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…THE END

Nach knapp 5 Monaten New York wird es nun auch für mich Zeit zu gehen. Viele meiner Kommilitonen des Berkeleys sind bereits seit vielen Wochen zu Hause, während ich mich dazu entschließ ich Praktikum in der Stadt, die niemals schläft, zu absolvieren.

Die Meinungen der Studenten über das Studieren in New York oder generell in den USA gehen sehr stark auseinander. Mir war das amerikanische Studiensystem zu verschult, denn an wöchentliche Hausaufgaben und Tests sowie Anwesenheitspflicht konnte ich mich nur schwer nochmal gewöhnen. Für Studenten, die etwas mehr angetrieben werden müssen, um etwas für die Uni zu tun, ist dieses System allerdings ideal. Es kommt also total auf einen selbst an, ob ein Auslandssemester an einem amerikanischen College etwas für einen ist, oder nicht.
Leider hatten wir am Berkeley auch keinen Kontakt zu amerikanischen oder anderen internationalen Studenten, deswegen sollte man darauf achten außerhalb der Uni viel mit amerikanischen Studenten oder generell mit Amerikanern zu unternehmen, um nicht nur die Sprache zu vertiefen, sondern auch das amerikanische Leben mitzuerleben (Mein Tipp: Wohnen oder Ausgehen mit Internationals).

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Im Anschluss meines Auslandssemesters war es mir wichtig noch etwas von der amerikanischen Arbeitswelt zu erfahren. Daher entschied ich mich für ein Praktikum bei der Organisation „International Federation of Accountants“ (IFAC). An das Praktikum kam ich über meinen Onkel, da dieser selbst für die Organisation arbeitet. Man kann aber durchaus auch ohne Kontakte an ein Praktikum kommen. Das Career Center des Berkeley College bietet jedes Semester Workshops bezüglich Bewerbungsschreiben/Vorstellungsgespräch an und hat immer eine Sammlung von Stellenanzeigen bereit.

Mein sechswöchiges Praktikum bei IFAC war ein absoluter Glücksgriff. Ich hatte viele eigene Projekte, durfte an zahlreichen Meetings teilnehmen und wir hatten eine unheimlich tolle Atmosphäre im Office. Nicht nur im fachlichen Bereich, sondern auch sprachlich lernte ich im Praktikum sehr viel, denn in Meetings musste ich des Öfteren meine Arbeitsergebnisse präsentieren. Anfangs war ich mir sehr unsicher, ob ich ein Praktikum in New York machen sollte – aus Angst vor der Sprache. Davon sollte man sich allerdings niemals abschrecken lassen, denn mit der Zeit wächst man an seinen Aufgaben und es wird von Tag zu Tag einfacher – zumal sich die Sprache durch das Auslandssemester schon etwas mehr gefestigt ist.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass die Entscheidung in die USA zu gehen die absolut Richtige war. Ich hatte eine unbeschreiblich schöne Zeit, habe viele tolle Menschen kennengelernt, aber auch mich selbst von einer ganz anderen Seite kennengelernt. Neben Studieren & Arbeiten hatte ich fantastische Partynächte in NYC, großartige Reisen und einfach unvergessliche Zeit.

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… TRAVEL AROUND II

Über meine Reisen nach Key West / Miami und Kuba…

Mitte Mai ging es für mich und zwei Freundinnen aus der Uni für fünf Tage in den Sunshine-State Florida. Mit dem Flieger erreicht man Miami in gut zwei Stunden. Da unser Flieger erst abends spät ankam und wir am nächsten Tag früh nach Key West wollten, übernachteten wir in der ersten Nacht in einem Hotel in der Nähe des Flughafens. Am Morgen mieteten wir uns für 3 Tage ein Cabrio, um damit flexibel den Süden Floridas erkunden zu können. Man muss dazu sagen, dass es nicht gerade günstig ist, sich unter 25 Jahren ein Auto in den USA zu mieten. Dabei spielt es auch keine Rolle um welche Art von Wagen es sich handelt – es kommt in jedem Fall eine Gebühr für junge Fahrer hinzu.

Alleine die Fahrt nach Key West von etwa vier Stunden ist traumhaft schön. Während der Fahrt mit türkisblauem Wasser rechts und links vom Highway, machten wir verschiedene Stopps, wie zum Beispiel auf der Seven Mile Bridge, von wo aus man mit Glück Haie beobachten kann oder im Bahia Honda State Park mit einem unbeschreiblich schönen Strand.

Angekommen in Key West suchten wir uns zunächst eine Unterkunft, denn an den Keys ist es in der Regel kein Problem erst vor Ort zu buchen. Folgendes sollte man sich in Key West unbedingt ansehen:

  • Southernmost Point (südlichster Punkt der USA)
  • Mile 0 (Ende Highway l)
  • Duval Street (bekannte Straße mit vielen Restaurants, Bars & kleinen Shops)
  • Key Lime (Die Keys sind berühmt für ihre Produkte aus Limetten, es gibt ganz verschiedene Versionen – wir hatten ein Key Lime Pie)
  • Smallest bar in the world (Duval Street)
  • Sonnenuntergang am Mallory Square

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An unserem dritten Tag ging es in den Everglades Park, weswegen wir in der Nacht zuvor in Key Largo schliefen, um so früh wie möglich im Park zu sein. Eine Tour mit dem Airboot durch den Park ist absolut empfehlenswert, denn neben der Bootstour ist auch eine Show mit Aligartoren im Preis enthalten. Außerdem besteht die Möglichkeit selbst einen kleinen Aligartoren auf dem Arm zu halten. Bei unserer Airboot-Tour konnten wir 2 Aligartoren in freier Wildnis beobachten.

In Miami hatten wir ein Hotel am South Beach, nur eine Straße vom berühmten Ocean Drive entfernt. Es gibt nicht besonders viele Sightseeing-Aktivitäten in Miami, weswegen wir dort die Zeit hauptsächlich am Strand und abends in Bars oder Clubs verbrachten. Empfehlenswert sind die Bars direkt am Ocean Drive.

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Nach den Finals ging es für uns eine Woche auf Kuba. Wenn man die Flüge früh genug bucht, bekommt man schon Angebote ab 250 Dollar für Hin- und Rückflug. Auch die Unterkünfte auf Kuba können sehr günstig sein. Für die ersten beiden Tage, die wir in Havanna verbrachten, bezahlten wir nur 25 Dollar pro Nacht in einem Airbnb. Ich kann nur empfehlen auf Kuba ein Zimmer über private Leute zu mieten, da man nur so den richtigen kubanischen Flair miterlebt. Das Haus in dem wir lebten war genauso, wie man sich die Häuser in Havanna vorstellt: total bunt und mit vielen liebevollen Details eingerichtet. Zudem hatten wir eine super nette Vermieterin, die uns sogar ein traditionell kubanisches Frühstück zubereitete. Auch wenn die Kommunikation teilweise recht schwierig war, da keiner von uns Spanisch sprechen konnte, haben wir uns trotzdem mit Händen und Füßen irgendwie verstehen können. In Havanna selbst ist alles fußläufig erreichbar, man sollte aber auf jeden Fall eine Oldtimer-Tour durch Old -Havanna machen.

Am dritten Tag ging es mit einem Taxi-Bus (siehe Foto) nach Viñales im Landesinneren, wo wir einen Ausritt mit Pferden geplant hatten, um uns Kaffee- und Zigarrenplantagen anzusehen. Auch in Viñales übernachteten wir bei einer netten Familie mit einem traumhaften Ausblick auf das Viñales Valley.

Für den Rest der Woche gönnten wir uns ein 5 Sterne All-Inklusive Hotel in Varadero, direkt an der karibischen Küste. Für 4 Tage zahlten wir ca. 260 Dollar. Varadero hat zwar traumhaft schöne Strände, ist aber dafür auch sehr touristisch. Daher würde ich neben Varadero auch immer Orte wie Havanna und Viñales besuchen, um Kuba wirklich zu erleben.

In meinem nächsten und letzten Blogpost werde ich berichten wie mir mein Praktikum bei IFAC in NYC gefällt und ein Fazit über meine Zeit in den USA ziehen.

…TRAVEL AROUND I

„So viel wie möglich während meines Auslandaufenthalts erleben“, das war mein Ziel neben einem erfolgreichen Semester in den USA. Mit der Zusage zum Integrierten Auslandsemester begann ich zu sparen, um so viel wie möglich reisen zu können. In diesem Blogpost berichte ich über die Städtereisen nach Boston, Washington D.C und Philadelphia sowie über meinen Weekend-Trip zu den Niagara Falls und nach Toronto.

Bereits vor der Culture Week starteten eine Freundin und ich in Richtung Boston. Von New York nahmen wir den Greyhound-Bus, welcher non-stop innerhalb von 4 Stunden nach Boston fährt. Der Bus kostete nur 25 Dollar und es gab sogar kostenloses WLAN im Bus. Unser Hotel in Boston war etwas außerhalb vom Stadtzentrum entfernt. Dies war allerdings überhaupt kein Problem, da man dort alles sehr einfach mit der Bahn erreicht.
Am ersten Tag gingen wir den bekannten „Freedom-Trail“ entlang, der an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Es eignet sich super, um sich einen Überblick zu verschaffen, was man sich in den nächsten Tagen genauer ansehen möchte. Am zweiten Tag kauften wir uns für einen Tag den „Boston Pass“, welchen man im Internet für 56$ erwerben kann. Er beinhaltet viele Aktivitäten, wie zum Beispiel eine Bootstour, das New England Aquarium, Hop-on Hop-off Bustour, Skywalk Observatory,… Ob sich der Boston-Pass lohnt, kommt natürlich ganz auf einen selbst an. Wir haben all die zuvor aufgelisteten Aktivitäten gemacht und es hat sich gelohnt. Vor allen Dingen kann ich das Skywalk Observatory empfehlen, von wo aus man die ganze Stadt sieht oder eine Bootstour bei schönem Wetter. An unserem letzten Tag entdeckten wir Cambridge und schauten uns die berühmte Harvard University an. Am Nachmittag besuchten wir das John F. Kennedy Museum, welches direkt am Meer liegt und die spannende Geschichte von Kennedy erzählt.

Von Boston aus ging es mit dem Flieger nach Washington D.C., da eine Busfahrt von über 9 Stunden zu lange gedauert hätte. Aber auch der Flug war mit 60 Dollar pro Person nicht besonders teuer. Von New York aus könnte man allerdings auch wieder mit dem Bus fahren, da es von dort aus wieder nur ca. 4 Stunden dauert. In Washington angekommen, spazierten wir zunächst einmal über die National Mall, wo die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Washingtons auf einem Fleck sind:

  • Lincoln Memorial
  • Weißes Haus
  • Washingtion Monument
  • Kapitol

Am zweiten Tag fuhren wir zum Pentagon, wo wir uns das 9/11 Memorial ansahen. Hinter dem Pentagon befindet sich ein weitflächiges Denkmal, wo 184 Bänke an die verstorben Opfer erinnern. Die Bänke sind nach Jahrgang sortiert, was es für uns zu einem sehr bewegenden Ereignis gemacht hat, da es unter den Opfern auch viele in unserem Alter oder sogar jünger gab. Genau wie das 9/11 Memorial in NYC, lohnt es sich  auch hier vorbei zu schauen.

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An unserem letzten Tag waren wir zu Besuch bei der Deutschen Botschaft in Washington & konnten dort eine Führung machen. Dies war allerdings nur möglich, da wir einen der Mitarbeiter kannten.
Auf dem Weg zurück nach New York planten wir noch einen Tag in Philadelphia ein, da die Stadt genau zwischen New York & Washington liegt. Leider war Philadelphia für uns eine Enttäuschung, weil es nicht wirklich viel zu sehen gab und die Stadt sehr verwahrlost ausschaut. Wenn man sich trotzdem gerne mal die Stadt ansehen möchte, reicht es einen Tagesausflug von New York aus zu planen. Folgende Attraktionen haben wir uns angesehen:

  • Rocky Steps
  • Independence Mall
  • Franklin InstituteIMG_5718

Niagara Falls & Toronto
Als wir nach den Midterms, Anfang Mai, unsere ersten Klausuren hinter uns hatten, entschieden wir uns für ein Wochenende nach Kanada zu reisen. Mit dem Studenten J-1 Visum ist man berechtigt während des Auslandaufenthalts beliebig oft aus- und einzureisen. Um dies tun zu können, muss man sich das DS-2019 Visum vom International Department des Berkeley Colleges unterschreiben lassen.
Mit TakeTours hatten wir ein super günstiges Angebot gefunden, wo wir für nur 150$ inkl. Bus & Hotels zu den Niagara Falls und nach Toronto reisen konnten. TakeTours bietet neben diesem Reisepaket noch viele andere Touren in amerikanische Städte an. Bei TakeTours handelt es sich ausschließlich um geführte Touren, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Der Nachteil ist, dass man immer an den Bus und seine Anfahrtspunkte gebunden ist und so nur schlecht etwas auf eigene Faust machen kann. Wir hatten allerdings Glück mit unserer Reiseleitung und konnten Toronto alleine  besichtigen und haben uns dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit der Gruppe verabredet. Auf der anderen Seite bekommt man durch eine geführte Tour natürlich alles super erklärt, muss sich im Prinzip um nichts kümmern und die Attraktionen, die auf der Fahrt geboten wurden, waren auch wirklich sehenswert.
Den Freitagabend und Samstagvormittag haben wir an den Niagara Falls verbracht. Sie sind kaum in Worte zu fassen, man muss einfach selbst dort gewesen sein, da sie wirklich sehr beeindruckend sind, vor allem abends wenn sie beleuchtet werden. Am Morgen haben wir eine Bootfahrt gemacht, wo man direkt an den Wasserfällen vorbei fährt und nicht selten nass wird :D. Ebenfalls kann ich empfehlen sich die Niagara Falls vom Skylon Tower, einer tollen Aussichtsplattform, anzusehen.

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Am Nachmittag ging es mit dem Bus weiter ins 1,5 Stunden entfernte Toronto. Wie vorhin schon erwähnt, haben wir uns dort selbst umgeschaut und nicht die Attraktionen der Tour mitgemacht. Folgendes kann ich in Toronto empfehlen:

  • CN Tower (sehr teuer, es soll sich allerdings wirklich lohnen)
  • Lake Ontario (Habourfront Park)
  • Toronto Sign & altes/neues Rathaus (Nathan Phillips Square)
  • Stream Whistle Brewing (berühmte kanadische Bierbrauerei direkt neben dem CN Tower)
  • Downtown Toronto
  • Chinatown Toronto

Im Gegensatz zu New York ist Toronto eine sehr saubere Stadt, aber auch generell ist Kanada deutlich gepflegter als die USA. Man muss allerdings dazu sagen, dass Toronto eine noch sehr junge und daher moderne Stadt ist.
Bevor es wieder zurück nach New York ging, fuhren wir sonntags schon sehr früh los, um an den 1000 Islands im Norden des Lake Ontario’s eine Bootstour zu machen. Auf dem Boot konnte man frühstücken und dabei die wunderschöne Natur der 1000 Islands bewundern.

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Natürlich sollten dies nicht meine letzten Reisen in meiner Zeit den USA werden. In meinem nächsten Blogpost berichte ich über meinen Roadtrip zu den Keys und Miami, sowie meine Reise nach Kuba.

…Erlebt.

New York bietet so unglaublich viel. Es ist schwierig sich zu entscheiden, Prioritäten zu setzen, und oftmals bekommt man auch die tollen Sachen erst mit, wenn andere davon berichten. Ich habe dennoch in den drei Monaten viel mitgenommen und erleben dürfen. Hier sind einige meiner Lieblingserlebnisse:

NYC Ballet

Vom Berkeley College wurden vergünstigt Ballettkarten angeboten. First come, first serve. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Und so ging es für uns am Freitagabend ins David Koch Theatre. Eine Wahnsinnssaal, tolle Plätze und ein außergewöhnliches Stück. Lesen der E-Mails vom Berkeley College lohnt sich als! Dann verpasst ihr auch solche Events nicht. 😉

Tidal X

Ein Konzert, auf das wir durch Zufallen gestoßen sind. Verschiedene Artists wie Beyoncé, Alicia Keys, Nicki Minaj, Robin Thicke und viele weitere traten bei dem Benefizkonzert von Jay Z auf, das helfen soll, die Armut in New York zu bekämpfen und in Bildungsprogramme in New Yorks ärmsten Gebieten finanziert. Ein Erlebnis, an das wir uns noch lange erinnern werden. Ein Erlebnis, das ohne Pausen ca. 4 Stunden lang ging. Ein Erlebnis für wenig Geld, für den guten Zweck und dafür wurde uns so viel geboten!

Basketball

Die Brooklyn Nets gegen die Boston Celtics. Ein Pre-Season Spiel, für das wir günstig Karten erworben haben. Wenn man allerdings diese so oft im TV gesehene Stimmung erleben und spüren möchte, sollte man sich schon mal während der Saison ein Spiel ansehen – damit steigen allerdings natürlich auch die Ticketpreise…

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Comedy Cellar

Ein spaßiger Abend mit Freunden! Ein Besuch des Comedy Cellars ist auf jeden Fall empfehlenswert – beinahe ein Muss. Dort darf man während der „Vorstellung“ weder Fotos noch Videos machen. Da dies auch strikt eingehalten und vom Personal verfolgt wird, kommt es auch häufig zu einem Besuch von einem Comedy-Promi – wenn man Glück hat. Wenn nicht, nicht traurig sein: Die Hobby-Komödianten haben auch einiges zu bieten! 🙂 Lachen garantiert!
http://www.comedycellar.com/

Musical Kinky Boots

Hier nun noch einmal der Tipp: Schaut in eure Berkeley E-Mails! Schon wieder gab es vergünstigt Karten – diesmal für ein Musical: Kinky Boots, welches jetzt zu meinen Lieblingsmusicals zählt. Das Theater war klein, sodass man von überall einen guten Blick hatte. Die Musik war eingängig, die Story mitreißend. Großes Dankeschön ans Berkeley College, weil ich sonst wahrscheinlich dieses Musical nie gesehen hätte.
http://kinkybootsthemusical.com/

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Schlittschuhlaufen im Central Park

Auch wenn die Temperaturen immer noch nicht wirklich winterlich waren hier in New York und erst so langsam die Weihnachtsdekoration ausgepackt wurde, haben wir den Geburtstag einer Kommilitonin zum Anlass genommen, eine Runde im Central Park Schlittschuh laufen zu gehen. Also ab in die unbequemen Schuhe und ab aufs Glatteis. Nachdem man die ersten paar Schritte noch vorsichtig an der Bande entlang hangelnd wagte, drehte man dann aber auch schon schnell mit den mutigen, kleinen, umher flitzenden Kindern seine Runden. Und wenn man dann einmal fällt – nein, das ist mir nicht passiert 😉 – ist sofort einer der Mitarbeiter zur Stelle und hilft einem auf. Ein bisschen auf dem Eis umher geglitten, bei Sonnenschein, unter den bunt gefärbten Blättern und ringsherum ragten die New Yorker Hochhäuser empor. Ein Traum!

Halloween Parade

Die NYC Halloween Parade: die erste Parade, die ich fast komplett gesehen habe.
Die Macy’s Parade haben wir uns auf Empfehlung unseres Professors wie viele Amerikaner im Pyjama vor dem Fernseher angeschaut, was eine sehr weise Entscheidung war. Somit haben wir alle Gesangs- und Tanzeinlagen gesehen. Wir waren quasi überall gleichzeitig.
Die Halloween Parade sollte man allerdings live gesehen haben. Die leuchtenden, gruseligen Kostüme und beeindruckenden Wagen. Die fliegenden, selbst gebastelten Gespenster und andere Wesen. Einfach der Wahnsinn und des Frierens wert!

…Shanghai exams

Mittlerweile ist der Großteil des Aufenthalts herum und es beginnt sich eine Art Wehmut unter den Kommilitonen auszubreiten. Nun sind es nur noch vier Wochen, die uns hier in Shanghai bleiben und die sollen wir auch noch in unseren Kämmerchen beim Lernen verbringen.

Über den Unterricht hier gibt es viel zu sagen: Im Großen und Ganzen ist es wahrscheinlich weniger Arbeit als in Deutschland, vor allem, weil in zehn Wochen nicht so viel Stoff durchgenommen werden kann, wie sonst in vier Monaten. Natürlich kommt es einem anders vor, da man in Deutschland die Wochenenden zum Lernen benutzt und nicht permanent auf Reisen ist. Auch unter der Woche kann in Shanghai noch viel erkundet werden und viele neue Restaurants und Bars müssen getestet werden. Die Zeit scheint uns hier nur so zwischen den Fingern zu zerrinnen.

Der Stoff, den wir hier durchnehmen, ist nicht unbedingt schwerer als in Deutschland. Es dauert oft nur länger ihn zu vermitteln, da die chinesischen Dozenten darauf Rücksicht nehmen, dass Englisch von niemandem die Muttersprache ist. Das ist eines der Dinge, die mich am meisten hier wundern. Man lernt wahnsinnig schnell viele Leute kennen, weil alle so offen sind. Wir studieren zusammen mit Franzosen, Spaniern, Finnen, Bulgaren und Costa-Ricanern und reden alle Englisch mit den schlimmsten Akzenten.

Der Unterricht unterscheidet sich vom deutschen noch in zwei Punkten. Erstens werden zehn bis zwanzig Prozent der Note nach Anwesenheit vergeben. Wer nicht immer die Vorlesung besucht, bekommt eine schlechtere Note oder wird erst gar nicht erst zur Prüfung zugelassen. Zweitens ist es mehr permanente Arbeit und es gibt viele kleine Noten anstelle einer großen Abschluss Prüfung. Wir haben fast jede Woche eine Präsentation gehalten oder eine Fallarbeit vorgestellt. Man erkennt schnell welchen Sinn das hat, denn die chinesischen Kommilitonen können überhaupt nicht präsentieren, sind sehr nervös und man merkt ihnen einfach an, dass sie das in der Schule nicht gelernt haben. Ich empfinde es aber als Vorteil, mit den Einheimischen unterrichtet zu werden und nicht einfach genau die Vorlesung zu haben, die man in Deutschland auch hören würde. Denn man erfährt so viel mehr über das Land und die Kultur dort.2

Lange hat es gedauert, doch nun endlich kann ich behaupten, dass ich mich etwas auskenne. Ich habe ein Gefühl für die Straßen und Stadtteile bekommen und weiß ungefähr, wo ich bin. Nun werden noch einmal alle Reiseführer ausgepackt und die Orte und Viertel besichtigt, die nur ein längerer Aufenthalt in Shanghai ermöglicht.

Wir haben Qibao besucht, eine weitere Wasser-3Tempel-Streetfood-Altstadt, die sich im Wesentlichen nur durch den beeindruckenderen Tempel von der Altstadt in Jiading unterscheidet. Die kleinen Gassen und alten Häuser sind aber wunderschön und perfekt, um sich darin zu verlaufen.

Was aber auf jeden Fall sehenswert ist, ist das Chongming Dongtan Nature Reserve. Das ist ein Feuchtgebiet, welches sehr an Watt Land erinnert und wunderschöne Ausblicke auf das Meer ermöglicht. Es ist eigentlich nicht wirklich weit entfernt von Shanghai, aber da wir als Studenten auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, dauert es drei Stunden, um dort hin zu kommen.

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Es lohnt sich aber auf jeden Fall, auch wenn wir anfangs etwas geschockt waren von der chinesischen Vorstellung eines „Naturschutzgebietes“. Es war uns klar, dass der explizit 5für Besucher zugängliche Teil mit aus Holz befestigten Wegen erschlossen ist, aber dass alle chinesischen Besucher des Naturschutzparks außerhalb dieser Wege mit langen Stöcken und Fleischködern auf Krebsjagt gehen, hat uns doch verwundert. Sie graben die Erde um und nahmen die noch lebenden Krebse in Plastiknetzten mit nach Hause. Wer das Netz vergessen hat, nimmt eine 6leere Plastikflasche, auch wenn man den Krebsen seine Scheren abbrechen muss, um sie durch die Öffnung zu bekommen.

Nach nur 15 Minuten kommt man auf verlassenere Wege und Aussichtsplattformen. Hier werden keine Krebse gejagt und man kann das Meer und die Natur bewundern. Trotz des windigen und nassen Wetters, haben wir diesen Tag außerhalb der Stadt wirklich genossen.

 

…Die paar Nerds tun schon keinem was. And now we have the salad!

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Eine Woche Silicon Valley, eine Woche Bay Area, eine Woche Innovation, digitaler Zeitgeist und eine ganz andere Welt. Was bleibt? Viele Vergleiche zu Deutschland, eine neue Arbeitskultur und die Angst vor einem Rennen.

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Pingpong steht bei dem Gedanken mit Amerika in sehr starker Verbindung mit roten Bechern. Wer im Silicon Valley war, entwickelt ein neues Bild. Tischtennisplatte gleich Büroinventur. Kein Office kommt ohne aus. Ob als Ablage, als Schlafplatz, als Deko. Irgendwo steht sie. Abenteuerspielplatz oder Arbeitsplatz? Die Frage stellt sich nicht nur im Headquarter von Soundcloud.

Das Rennen um Überleben im digitalen Zeitalter ist fast gelaufen bevor der Rest der Welt es mitbekommen hat. Reales Leben und permanenter Innovationsfluss fusionieren – im Valley stehen Unternehmen schon vor der Zielgeraden

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„Die erste Hälfte des Rennens haben die Amerikaner gewonnen. In der zweiten Hälfte überholen wir sie“ – wie oft wird dieser Satz auf Konferenzen gesagt, um CEOs und deren Mitarbeiter zu beruhigen. Transformationen seien unumgänglich. Im Vergleich zwischen Deutschland und den USA verdichtet sich dagegen die Vermutung, dass das nur noch Schadensbegrenzung ist.

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In Garagen und Studentenwohnheimen hat ein Rennen mit Eco-Businessmodellen begonnen, das so schnell nicht aufgeholt werden kann. „Be the Nerd“ prangert im Büro der Detecon. „Focus on what matters“ heißt es bei LinkedIn auf dem Weg ins Fitness-Studio. Bei einer Runde auf dem Laufband mit Blick auf San Francisco sammeln sich im Kopf neue Ideen.

Brain-Doping auf dem Laufband, beim Flat White vom Barista, bei der Müsli-Station, beim Yoga-Kurs. Es muss nicht LinkedIn im Herzen San Franciscos als Beispiel für den Traum eines jeden Mitarbeiters sein. Evernote, Paypal, das ewige Vorbild Google. So disruptiv deren Ideen im Business sind, so simpel sind die Maßnahmen, die Mitarbeiter bei Laune zu halten. Zugegeben, neben einem Dino und einer lebensgroßen Android-Figur kommt schon wieder mehr der Abenteuerspielplatz hervor. Was aber bleibt, wenn die ewigen Bedenken ausgeblendet werden, die Welt außerhalb des Büros würde vergessen werden, ist ein Mitarbeiter-Konzept das funktioniert.

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Palo Alto ist nicht groß. Es gibt nicht mal eine Bar. Das Party-Leben ist auf Stanford fokussiert. Wer Spaß ohne Studenten haben will, muss bis nach San Francisco fahren – oder geht zur Arbeit. Ein Mikrokosmos, der dem Rest der Welt zeigt, wo es lang geht. Ideen, Innovationen, Größenwahnsinn. Und obwohl das Leben im Valley recht gediegen scheint, bleibt die Welt gedanklich nie stehen.

Wie eine Art Klub der anonymen Arbeitssüchtigen, von denen nur niemand anonym bleibt. Aber wer will das schon. Big Data bleibt das neue Öl. Und Business-Smalltalk unausweichlich in der Kantine oder beim Sport. Oder beim Food-Truck-Festival. Paypal veranstaltet es jeden Mittwoch vorm Konzerngebäude. Gleich um 12 Uhr nach dem Wochenmarkt.

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Der Blick auf das Silicon Valley ist ambivalent. Zum einen ein Mekka. Zum anderen verhasst. Von dort wurde die Welt verändert und Unternehmen in Krisen getrieben. Aber wie AOL-Gründer Steve Case bei seiner Buchpräsentation zu „The Third Wave“ richtig erklärte: „Netflix würde nicht existieren, wenn MTV oder Nickelodeon einen Schritt vorausgedacht hätten.“ Hinterfragen, statt auf der Strecke bleiben: Dein Markt muss maximale Disruption erleben.

Aufgewacht, Deutschland? Wohl noch lange nicht

Der deutsche Mittelstand hat sich auf zu viel Erfolg ausgeruht. Alles drunter kämpft noch oder hat schon längst verloren. Alles drüber schwebt wie in Trance ideenlos in der eigenen Verzweiflung. Wer das Geschäftsmodell seit 30 Jahren und länger nicht verändert hat, feiert sich, statt skeptisch zu werden.

Die Nerds auf den Laufbändern freuen sich. Sie überrunden freudig weiter. Input sammeln, annehmen, umwandeln, skalieren, kontrollieren, gewinnen.

So wie jedes Zeitalter zeichnet sich auch dieses mit neuen Eigenarten und damit mit neuer Kultur aus. Die einen laufen, die anderen schauen zu und haben Angst vor zu viel Risiko, das leider auch gut vorgelebt wird.

Im German Accelerator wird erklärt: „Die Deutschen präferieren eine peu à peu Finanzierung. Im Silicon Valley bekommst du 20 Millionen auf einen Schlag.“ Warum? No Risk, no Party. Das wissen VC’s und sogar der Staat.

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Keineswegs wurde Deutschland komplett abgeschrieben. Ingenieure bleiben beliebt und sind ein Teil des Ganzen. Programmierer liefert Asien. Für Sales, Marketing und Business Development waren die US-Amerikaner schon immer bekannt. Das Beste aus allem. Nur konkret klauen sollte man nicht und in diesem Zusammenhang nie die Namen Samwer und Rocket erwähnen. Auch wenn die Ingenieure ihren Ruf behalten konnten – alles drum herum in Deutschland verliert an Ansehen.

Dabei könnte tatsächlich noch aufgeholt werden. Es dominieren hauptsächlich die Richtungen Messenger sowie Netzwerk- und Kommunikationsapps. Natürlich werden Bereiche wie healthcare nicht völlig ausgeblendet. Konkurrenz könnte allerdings hier eine Chance haben.

Aber selbst Scheitern wäre kein Problem, würde diese deutsche Tugend endlich vergessen werden. Auch im Silicon Valley scheitert man. Noch lange nicht jedes Unternehmen findet Erfolg – lediglich ein minimaler Kreis startet durch. Der Unterschied: Es wird offen darüber gesprochen und neue Chancen verteilt. Lernen aus dem Fail und anderen damit helfen. Schon in Stanford verlaufen Gespräche oft darauf hinaus und werden auf Events thematisiert. In Deutschland redet man lieber über Rocket als übers persönliche Scheitern.

Und was macht der Mensch im Silicon Valley, wenn er sein Büro verlässt? Er ubert sich auf ein Event, trinkt dort Craft Beer, baut sein Netzwerk auf und wird zu nächsten Events eingeladen. Warum auch nach Hause, wenn überall anders der Abenteuerspielplatz wartet.

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Fahrplan der Silicon-Valley-Tour 2016:

Mo: Evernote, Entrepreneurship-Einführung Stanford

Di: German Accelerator, Marketing-Vorlesung Stanford, Osborne Clarke, Virtual Reality-/Augmented Reality-Veranstaltung

Mi: Paypal, Vortrag über Finance im Hacker Dojo, Google, Apple, Buchvorstellung „The Third Wave“

Do: Stanford: Austausch mit Studenten und Campus-Führung

Fr: Soundcloud, Detecon, LinkedIn

 

Twitter: @theresdickmeis

 

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…Peking

Gleich nach der zweiten Unterrichtswoche in Shanghai wollte ich unbedingt Peking sehen. Nachdem alle neu erworbenen Freunde ihre kreativen Reiseideen in einen Topf geworfen hatten und alle sich einig waren „Da will ich auch hin!“, beschlossen wir zusammen nach Peking zu reisen. Das Leben ist zu kurz, um nur daheim zu sitzen – also in Shanghai.
Um am Ende nichts zu verpassen, sind wir an dem ersten längeren Wochenende nach Peking gereist, da wir am Montag keinen Unterricht hatten. Peking ist eine tolle Stadt. Meiner Reisegefährtin hat sie sogar noch besser gefallen als Shanghai.
Gereist sind wir selbstverständlich mit dem Hochgeschwindigkeitszug, welcher für den Peking 2Weg nur 5 ½ Stunden brauchte. Die Fahrt war überraschend einfach und angenehm.
Da wir schon Freitagnachmittag in Peking ankamen, konnten wir an demselben Tag noch den Bell Tower, den Drump Tower und die Altstadt besuchen. Hutong ist wunderschön mit seinen vielen kleinen Bars und Geschäften und erinnert beim Rundgang um den See an eine Gardasee-Atmosphäre.

Am nächsten Morgen haben wir auf eigene Faust die Mauer besucht, was uns in unserem Fall nicht günstiger kam. Am Busbahnhof hatte man uns betrogen, was hier nicht selten vorkommt und generell die Schattenseite von Peking ist – in Shanghai sind alle sehr freundlich und hilfsbereit.
Kaum waren wir in Peking aus dem Zug gestiegen, versuchten sie wieder, uns hinters Licht zu führen. Freunden von uns wurde dabei Falschgeld unter geschoben, bei uns haben sie es nur versucht. Vor allem beim Taxifahren sollte man vorsichtig sein.
Für eine Freundin von mir hat sich die Eigenerkundung allerdings gelohnt: Anstatt der 200 Yuan, die man für eine Tour zahlt, hat sie nur 20 Yuan für Fahrt und Eintritt gezahlt (Studentenausweis immer herzeigen, es kostet ja nichts zu fragen). Aber auch den hohen Preis war die Mauer auf jeden Fall wert.

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Ich kann es nicht beschreiben, weder mit Worten noch mit Bildern. Man muss sich einfach selbst auf die Zinnen stellen und den Wind in den Haaren spüren, während man auf wilde chinesische Berge schaut.

Es ist schon anstrengend, die vielen Stufen hinauf und wieder hinunter zu steigen, vor allem, weil viele schief, steil oder gleich beides sind. Man schafft aber immer wieder sehr weite Strecken, ohne es wirklich zu bemerken, da man immer wieder neue Aussichten bewundert und neue Blickwinkel auf das Land erhascht. Meiner Meinung nach ist nichts so beeindruckend, wie dieses alte Bauwerk.

Peking 4Am Sonntag haben wir den Tempel of Heaven besichtigt. Er ist schon schön, aber das ist auch alles. Wer wenig Zeit hat, sollte den auf jeden Fall auslassen, denn er ist eher touristisch und künstlich als spirituell. Der Lama Tempel, den wir am selben Tag noch besuchten, war sehr viel beeindruckender. Man konnte auch in die Gebetsstätten hinein und sich dort Statuen und Bildnisse ansehen. Die Menschen dort sind keine Touristen, wie im Tempel of Heaven, sondern Gläubige. Überall riecht man die geopferten Räucherstäbchen und in jedem neuen Winkel findet man einen Altar mit neuen unbekannten Göttern. Am schönsten und beeindruckensten ist für mich jedes Mal wieder die Darstellung der drei goldenen Sonnen-Buddhas mit blauem Haupt. Diese Darstellung zeigt mir so viel über den Glauben und die Menschen, über ihr ganzes Weltbild. Ich würde sie sogar der riesigen, aus einem Baum geschnitzten Buddha Statue im Hauptgebäude vorziehen. Die Maitreya Buddha Statue ist 18 Meter hoch und war ein Geschenk des siebten Dalai Lama an den damaligen Kaiser von China. Sie ist so groß, dass sie eigentlich nicht auf ein Foto passt^^

Der Montag gehörte zur Hälfte der verbotenen Stadt und zur anderen Hälfte der Heimreise. Die verbotene Stadt ist es auf jeden Fall Wert, sie zu sehen. Man sollte früh da sein, um nicht in Chinesenmengen zu ertrinken und sich auf jeden Fall etwas zu Essen mitnehmen, da man sich dort nichts kaufen kann.

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Die ersten großen Paläste sind sehr beeindruckend und die Menschenmassen schaden dem Ort nicht so, wie sie den Tempeln ihren Spirit nehmen. Alleine an der Architektur sieht man, dass diese Gebäude hauptsächlich zum Bestaunen gebaut wurden.
Dem Yu Garden haben die Menschen seine innere Ruhe genommen, doch die verbotenePeking 6 Stadt scheint wie dafür geschaffen. Ich fand sogar den Palastgarten der verbotenen Stadt schöner als den Yu Garden. Auch hier wieder, weil er wie dafür gemacht schien, viele Menschen zu beherbergen, ohne seine Wirkung zu verlieren. Vielleicht habe ich mich aber auch einfach in der Zwischenzeit daran gewöhnt.
Das Schönste war das Wandern in den kleinen Nebengassen, in denen „unwichtigere“ Adelige und Berater gewohnt haben. Die Museen waren ihren Eintritt allerdings nicht wert, auch wenn der nur 1,30€ betragen hat. In Deutschland sind wir an wunderbare Ausstellungen und tolle interaktive Museen gewöhnt. Außerdem ist in jedem noch so kleinen deutschen Dorf, in dem irgendeine Mühle zur Besichtigung steht, die Erklärung auf Englisch und auf Deutsch geschrieben. Doch in der verbotenen Stadt, dem sichtigsten Wahrzeichen der Hauptstadt Chinas, ist das nicht der Fall. Peking 7
Die Heimreise war anstrengend, aber auch so angenehm wie möglich und angesichts meiner noch auf mich wartenden Englisch Hausaufgaben, erschien mir die Fahrt sogar etwas zu kurz. 😉