Archiv der Kategorie: …Integriertes Auslandssemester Sydney

Let’s make the most of it!

Nachdem auch die letzten Prüfungen endlich Anfang November geschafft waren, fühlte es sich schon ein wenig komisch an, auf einmal einen so leeren Terminkalender zu haben. Wie sollte ich denn nun die vielen Stunden füllen, die ich zuvor mit Vorbereitungen für die Uni verbracht habe? Was für eine Frage: mit Partys natürlich! Und davon gibt es in einer Stadt wie Sydney eine ganze Menge. Vor allem der Stadtteil New Town ist übersäht mit unzähligen Kneipen und Bars, in denen man seinen Abend gemütlich ausklingen lassen kann. Wer jedoch richtig ausgehen möchte, dem würde ich Mittwochs das Scary Canary empfehlen. Dort wird nämlich jede Woche eine Silent Disco veranstaltet, bei welcher nicht wie üblich die Musik über Boxen gespielt wird, sondern jeder Besucher seine eigenen Kopfhörer erhält und zu seiner Lieblingsmusik tanzen kann. Für Leute, die sich mehr von elektronischer Musik begeistern lassen, ist der Club S.a.s.h. genau das Richtige. Dort gibt es jeden Sonntag eine Nachmittagsveranstaltung, bei der es sich die Besucher in einer Outdoor-Area mit einem großartigen Ausblick über die Hochhäuser Sydneys gut gehen lassen können. Mein persönliches Highlight bezüglich Partys war jedoch die Defqon 1 – ein jährliches Hardstyle Festival in Sydney – bei dem sich alle Besucher verrückt verkleiden und bei dem es einem bereits bei der Bühnengestaltung den Atem verschlägt.

 

Nach einigen Wochen, in denen ich meine frisch erlangte Freiheit ausgiebig zelebrierte, drängte sich mir jedoch der Gedanke auf, dass ich meine verbliebene Zeit hier jedoch auch noch ein wenig sinnvoller nutzen sollte. Kurzerhand brachte ich meinen englischen Lebenslauf auf den neusten Stand und bewarb mich für verschiedene Studentenjobs in der Umgebung … und Volltreffer! Gleich beim ersten Bewerbungsgespräch bei einer Sales-Agentur hatte es geklappt. Meine verbliebenen eineinhalb Monate bis zum Ablauf meines Studenten Visas Mitte Januar würde ich auf den Straßen Sydneys als Fundraiser für die Organisation Mission Australia verbringen. Meine Aufgabe war es, Menschen auf der Straße anzuhalten, über die Missstände bezüglich Obdachlosigkeit und häuslicher Gewalt in Australien zu informieren und nach einer Spende für den guten Zweck zu bitten. Die Arbeit hat mir wirklich große Freude bereitet, da ich wahnsinnige viele Kontakte mit Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern knüpfen konnte und zudem durch den ständigen Dialog mein Englisch zusätzlich verbessern konnte. (Das zusätzliche verdiente Kleingeld war natürlich auch von Vorteil).

 

Neben der Arbeit wollte ich jedoch in meinen letzten Wochen in Australien natürlich auch noch etwas von dem Land mitnehmen. Daher hatte ich über den Zeitraum von Sylvester bis kurz vor meinem Rückflug einen Roadtrip an die Gold Coast im Campervan mit meinen Freunden geplant.

 

Mein erstes Sommer-Weihnachten so weit weg von zuhause hatte ich zuvor schon mit einen besten Freunden im Rahmen einer kleinen Pool-Party verbracht und sehr genossen. Zwei Tage vor Neujahr ging es also zu sechst im Van los – erstes Ziel: Byron Bay. Ich hatte Byron Bay zwar zuvor schon im Rahmen meiner Student Vacation in der Mitte des Semesters besucht, mein zweiter Besuch dort hatte sich jedoch sehr gelohnt, da der Flair der kleinen Hippie Stadt am Strand wirklich unglaublich ist.

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Weihnachten am Pool

Da in der Zeit um Neujahr in der Umgebung von Byron viele Festivals angesagt sind und wir uns das natürlich auch nicht entgehen lassen wollten, entschlossen wir uns Sylvester auf dem Falls Festival zu verbringen – was sich als eine sehr gute Entscheidung heraus stellte!

 

Die verbliebenen Tage des Roadtrip verbrachten wir vor allem in der Natur. Jeden Tag haben wir ein neues kleines Paradies für uns entdeckt und dabei war jedes mal ein Wasserfall schöner als der andere.

 

Völlig geschafft und glücklich am Ende des Trips fuhren wir zurück nach Sydney, wo ich mich so langsam auch auf meinen Abschied vorbereiten musste. Der Gedanke alleine brach mir bereits das Herz. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass mir die letzten sechs Monate hier so viel Spaß machen würden und ich fühle mich wie ein komplett neuer Mensch. Das Einzige was mir jetzt noch bleibt, ist die Hoffnung nach Vollendung meines Studiums zurück nach Australien kommen zu können. Ich lege jedem, der sich momentan noch unsicher ist, ob Sydney die richtige Entscheidung für ihn ist, ans Herz sich auf dieses unglaubliche Abenteuer einzulassen – ich würde es sofort noch einmal tun!

 

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Great things never came from comfort zones

Welcher Zeitpunkt wäre wohl besser über den Lernaufwand an der UTS zu berichten, als jetzt gerade, wo endlich meine Prüfungsphase vorbei ist? Aber warte mal, das stimmt ja gar nicht so. So etwas wie eine Prüfungsphase gibt es ja hier gar nicht – genau genommen ist immer Prüfungsphase. Ich will es ja gar nicht  so dramatisch darstellen, das Uni-System hier hat wirklich sehr viele Vorzüge, auf die ich hier auch noch genauer eingehen möchte. Es sei jedoch bereits gesagt, dass der Lernaufwand hier jedoch schon wirklich enorm – verglichen mit zuhause – ist.

Die ersten Wochen ist einem das jedoch nicht nicht einmal so bewusst. Man geht fleißig in alle Vorlesungen (4 pro Woche) und bereitet penibel alle Aufgaben für die Tutorien vor, die auch 4 mal die Woche stattfinden. Ja richtig gehört, das ist schon mal der erste große Unterschied zu Deutschland. Es gibt hier neben den Vorlesungen zusätzlich Tutorien (deren Besuch verpflichtend ist), in denen das Thema der Vorlesung noch einmal aufgegriffen wird und für die es wöchentlich Aufgaben zu bearbeiten gilt. Das wird hier zwar nicht von allen Studenten so ernst genommen, wenn man jedoch bedenkt dass die Tutoren die Noten für die Präsentationen vergeben und großen Wert auf die Vorbereitung legen, dann sollte man diese „Hausaufgaben“ doch eher ernst nehmen. Typischerweise gibt es hierzu einen oder zwei Artikel zu lesen und dazu Fragen zu beantworten. Die Themen der Texte sind wiederum relevant für die Essays, die es zu verfassen gilt.

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Sehr erleichtert nach meiner ersten Präsentation

Pro Semester gilt es in jedem belegten Fach drei unterschiedliche Formen von Leistung zu erbringen. Da ich vier Fächer belege (Management Consulting, Managing People & Organisations, Intercultural Communication und Understanding Organisations) bedeutet das für mich, insgesamt 12 „Prüfungen“ pro Semester. Hört sich nach viel an? – ist es auch!

Eine Prüfungsform in jedem Fach ist ein Gruppenprojekt. Das ist einer der großen Vorzüge der UTS. Übung in Gruppen zu arbeiten ist für später im Berufsleben unglaublich wichtig, da in der heutigen Arbeitswelt zunehmend mehr Aufgaben auf Projektgruppen beruhen. Das hat die UTS erkannt und fördert daher die Teamfähigkeit ihrer Studenten extrem. Mit vier Projektgruppen gleichzeitig sind jedoch Konflikte vorprogrammiert und es ist eine Menge Kompromissbereitschaft gefragt. Den Unterschied hier machen jedoch die Studenten. Die Gruppentreffen sind sehr effektiv, zum gemeinsamen Arbeiten wird GoogleDocs genutzt (ein Programm bei dem jedes Gruppenmitglied an einem gemeinsamen Dokument arbeiten kann) und jeder der Studenten leistet seinen Beitrag. Das reduziert den individuellen Workload schon gewaltig.

In zwei Fächern (Managing People & Organisations und Understanding Organisations) gilt es eine Abschlussprüfung abzulegen, wie man es bereits von daheim kennt. Jedoch handelt sich dabei einmal um eine Multiple Choice Prüfung und zum anderen um ein Open Books Exam (Das bedeutet die Lernunterlagen dürfen mit in die Prüfung genommen werden). Das senkt auch noch einmal den Stresspegel. Die anderen Leistungen sind in Form von Essays oder individuellen Erfahrungsberichten zu erbringen, die bezüglich Umfang jedoch deutlich kürzer sind als die altbekannten Hausarbeiten. Viele dieser verfassten Arbeiten müssen zudem in den Tutorien vor den anderen Studenten präsentiert werden. Die häufige Übung vor Publikum zu sprechen, zählt auch zu einem der großen Vorzüge der UTS, da man somit seine Präsentations-Skills für später schon einmal trainieren kann.

Alles in allem ergibt sich aus den Gruppentreffen, Präsentationen, Essays, Vorlesungen und Tutorien ein ziemlich voller Wochenplan ohne viel Zeit zum Durchatmen. Jedoch konnte ich selten so viel aus einem Semester mitnehmen wie aus diesem, insbesondere auch bezüglich meiner „Soft Skills“. Die UTS ist sich außerdem dem ganzen Arbeitsaufwand der Studenten bewusst und versucht diese bestmöglichst mit verschiedenen Angeboten zu unterstützen. Beispielsweise gibt es in der Bibliothek eine Green-Area, welche 24 Stunden geöffnet ist, in der man es sich zum Lernen gemütlich machen und sogar duschen kann. Sollte man Probleme mit einem Essay haben, gibt es außerdem noch UTS Helps. Das ist ein kostenloser Support Service der Uni, bei dem man sich zu einen Termin anmelden kann und der einem bei kleinen und größeren Schwierigkeiten mit Rat und Tat zur Seite steht.

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Green Area in der Bibliothek

The best surfer out there is the one having the most fun

Wie immer viel zu spät renne ich mit meinem, in letzter Minute zusammengepackten Rucksack über den Schultern und meinem besten Freund – einem jordanischen Exchange Studenten – an der Seite zu dem Bus, der uns zum Surf Camp Australia, welches im wunderschönen Gerroa gelegen ist, bringen soll. Gerade noch rechtzeitig erreichen wir den Bus, um den sich schon viele UTS Studenten versammelt haben und können gerade noch so einen Sitzplatz nebeneinander ergattern.

 

Nach 2 Stunden endlich angekommen werden wir auch schon von unseren Surflehrern in Empfang genommen und in einem kleinen Vortrag über den Ablauf der nächsten Tage informiert und auf unsere Bungalows verteilt.

Wenn man in einer internationalen Stadt wie Sydney und noch dazu in einem UTS Wohnheim lebt, kommt man nicht allzu häufig in Kontakt mit „richtigen“ Australiern. Man ist quasi die ganze Zeit von Internationals umgeben, was seine Vor- und Nachteile haben kann. Für mich persönlich war es am Anfang einfacher Englisch mit Internationals zu sprechen, da auch der Gesprächspartner nicht fehlerfrei sprechen kann und somit auch nicht jeden Fehler meinerseits hören kann. Andererseits lohnt es sich, wirklich auch Kontakt mit Australian zu suchen, da sich ihre freundliche, offene Art und positive Lebenseinstellung wirklich gegenüber anderer Kulturen abzeichnet, auch wenn der Australische-Akzent manchmal ein wenig schwierig zu verstehen ist. Die Surflehrer im Surf Camp Australia entsprechen jedenfalls genau dem Bild, wie man sich typische Australier vorstellt. Lockige, blonde Haare, Badeshorts und eine unglaublich lockere und lustige Art. Auch nach dem Surfcamp hatte ich noch mit vielen der Surflehrer sehr guten Kontakt und sogar einen gemeinsamen Roadtrip unternommen.

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Roadtrip mit meinen neuen australischen Freunden

Als am nächsten Tag um 6 Uhr in der früh der Wecker klingelt, bin ich von dem Vorhaben Surfen zu lernen gar nicht mehr so überzeugt. Doch da die sieben Anderen, mit denen ich mir ein Bungalow teile, anfangen sich fertig zu machen, rolle ich mich mit größter Überwindung auch aus meinem Bett. Nach einer kleinen Stärkung am Frühstücksbuffet geht es auch schon in den Wetsuit – Oh mein Gott ist das eisig kalt. Im Gänsemarsch marschieren wir zu Strand, wo uns im Trockenen erst einmal die Basics erklärt werden. Nachdem diese sitzen, gehts auch schon ins Wasser. Oh mein Gott – das ist ja noch 10x schlimmer als der nasse Wetsuit – und damit soll ich jetzt die nächsten 3 Stunden überstehen? Die Wellen sind stark und auch die Kälte wird mit der Zeit nicht besser, doch nach einigen Anläufen gelingt es mir tatsächlich das Surfboard zu erklimmen. Wenn man tatsächlich einmal auf dem Brett steht, dann ist das Gefühl wirklich unbeschreiblich. Man vergisst alles um sich herum (auch die Kälte) und fühlt sich für einen leider viel zu kurzen Moment komplett frei – im Blick nur die Küstenlinie.

 

Am Ende der ersten Surf-Stunde bin ich so erledigt, dass ich gerade noch so in der Lage bin, mein Surfboard zurück zu bringen und fühle mich sehr zufrieden mit meiner Leistung. Hätte ich gar nicht gedacht, dass ich mich tatsächlich auf dem Brett halten könnte. Den Abend lassen wir in einem Pub nahe dem Surfcamp ausklingen und die zweite Surfstunde am nächsten Tag läuft sogar noch viel besser als die Erste.

Meiner Meinung nach sollte jeder, der die Chance bekommt nach Australien zu reisen, diese Erfahrung mitnehmen. So schwierig kann surfen auch gar nicht sein, da sogar ich es einigermaßen meistern konnte.

Tipp: Wer gerne ein Surfwochenende buchen möchte, sollte bei den Einführungsveranstaltungen der UTS gut aufpassen – dort gibt es meistens super Rabatte.

Time to get started !

Heute geht es tatsächlich los: mein erster Tag an der UTS. Ich betrete Building 1, den UTS-Tower, (welcher übrigens zum „ugliest building“ in Sydney gewählt wurde) und mache mich auf die Suche nach der „Great Hall“, in der meine erste Orientation Week Veranstaltung stattfinden wird. Wie es für mich typisch ist, verlaufe ich mich natürlich als erstes. Es dauert jedoch keine zwei Minuten bis jemand meine orientierungslosen Blicke bemerkt und mir seine Hilfe anbietet. In diesem Moment bin ich sehr überrascht über diese Freundlichkeit, ich werde jedoch in den nächsten Wochen noch feststellen, dass es hier üblich ist, dass jeder hier zuvorkommend und hilfsbereit ist. Es scheint fast so, als ob die Leute hier nur warten würden, nach dem Weg oder etwas anderem gefragt zu werden.

Nach diesen kleinen Startschwierigkeiten betrete ich die große Halle und bin begeistert: der Raum ist wirklich unglaublich. Allein die Decke ist ein Kunstwerk für sich. Nachdem auch die übrigen Studenten ihren Platz gefunden haben, gehen die Lichter aus und die Veranstaltung beginnt. Als kleine Einstimmung auf unsere Zeit in Australien tritt als erstes eine Gruppe Aboriginals auf, die uns ihre traditionelle Musik auf ihren Didgeridoos vorspielen und dazu tanzen. Die Musik ist zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber der Auftritt ist wirklich gelungen, insbesondere als auch die Zuschauer zu einem gemeinsamen Tanz auf die Bühne gebeten werden.

Nachdem die Vorführung vorbei ist, betritt ein sehr langweilig wirkender Professor die Bühne. Er trägt Schnauzbart und Brille und spricht mit einem starken britischen Akzent. Er stellt sich als Leiter der Forschungsabteilung vor und beginnt seinen Vortrag über all die neuen Erfindungen und Entdeckungen, die an der UTS gemacht wurden, eine spannender und fortschrittlicher als die andere. Das Innovativste von allen: der Universität ist es gelungen, eine Kontaktlinse zu entwickeln, die quasi wie ein Smartphone die Umgebung abscannen kann und durch zweimaliges Zwinkern Informationen zu dem Gebiet anzeigen kann, in dem man sich gerade aufhält. Das Ganze wird unterstützt durch viele verschiedene Bilder zu Aufbau und Funktionsweise der Linse. Er erklärte uns, dass es bereits ein ähnliches Projekt in Stockholm gibt und dass sich das Projekt der UTS im Moment noch in der Beta-Testphase befindet. Als der Professor nach Freiwilligen frägt, die die Linse gerne testen würden, heben beinahe alle Studenten die Hand, mich eingeschlossen. Plötzlich gehen die Lichter auf der Bühne aus und jemand beginnt mit leuchtenden Bällen zu jonglieren. Als die Lichter wieder angehen sehe ich, dass es der merkwürdig wirkende Professor ist, der mit den Bällen jongliert, mit der kleinen Ausnahme, dass er sich äußerlich sehr verändert hat. Schnauzbart und Brille sind verschwunden und auch den britischen Akzent hat er abgelegt. Er erklärt, dass er uns die ganze Zeit auf den Arm genommen hat und auch das Projekt komplett erfunden war. Mir ist es ein wenig peinlich, dass ich ihm tatsächlich die Geschichte abgenommen habe, aber ab diesem Moment hat er unsere volle Aufmerksamkeit und das Publikum ist begeistert. Anschließend erklärt er uns auf eine lustige Art und Weise, wie das Leben hier funktioniert. Nicht nur die üblichen Regeln, auch Themen wie Alkohol und sexuelle Belästigung werden offen angesprochen. Es ist wirklich eine sehr moderne und effektive Art uns auf die Gefahren aufmerksam zu machen und wirklich zum Zuhören zu bewegen. Nachdem diese erste Veranstaltung vorbei ist, bin ich fast ein wenig enttäuscht, ich hätte auch noch länger zuhören können.

Neben dieser Veranstaltung besuchte ich noch viele weitere, wie zum Beispiel „Secrets of Success“ oder „How to write an Essay“. Auch Touren über den Campus und die Bibliothek werden angeboten. Man musste sich zwar zuvor für die verschiedenen Veranstaltungen online anmelden, ich habe jedoch auch viele Events, die sich interessant angehört haben, ohne Anmeldung besucht. Beinahe alle davon waren sehr hilfreich und spannend und ich kann jedem von euch nur ans Herz legen, so viel wie möglich von den Orientation Weeks mitzunehmen. Bei den Veranstaltungen wird ein sehr großer Wert auf Mitarbeit gelegt und die Studenten werden mit verschiedenen Anreizen dazu motiviert. In einem Event wurde beispielsweise ein IPad an die Person verschenkt, die sich dazu bereit erklärt hat, eine Frage auf der Bühne zu beantworten. (Also aufgepasst, Mitmachen lohnt sich hier wirklich).

Aufgrund der vielen Veranstaltungen war mein Terminkalender in der ersten Woche ziemlich voll. Doch auch jetzt schon beginnen die ersten Lectures (Vorlesungen), die Tuturials bleiben uns jedoch in der ersten Woche noch erspart. Ich belege insgesamt vier Kurse: „Managing People and Organizations“, „Understanding Organizations – Theory and Practice“, „Management Consulting“ und „Intercultural Communication“, über die ich in meinem nächsten Blog noch mehr berichten werde.

Ich habe sehr viele neue Eindrücke in dieser ersten Woche gesammelt und auch schon die ersten Freundschaften geschlossen. Dennoch wird es noch eine Weile dauern, bis ich mich richtig eingelebt habe und zurechtfinde. Da ich mich bisher beinahe immer auf der Suche nach Gebäuden verlaufen habe, hat mir einer meiner Kommilitonen hier einen super Tipp gegeben: die Lost On Campus App. Mit dieser App kann man nach den verschiedenen Gebäuden der UTS suchen und wir auf den schnellsten Weg dorthin navigiert. Seitdem nutze ich sie fast täglich und komme immer an meinem gewünschten Ziel an.

Am Ende der Woche habe ich mich entschlossen, mit ein paar Freunden an den Bondi Beach zu fahren. Bisher habe ich ausschließlich die Großstadt gesehen und bin wirklich gespannt, endlich das offene Meer zu sehen. Wir sind extra um fünf Uhr in der früh aufgestanden um den Sonnenaufgang beobachten zu können und trotz großer Müdigkeit hat es sich wirklich gelohnt. Als ich mit geschlossenen Augen am Strand liege während die Sonne langsam über den Felsen aufgeht, fühle ich zum ersten Mal, dass ich tatsächlich in einem anderen Land angekommen bin. Im Moment ist es noch relativ kalt, vor allem wegen dem starken Wind, aber ich bin mir sicher, dass ich im Sommer sehr viel Zeit hier verbringen werde. In den kommenden Wochen haben wir außerdem Ausflüge nach Byron Bay und in die Blue Mountains geplant, die ich in meinem nächsten Einträgen ausführlich beschreiben werde.

Bis zum nächsten Mal !

 

Das Abenteuer beginnt!

Wow, heute ist es tatsächlich so weit. Es geht los in Richtung Sydney. Ich bin überrascht, als das Kribbeln in meinem Bauch immer heftiger wird. Eigentlich habe ich mich die letzten Wochen und Monate sehr viel mit meinem Auslandssemester in Sydney beschäftigt und auch die Zusage der UTS sowie das Abflugdatum waren schon relativ lange bekannt. Dennoch steigt die Aufregung in mir immer mehr an. Auf dem Display im Flugzeug sehe ich, welche Strecke ich noch zurücklegen muss, bis ich endlich an meinem Ziel ankommen werde: Australien! Für mich geht es von München nach Abu Dhabi, von dort aus nach Brisbane und anschließend endlich zum Flughafen Sydney. Doch bis dahin liegen noch 26 lange Stunden Flug vor mir.

Seit ich an der Hochschule Fresenius begonnen habe zu studieren, war es mein Traum, ein Semester im Ausland zu verbringen. Jetzt, wo ich so kurz davor stehe, mischt sich die Freude und Aufregung trotz alledem mit ein wenig Kummer. Nicht etwa, weil ich traurig bin von zuhause weggehen zu müssen. Ganz im Gegenteil, ich denke es ist wirklich wichtig, so viele neue Eindrücke von der Welt zu sammeln, wie es nur geht. Insbesondere wenn sich einem eine derartige Möglichkeit eröffnet. Nein, ich bin ein wenig bedrückt, weil diese tolle neue Erfahrung gleichzeitig bedeutet, vier lange Monate von meinem Freund getrennt zu sein, den ich in den letzten drei Jahren beinahe jeden Tag um mich hatte. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass alles gut gehen wird und Distanz die Liebe nur stärker macht.

Ich bin übrigens Ann-Kathrin und bevor ich meine heutige Reise angetreten habe, habe ich am Standort München Wirtschaftspsychologie studiert. Ich nehme euch in den nächsten vier Monaten mit auf mein Abenteuer in Sydney und teile meine Eindrücke mit euch.

Nachdem ich endlich zusammen mit drei anderen Mädchen von meinem Standort am Flughafen in Sydney angekommen bin, geht es mit dem Taxi in Richtung Wohnheim. Normalerweise wird von der UTS in den ersten Tagen ein Shuttle-Service vom Flughafen aus angeboten. Da wir dort aber erst um halb 11 abends angekommen sind, war es dafür leider zu spät. Während der Taxifahrt schaue ich aus dem Fenster und versuche zu realisieren, dass ich nun tatsächlich in Australien bin. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich das wirklich verarbeitet habe und auf den ersten Blick sieht die Stadt gar nicht so anders aus wie zuhause. Es ist nur leider viel kälter. Aber das ist natürlich nichts Ungewöhnliches, schließlich ist  im Moment Winter in Australien und im Vergleich zu dem Winter in Deutschland ist es hier noch relativ warm. Am Wohnheim angekommen bekomme ich die Karte für meine Apartment (Ja richtig, Schlüssel gibt’s hier nicht. Generell ist alles sehr modern hier.) Ich lebe ab jetzt im Wohnheim Gumal Ngurang in einem mixed 4-shared Zimmer, das heißt ich teile mir mein Apartment mit einem anderen Mädchen und zwei Jungs. Der Name des Wohnheims ist in aboriginal und bedeutet so viel wie freundlicher Ort.

Als ich das erste Mal die Tür meines Apartments öffne, bin ich begeistert: Es fühlt sich sofort an wie mein neues Zuhause. Ich sehe mich um und beginne meine Room-Tour durch meine neue Wohnung.

Der erste Raum ist unser Wohnzimmer und unsere Küche zugleich. Wir haben ein Sofa, Stühle, einen Tisch und einen Fernseher. Sofort schießt mir ein Bild von zukünftigen gemeinsamen Abendessen und Filmeabenden mit meinen neuen Flatmates durch den Kopf. In der Küche steht eine Küchenzeile mit Herd und Mikrowelle und ein Kühlschrank. Um alles Übrige, wie Besteck, Teller, Pfannen usw., muss man sich selbst kümmern. Es gibt jedoch in den ersten Tagen die Möglichkeit, diese Dinge im Eingangsbereich des Wohnheims zu ergattern, da viele Studenten ihre Sachen nach Ende des Semesters nicht mehr brauchen und ihren Nachfolgern umsonst zur Verfügung stellen. Man sollte jedoch schnell sein, da die besten Dinge auch am schnellsten weg sind. Am Ende des Apartments befinden sich eine Toilette und ein Badezimmer mit einer Dusche, welche ich mir mit meinen Mitbewohnern gemeinsam teile.

Jetzt wird es spannend. Ich öffne zum ersten Mal die Tür zu meinem Zimmer. Dort finde ich mein Bett, (nur Gestell und Matratze. Es empfiehlt sich gleich an der Rezeption nach Bettzeug zu fragen oder welches im Shopping Center zu kaufen, da ansonsten die erste Nacht sehr kalt werden dürfte.). Außerdem habe ich einen großen Kleiderschrank mit riesigem Spiegel, einen Schreibtisch und ein kleines Regal. Es ist nicht luxuriös, aber insgesamt sehr schön und ich bin mir sicher, dass es sich hier gut leben lässt.

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Nachdem ich mein Zimmer erkundet habe, fahre ich mit dem Aufzug in das oberste Stockwerk des Gebäudes, da mir bei meiner Ankunft gesagt wurde, dass es hier geniales Rooftop geben soll. Auch hier werden meine Erwartungen nicht enttäuscht. Das ganze Stockwerk ist ein Aufenthaltsraum für die Studenten. Es gibt einen Billiardtisch, Couchen, einen Spielautomaten und sogar eine kleine Küche. Zudem befindet sich hier ein Raum mit Waschmaschinen und Trocknern für unsere Wäsche. Das Beste erwartet mich jedoch, als ich auf die Dachterrasse gehe: ein riesiger Außenbereich mit Sitzmöglichkeiten, eigenen Fitnessgeräten und einem atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und das UTS Broadway Building. Ich betrachte das riesige Gebäude und mich überkommt ein wenig das Gefühl von Stolz. Es ist schon etwas Besonderes, jetzt ein Teil dieser riesigen Organisation sein zu dürfen.

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Zurück in meiner Wohnung erwartet mich die nächste positive Überraschung, als ich meine Mitbewohner treffe. Alle drei kommen aus unterschiedlichen Ländern und wir verstehen uns auf Anhieb super. Wir sind eine Polnisch-Mexikanisch-Japanisch-Deutsche-WG und das ist wirklich ein glücklicher Zufall, da wir somit alle gezwungen sind, uns in Englisch zu verständigen. Alle hier sind neu und somit sehr offen neue Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen. Ich bin darüber sehr erleichtert, da ich mir schon ein wenig Sorgen gemacht habe, wie meine Mitbewohner wohl sein werden und ob wir uns gut verstehen werden. Ich glaube jedoch, dass es anfangs den meisten hier so ergeht und am Ende meines ersten Tags, ist diese Sorge bereits vergessen. Morgen starten die Orientation Weeks. Das ist die UTS-Version der „Ersti-Wochen“ und dient dazu, dass sich die neuen Studenten kennlernen und sich in der Uni zurecht finden. Ich bin gespannt, was mich dort erwarten wird und werde euch darüber in meinem nächsten Blog auf dem Laufenden halten.

See you !

 

 

Letzte Woche in Sydney: Praktikum bei einem Fernsehsender

In meinem letzten Blogeintrag geht es um meine Erfahrungen beim Channel Seven, einem privaten Fernsehsender in Sydney. Ich hatte die Möglichkeit, eine Woche bei der Morning Show zu sein.

Wir internationale Studenten können einen Monat länger nach dem Semester bleiben. Neben Reisen können wir auch ein wenig Geld verdienen oder Praktika machen. Die UTS bietet mit dem Career Service Unterstützung bei der Suche nach Stellen und hilft mit dem Gestalten des Lebenslaufes. Ich habe während des Semesters die meisten Möglichkeiten dazu genutzt; ich war bei Workshops und Events, um Kontakte zu knüpfen und einen Eindruck vom Arbeitsleben hier zu bekommen.

Der Kontakt zum Seven Network ist über einen Dekan der UTS entstanden, den ich auf einer Messe angesprochen hatte. Danach ging alles sehr aussie-style: eine Mail und dann direkte Zusage, ganz entspannt. Ich sollte mich einfach eine Woche vor Beginn nochmal melden. Ich bin bei der Produktion der Morning Show gelandet, eine tägliche Talkshow, die zum großen Teil aus kommerziell-gesponserten Clips besteht.

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In Australien gibt es öffentlich-rechtliche  (ABS, SBS) und private Sender (Channel Seven, Channel Nine, Channel ten). Channel Seven oder auch Seven Network ist ein privater Sender, mit Studios in (fast) allen Städten hier. In Sydney befindet sich das Büro im CBD, am Martin Place. In diesem Bereich der Stadt sind viele internationale Banken, Versicherungen, Consulting Firmen etc. Das heißt: sehr beschäftigte Anzugträger und -trägerinnen. Eine gnaz andere Atmosphäre als in Central und Ultimo (UTS/ Housing) oder den anderen Suburbs.

Seven Network hat ein Studio, dieses wird im Minutentakt umgebaut für die verschiedenen Segmente der Sendungen. Es herrscht große Routine: Verschieben der Hintergründe, Kameras, Moderatorentische und -stühle, Lichtstimmungen und Dekorationen; Gäste kommen und gehen, haben ihren ca. 5 minütigen Auftritt vor der Kamera, es werden Bilder für Social Media gemacht und immer so weiter.

Meine Woche sah so aus: morgens saß ich mit in der Regie und konnte die Abläufe und Kommunikation beobachten; es war interessant, denn die Stimmung änderte sich sehr schnell, je nachdem wie „wichtig“ die Gäste waren oder wenn die Abläufe verschoben wurden. Danach nahm ich am Meeting für den nächsten Tag teil, in dem die Redakteure den Moderation und dem restlichen Team die Gäste und Fragen vorstellten. Nach der Mittagspause (sehr viele Möglichkeiten, gut zu essen, denn  Martin Place unterbaut mit vielen Restaurants und Cafés) half ich bei der Recherche für kommende Stücke.

Die Kommunikation im Team ist sehr routiniert, jeder hat feste Verantwortungsbereiche. Die Atmosphäre war sehr familiär, alle arbeiteten schon lange zusammen, sie sprechen in den Abkürzungen und Insidern. In der Regie wird ständig gesprochen („10 seconds left“, „wrap – hard wrap!“ wenn die Moderatoren zu lange reden); die Regisseurin gibt Anweisungen, welche Kamera on Air geht, Bildmischerin drückt die Knöpfe. Andere sind verantwortlich für das Einhalten der Zeit, Recherche von News oder Formulieren der Texte. Zeitdruck steht im Vordergrund, denn die Sendung ist um die gesponserten Clips und zusätzliche Werbeunterbrechungen aufgebaut. In Werbepausen wird umgebaut oder voraufgezeichnet.

Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit für dieses kurze Praktikum hatte und einen Einblick in das Aussie-Fernsehen bekommen habe. Jetzt geht es ans Packen, denn nächsten Dienstag müssen wir ausziehen.

Naja, jetzt heißt es für uns alle, Abschied nehmen und weiterziehen. Wir sind alle ganz traurig, denn wir hatten eine tolle Zeit, unglaubliche Erfahrungen in einem tollen Land, einer einzigartig schönen Stadt und einer Uni, die sehr viele Möglichkeiten bietet.

Goodbye mates,

Thea

P.S.: Das Beitragsbild ist am Bondi Beach entstanden. Es ist momentan „Wal Saison“. Wenn man an der Küste langläuft, kann man oft Wale und Delphine beobachten. Tipp: nach Hubschraubern und den Whalewatching Booten Ausschau halten. Es wird gemunkelt, dass ein weißes Walkalb mit Mutter hier unterwegs ist.

 

UTS-TBL and Berry Landcare

G’day mates! Ich war ein Wochenende im ländlichen Australien unterwegs und habe wunderschöne Landschaften gesehen. Gemeinsam mit dem UTS-Club The BigLift (TBL) und 20 Studenten sind wir in den Süden Sydneys gefahren, um Bäume zu pflanzen im Rahmen eines Freiwilligen Projektes.

Berry ist ein süßer kleiner Ort, mit gefühlt mehr Coffeeshops als anderen Geschäften. Der Ort ist außerdem bekannt für seine Gärten, Bäume, Kunst, Antiquitäten und Märkte. Wenn man durch die Hauptstraße schlendert, fühlt man sich wie ins letzte Jahrhundert versetzt, denn die Gebäude haben einen ganz anderen Charakter als in den Städten. Jeder scheint jeden zu kennen, man kann spüren, dass die Bewohner Berrys einen starken Zusammenhalt haben.

TBL fährt mehrmals pro Jahr mit Studenten zu ruralen Orten in Australien, um lokale Communities zu unterstützen. Grundsätzlich wird in Australien viel Wert auf soziale Arbeit neben dem Studium gelegt. Australische Arbeitgeber schätzen das wohl sehr und um einen guten Job zu bekommen, ist soziales Engagement fast Vorraussetzung.

Das Wochenende war mehr als nur landwirtschaftliches Arbeiten. TBL legt viel Wert auf Gruppenbildung und Social skill Training. Deshalb hatten wir kaum eine Minute ohne sogenannte activities. Wir haben Spiele gespielt, um einander kennenzulernen, oder über Werte im Leben und Ziele nachzudenken. Das war ganz schön anstrengend, hat aber die Gruppe so zu einander gebracht, dass keiner ausgegrenzt war.

Tag 1

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Auf dem Weg nach Berry haben wir in Kiama gehalten, einem Ort and der NSW South coast. Der Ort ist sehr idyllisch, ein Highlight ist der Leuchtturm und die Kiama Blowhole. Das Meer hat Felsen ausgewaschen, sodass bei ‚richtigen Wellen‘ das Wasser aus der Erde steigt. Außerdem kann man mit Glück und zur richtigen Zeit Wale und Delphine im Meer sehen.

Tag 2

Berry Landcare ist eine Organisation, die sich um mehrere landwirtschaftliche Angelegenheiten in NSW kümmert. Eine davon ist, einen Corridor vom Seven-Miles-Beach zu den nahegelegenden Wäldern zu pflanzen. In den letzten Jahrhunderten wurden Wälder gerohdet, um Weideflächen zu schaffen. Dadurch wurden viele Tiere und Pflanzen vertrieben bzw. ausgelöscht. Im Rahmen des Projektes sollen Teile der offenen Flächen geschlossen werden, damit die Tiere einen größeren Lebensraum haben. Einige Vogelarten wagen sich nämlich nicht über offene Flächen hinweg, weil dort Feinde auf sie lauern können. Die Nachbarn in dieser Region haben sich zusammengeschlossen, um über die Grundstücke hinweg dieses Projekt umzusetzen. Dabei haben wir sie in den zwei Tage unterstützt.

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Die Landschaft ist einfach atemberaubend. So weitläufig und schön. Man kann nur erahnen, welche Artenvielfalt in den Wäldern herrscht. Es war so leise dort oben, man konnte nur Vogelgezwitscher, gelegentliches Muhen und unsere Gespräche hören. Ich schätze wir haben um die 500 Bäume gepflanzt.

Nach der warmen Dusche wurden wir Abends zu einem Nachbarn eingeladen. Das Haus war im canadischem Stil gebaut, mit sehr viel Holz, offener Küche und sehr vielen Dekorationen und Einflüssen aus der ganzen Welt (Masken aus Papua Neuguinea, buddistischen Statuen oder Töpfen aus Nepal). Die Besitzer haben job-bedingt gefühlt schon überall gelebt. Auch das Essen war international geprägt, es gab Curry und lokale Kuchenspezialitäten.

Tag 3

Am letzten Tag ging es für den Vormittag auf ein weiteres Feld. Wir haben die restlichen Bäume eingepflanzt und sind danach in den Wald gegangen. Ranger David hat uns Arbeiten aus den vergangenden Jahren gezeigt und erklärt wie die Anwohner für die Projekte arbeiten. Sie sind alle sehr leidenschaftlich und froh, wenn sie ihr Wissen mit so vielen wie möglich teilen können.

Zum Mitagessen gab es ein typisches Aussie-barbie mit Burger, Salat und Früchten nahe beim Seven-Miles Beach.  

Es war toll, aus der Stadt rauszukommen und das Land mit Locals zu erleben. Es war sehr inspirend für mich, wie sehr die Menschen in Berry für das Land leben und ihr gesamten Leben danach ausrichten. Wir wurden sehr freundlich und mit sehr viel Dankbarkeit behandelt. Außerdem war es mal schön, die einzige Europäerin zu sein ;-).

Ich kann mich noch immer nicht an das tolle Land gewöhnen. Kangoroos neben Kühen sind einfach ein zu tolles Bild. Aber dennoch muss ich jetzt wieder ins ‚echte Leben‘, denn der Mai ist vollgepackt mit Assignments und Gruppenabgaben.

See ya later

Thea