an seinen Aufgaben und es wird von Tag zu Tag einfacher – zumal sich die Sprache durch das Auslandssemester schon etwas mehr gefestigt ist.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass die Entscheidung in die USA zu gehen die absolut Richtige war. Ich hatte eine unbeschreiblich schöne Zeit, habe viele tolle Menschen kennengelernt, aber auch mich selbst von einer ganz anderen Seite kennengelernt. Neben Studieren & Arbeiten hatte ich fantastische Partynächte in NYC, großartige Reisen und einfach unvergessliche Zeit.

…Verliebt.

Hier in Brooklyn schläft sie doch…

Montag, 08.00 am
Der kalte Wind blies mir ins Gesicht und ich vergrub die Nase in meinem Schal. Es ist kälter geworden die Tage. Als ich mich so auf den Weg ins Fitnessstudio machte und die Smith Street entlang lief, dachte ich:

Hier schläft sie doch, diese Stadt.

Es ist ruhiger. Die Läden noch verriegelt und verrammelt. Nur ein paar Eltern mit ihren Kindern auf dem Weg in die Schule. Ein paar Jogger. Ein paar Arbeiter, die wahrscheinlich von einer Nachtschicht kommen oder gerade zur Arbeit gehen. Kein Gedrängel in der U-Bahn. Sogar ein Sitzplatz. Die Reihenhäuser sind süß und aus Backstein. Vielleicht fünf Stockwerke hoch. Nur wenige Autos. Kein Gehupe.

Hier schläft sie doch, diese Stadt.

Während in Manhatten die Sirenen ständig gehen, man um diese Uhrzeit sich dem hektischen, zielstrebigen Gerenne der New Yorker anpasst und die Hochhäuser den Straßen kühlen Schatten spenden, kann man hier aufatmen. Ich liebe diesen Kontrast. Ich liebe beide Seiten von New York – die Schatten- und die Sonnenseite. Alle Seiten. Die Vielfalt von Kulturen und Menschen, mit denen man (manchmal notgedrungen) konfrontiert wird. Die Tatsache, dass man nur eine Straße weiter in eine völlig andere Welt eintaucht (Little Italy und China Town sind da nur die offensichtlichsten Beispiele). Die Underground-Musiker. Die Streetart an Häuserwänden. Die Tatsache, dass wir die einzigen zwei Menschen sind, die sich in der U-Bahn morgens unterhalten. Die Tatsache, dass man bei einem irritierten Blick auf sein Handy und beim verwirrten Umhersehen irgendwo in Manhatten direkt gefragt wird, ob man Hilfe benötigt. Es sind die Schatten- und die Sonnenseiten. Tags und nachts zeigen sich andere Welten, andere Seiten.

Hier schläft sie doch, diese Stadt.

Hier in Brooklyn, kann ich besser schlafen. Hier fühle ich mich wohl, ein kleines bisschen heimisch. Mit dem Supermarkt direkt um die Ecke und der Stammbar zwei Metro-Stationen entfernt.

Ich verlasse das Fitnessstudio zwei Stunden später. Die Sonne ist rausgekommen. Es wird wärmer. Und ich mache mich auf den Weg zurück in meine Brooklyner Wohnung. Mein Zuhause für diese drei Monate.

Like a small town in the middle of the city that never sleeps.

…Preparation

Ich öffnete erneut den Reisverschluss und legte den Koffer zum 3. Mal auf die falsche Seite, sodass mir wieder alles entgegenkam. Stress! Ich verdrehte die Augen und suchte nach Sachen, die ich wieder aussortieren konnte. Beide Koffer wogen einfach viel zu viel! Ich hatte doch schon so viel wieder rausgepackt?! Nachdem ich dann kein Teil mehr fand, das ich in New York in meinem Auslandssemester missen wollte, klappte ich sie endgültig zu. 22 und 21 Kilo sagte die Waage. Das mit dem Aussortieren hat ja super geklappt!…

Tipp #1: Packen

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Shopping in New York ist super! Nicht nur für die Mädels. Vor allem unsere Jungs waren in der ersten Woche hier schon sehr erfolgreich (#sneakerlove). Also wenn es ans Packen geht: Alle Sachen, die mit sollen, auf dem Bett verteilen, und dann die Hälfte (und ich meine wirklich die Hälfte!) wieder zurück in den Kleiderschrank! Man möchte sich hier so schnell an den Stil der New Yorker anpassen und sieht hier so viele tolle Sachen (nicht nur Kleidung), die man für sich oder Freunde mitnehmen möchte. Also: Die Kosten des Übergepäcks lieber in andere Dinge stecken.
Spezielles: Medikamente gibt es natürlich in den USA auch. Allerdings steht die erste Erkältung schon in den Startlöchern (teu teu teu, dass es euch nicht so geht). Egal ob Sommer oder Winter, hier läuft immer und überall die Klimaanlage. Deckt euch vielleicht schon einmal mit dem Gängigsten Zuhause ein.

Tipp #2: Wohnen

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Nach einiger Zeit Recherche bekommt man ein Gefühl dafür, was Wohnungen in New York kosten. Es gibt natürlich solche und solche. Was mir allerdings von vorn herein mit auf den Weg gegeben wurde, war: Rechne nicht mit dem deutschen Standard! Angefangen von der Sauberkeit bis hin zum Preis-Leistungsverhältnis.
Um eine grobe Orientierung zu geben: 1.000-1.500€ pro Monat pro Schlafzimmer kann schon einmal einkalkuliert werden. Je nach Region (ob Union City in New Jersey, Manhatten oder Brooklyn) variiert der Preis natürlich.
Wo suchen: Wir haben Stunden über Stunden mit der Wohnungssuche verbracht. Natürlich gibt es nationale Seiten wie craigslist oder sublet.com, allerdings würde meine Empfehlung immer Airbnb sein. Hier seid ihr auf der sicheren Seite. In den wenigsten Fällen wird eine Kaution vorab verlangt und airbnb reagiert super, wenn eure Wohnung nicht dem entspricht, was ihr erwartet hattet, oder gar nicht existiert! Hier in den USA gibt es nichts Vergleichbares mit dem Kautionskonto in Deutschland. Die Kaution wird direkt auf das Konto des Vermieters überwiesen. Eigentlich habt ihr somit keine wirkliche Absicherung, dass dieser euch die Wohnung dann auch tatsächlich zur Verfügung stellt oder Ähnliches. Es ist vielleicht ein wenig Schwarzmalerei und es ist auch meistens gut gegangen, aber man hört jedes Semester von Fällen, in denen die Wohnung unterirdisch war oder – worst case – diese überhaupt nicht existierte.
Fazit: Recherchiert. Macht euch ein Bild davon, wie viel die Wohnungen kosten. So bekommt ihr schnell ein Gefühl dafür, dass diese Wohnung mit offener Küche, Marmorboden und Jacuzzi im Badezimmer keine $2.000 im Monat kosten kann… 😉

Gegenden:
Das erste Wochenende verbrachten wir in einer Wohnung in Spanish Harlem – zwischen der Upper East Side und East Harlem. Eigentlich eine ganz gute Location: keine 5 Minuten vom Central Park entfernt, schnell bei coolen Shops und Bars und in Midtown.
Je weiter nördlich man aber kommt (Harlem, Washington Heights, Bronx etc.), desto „unsicherer“ wird die Gegend – besonders als Frau und abends/nachts möchte man dort nicht allein die Straßen entlanggehen. Meine Empfehlung an dieser Stelle: Ladet euch die App „Uber“ herunter. Neben den Yellow Cabs könnt ihr hiermit günstiger von A nach B gelangen. Gerade nachts nach einer Party sehr empfehlenswert!
Außerdem mein Tipp: Guckt euch die Straßen / die Umgebung bei der Wohnung vorher bei Google Streetview an. Dann bekommt ihr einen Eindruck davon, welches Klientel sich dort so herumtreibt, wo der nächste Supermarkt oder die nächste Laundry ist (Waschmaschinen in den Wohnungen sind auch eher eine Rarität).
Die restlichen drei Monate verbringen wir in Clinton Hill, Brooklyn. Ich werde berichten.

Tipp #3: Culture Days

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Verpasst nicht, euch anzumelden! Es ist eine einmalige Gelegenheit schon einige Sehenswürdigkeiten in New York in der ersten Woche abzuklappern – for free. Außerdem lernt ihr sämtliche Mitstudenten kennen – auch die aus anderen Kursen. Mehr dazu im nächsten Blogeintrag.

Tipp #4: Party

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New York ist teuer. Sehr teuer. Doch die Parties sind hier (für Mädels) umsonst. Besorgt euch im Vorhinein von jemandem, der schon einmal in New York war, die Nummer von einem Promoter. Diese nehmen euch und eure Freundinnen überall mit hin: zum Brunch, zum Abendessen, zum Club. Und ihr müsst nichts bezahlen. Wie das funktioniert? Der Club bezahlt die Promoter dafür, dass die Mädels in ihre Location bringen. Dort bekommt ihr meist einen Tisch und seid eingedeckt mit Getränken. Seid ihr eine große Gruppe Mädels, könnt ihr auch den ein oder anderen Mann mit hineinschleusen (hier kommt es auch auf den Promoter an). Die meisten Promoter haben nichts dagegen. Aber Achtung Jungs: Es kann sein, dass ihr am Eingang vom Club Eintritt zahlen müsst, während die Mädels umsonst reinkommen. Wollt ihr das New Yorker Nightlife erleben, empfehle ich dies in der Woche vor der Uni zu tun und voll auszukosten, da mit dem ersten Tag Vorlesung dann auch schon die ersten Aufgaben auf euch zukommen.
Bitte beachten: Unter 21 geht an dieser Stelle leider nichts. Keine (Rooftop-)Bar ab ca. 17 Uhr, kein Club, kein Alkohol.

Tipp #5: Events & Co.

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Ich weiß, ihr wisst noch nicht, ob ihr wirklich zum Auslandssemester zugelassen werdet, ob ihr den Englischtest besteht oder ob ihr das Visum bekommt. Aber: Geht bei allen 3 Punkten (vorausgesetzt natürlich die Bedingungen sind erfüllt) einfach einmal davon aus, dass ihr bald ein Semester in New York City verbringen werdet!
Mein Tipp und Appell hier an euch: Macht euch im Vorhinein darüber schlau, was in der Zeit in New York so los ist, welche Sportevents, Konzerte oder Special Parties stattfinden. Ich habe es leider nicht getan und habe es bereut, da es kurzfristig für einige Events einfach keine (oder nur noch sehr teure) Karten mehr gab. Im Herbst zum Beispiel findet das Oktoberfest im Central Park statt. Die Karten waren bereits im Juli ausverkauft.
Meine Empfehlung: ca. 4 Monate vor Unistart durch das Internet klicken. Eine gute Seite dafür ist bspw. lovingnewyork.de oder die App „Fever“, die immer wieder auf günstige / kostenlose Events hinweist. Um dies alles voll auszunutzen, würde ich auch empfehlen ein paar Tage vor den Culture Days anzureisen, um euch einzuleben und New York zu erleben. Wenn die Uni dann nämlich einmal angefangen hat, nimmt sie einen doch sehr ein. Aber dazu mehr in dem folgenden Blogeintrag.

…Und hier stehe ich jetzt mit meiner dicken Winterjacke (die definitiv nicht mehr in den Koffer gepasst hätte) im September bei noch ca. 25 Grad im Düsseldorfer Flughafen in der Schlange zum Baggage Drop Off und kann es kaum glauben: Die nächsten 3 Monate werde ich einfach in New York leben! Zum ersten Mal war dort neben dem Gefühl der Vorfreude doch ein bisschen Nervosität…

…Meet, Greet & Eat

Liebe Freunde des guten Gaumens,

der heutige Blogeintrag handelt von einer meiner großen Leidenschaften…dem Essen. Auch die fragwürdigen Lebensmittelbestimmungen Amerikas und die Angst davor, mit einer Gewichts-Vervielfachung wiederzukommen, lässt mich nicht davon abhalten, New York’s Angebote an Speis und Trank zu köstigen. Ich muss zwar gestehen, nicht DEN Geheimtipp gefunden zu haben – die Auswahl ist einfach viel zu überwältigend – , aber trotzdem habe ich nun doch einige Geschmackserlebnisse vom kleinen bis zum großen Geldbeutel mitnehmen können und freue mich nun, diese mit euch zu teilen!

Frühstück:

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Was Frauen wollen…

 

  • Starten wir doch mal direkt mit meinem absoluten Lieblingsladen, den manche vielleicht schon kennen und andere wohl eher abschrecken könnte: IHOP, International House of Pancake oder wie ich es auch liebevoll nenne In Heaven of Pancakes. Wer sich je gefragt hat, wo man die Türme an Schweinereien aus amerikanischen Filmen findet, der hat darauf nun die Antwort. Ich muss euch aber warnen, mit Überfressen und Übelkeit ist definitiv zu rechnen. Dafür sind diese wunderbaren 1000000 Kalorien aber auch das einzige, was ma
    n an dem Tag zu sich nehmen braucht.
  • Ellis Stardust Diner (auch zu anderen Tageszeiten möglich): wer keine Karten mehr für eine Broadway Show abstauben konnte, der wird auch so auf seine Musical Kosten kommen. Denn in diesem Diner bedienen euch aufblühende, zukünftige Broadway-Sternchen, die dieses Lokal als Sprungbrett nutzen oder auch ausgebrannte Sternschnuppen, die trotz des harten Business ihre Liebe zur Musik nicht verlieren wollen. Somit erlebt ihr während des Essens einen Musical Klassiker nach dem anderen – alles live versteht sich!
  • Ansonsten kann ich weitere Frühstückslokale/ Cafés wie Butcher’s Daughter, The Grey Dog und By Chloe empfehlen.

 

Dinner: Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit, auf super coole Restaurants zu treffen, im West Village, Little Italy und Greenwich Village besonders hoch. Dennoch sind meiner Meinung nach besonders folgende Lokale hervorzuheben:

  • Tao Downtown: Wer sich wie ein richtiger fancy New Yorker fühlen möchte, sollte unbedingt einen Abend in diesem Restaurant verbringen. Interessante asiatische Küche und sehr edles, cooles Design macht das Abendessen zu etwas ganz Besonderem!
  • Ich muss gestehen, ich selbst war (noch) nicht in diesen zwei Restaurants, aber jedes mal, wenn ich daran vorbei gegangen bin, musste ich stehen bleiben und mir die wunderschöne Location ansehen: Park 82nd und Olio e Piu. Wenn ihr meinen Tipps folgt, tut mir bitte einen Gefallen und genießt das Essen für mich mit!

 

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Bars: Überall, wo man in New York ist, befindet man sich eigentlich schon mitten in der Partyszene, denn an jeder Ecke wird irgendetwas zu finden sein, wo man einen netten Abend verbringen kann. Die Klassiker, wo unser Semester ihre unvergesslichen Nächte (ob schick oder weniger schick) verbracht hat, waren folgende:

  • Lorely Pub (super, um Fußball zu schauen!)
  • Joshua Tree
  • 13th Steps
  • Lillie’s
  • Le Bain
  • PHD Downtown
  • 230 fifth

    IMG_3388 (Bearbeitet)
    Deutsche Küche bei der Fußball EM

 

Sonstiges:

  • Levain Bakery: die BESTEN COOKIES in ganz NYC!!!

 

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Jap, der Keks ist innen genau so, wie er aussieht!

 

  • Smorgasburg: neben einen perfekten kulinarischen Start in den Samstag bietet der Foodmarket in Brooklyn zudem noch eine wunderschöne Aussicht auf Manhattan’s Skyline!
  • Verpflegung in und an der Uni: Auch wenn das Berkeley College keine Cafeteria hat, bietet es freien Tee und Kaffee an. Zusätzlich kann man sich sein Essen in der Mikrowelle auf der 15. Etage warm machen. Wem das noch nicht genug ist, der hat draußen einen Essensstand, bei dem man ganz bedenkenlos zu kleinem Preis leckere und riesige Portionen bekommt!

 

Und da mir beim Schreiben nun zunehmend der Magen knurrt und ich noch die letzten Wochen in New York auskosten muss, verabschiede ich mich erstmal von euch und hoffe, ihr werdet euch bei diesem Beitrag Appetit holen oder zumindest satt lesen können!

…Studieren in New York

Zuallererst ein ganz ganz großes SORRY, dass der zweite Blog-Eintrag so lange auf sich warten lassen hat. Ich selbst hätte nicht gedacht, dass mich der New Yorker Alltag und ganz besonders die Uni so einnehmen wird – und da sind wir auch schon beim heutigen Thema: es dreht sich alles rund um’s Studieren in New York!

In meinem vorherigen Blog-Eintrag habe ich bereits erwähnt, dass wir uns in der Einführungswoche sowohl das Berkeley College, als auch den Campus der Pace University angeschaut haben. Dabei hat es mir der Campus der Pace ziemlich angetan – er liegt direkt an der Brooklyn Bridge, wir haben freien Zugang zur Bibliothek, zum Fitnessstudio (glaubt mir, ist in Amerika nötig!) und zu meinem persönliches Highlight, der „Cafeteria“! Mir fällt spontan nichts ein, was es dort nicht gibt: von frisch zusammengestellten Burritos, Salaten und Nudeln, bis hin zu Sushi kann man alles finden, was das Herz begehrt. Und auch unsere Starbucks-Fans haben ihren eigenen Laden direkt nebenan. So schön wie dies alles klingt, so schade ist es auch, dass wir keinen einzigen Unterricht dort haben, sondern unsere Englisch Kurse an einem anderen Standort der Pace in der Nähe des Berkley Colleges stattfinden. So spart man sich immerhin Fahrtzeit, die ich definitiv benötige, da ich leider einer der Pechvögel bin, die keinen einzigen Tag frei haben…So besteht mein Alltag ziemlich aus Aufstehen – Lernen – Sport – Uni – Kochen – Lernen – (Abendaktivität) -Schlafen. Aber hey, ich beklage mich nicht, es gibt schlimmeres, als in New York zu leben! 🙂

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Insgesamt ist der Stundenplan ganz entspannt gehalten, so haben wir immer von 13:30 bis (allerspätestens) 17 Uhr Unterricht. Klingt an sich nicht viel, aber durch Anwesenheitspflicht, mündliche Beteiligungen, massig Klausuren, Zwischenprüfungen und Präsentationen lernt man dann (im besten Falle) doch schnell, sich selbst zu organisieren, um überhaupt noch etwas von New York mitzubekommen. Ich würde aus meiner Sicht nicht behaupten, dass das amerikanische Bildungsniveau schwer ist, hier zählt eher „Quantität als Qualität“ (Zitat unseres Dozenten), denn besonders mit den Hausaufgaben ist nicht zu spaßen. Über unser sehr effizientes Online Portal Blackboard (quasi wie Ilias und Service Portal vereint) müssen wir jede Arbeit pünktlich hochladen – also keine Chance, irgendwie drum herum zu kommen ;-). Diese werden dann recht zügig von unseren Dozenten bewertet, die sehr viel Erfahrungen vorweisen, engagiert sind und regelmäßig Feedback geben. Somit ist es „leicht“, stets am Ball zu bleiben und gute Noten zu erreichen. Auch wenn man mal krankheitsbedingt (o.ä.) nicht anwesend sein kann, lassen sie durchaus mit sich reden und erarbeiten eine gemeinsame Lösung. Aber nicht nur die Dozenten, sondern auch andere Mitarbeiter stehen bei Fragen immer zur Verfügung. Besonders sind hier Stephanie von der internationalen Abteilung und unsere persönliche Fresenius-Ansprechpartnerin Priya hervorzuheben. Die Mädels sind unglaublich hilfsbereit und halten uns stets mit Event-Tipps auf dem Laufenden. Und da haben beide Universitäten einiges zu bieten! So durften wir beispielsweise schon mit vergünstigten Karten an einer Ballettaufführung, einem Baseballspiel und einer super coolen Bootstour (siehe Titelbild) teilnehmen. Ansonsten findet man auch jeden Tag Veranstaltungen in der Uni, wenn mal wieder irgendetwas gefeiert werden muss oder Firmen eingeladen werden und man Kontakte knüpfen kann.

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Der Ausblick von unseren Plätzen im NYC Ballet

Leider haben wir auf Grund der unterschiedlichen Semesterzeiten keine Kurse mit Amerikanern oder anderen internationalen Studenten. Wer also auch gerne mal Nicht-Deutsche kennen lernen möchte, kann dies bei den unzähligen Events tun oder sich nach der Uni in den Bryant Park direkt nebenan setzen und leicht mit den ein oder anderen Personen ins Gespräch kommen. Für mich ist dieser kleine „Park“ mittlerweile zur echten Erholungsoase herangewachsen, in der ich bei gutem Wetter super meine Arbeiten erledigen oder einfach mal nur entspannen kann.

 

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Wie es in New York üblich ist, kann man auch an diesem Ort mit wildfremden Menschen Schach oder andere Brettspiele spielen!

Okay ich muss zugeben, dass dieser Beitrag jetzt nicht unbedingt der spannendste war, aber ich denke, es ist mal wichtig, einen informativen Überblick über das wirkliche Studieren hier zu geben, um falsche Erwartungen aus dem Weg zu räumen – ich meine, wir sind schließlich nicht zum Urlaub hier! 😉 Aber ich kann euch versprechen, dass der nächste Eintrag umso mehr vom bunten Leben in New York preisgeben wird…