Archiv der Kategorie: …Integriertes Auslandssemester New York

Die Zeit rennt… Halbzeit in NYC

Mittlerweile ist es Mitte Mai und schon etwas über die Hälfte der Zeit meines Auslandssemesters ist bereits vorbei. Gefühlt vergeht die Zeit hier von Woche zu Woche schneller. Das liegt mit Sicherheit zum einen an den vielen Erlebnissen und Aktivitäten welche einem diese Stadt bietet als auch an dem „Alltag“ der sich natürlich in gewisser Weise auch hier nach einiger Zeit einstellt.

Ich möchte heute zum einen ein wenig über das Studium hier in New York erzählen und zum anderen über das Thema Unterkunft, was denke ich viele interessiert.

Das Studium ist, wie im letzten Eintrag erwähnt, komplett anders als in Deutschland. Vorlesungen haben wir an zwei verschiedenen Hochschulen. Unsere Schwerpunktfächer finden am Berkeley College statt und ein weiterer Kurs an der Pace University. Dieser hängt von dem jeweiligen Semester in welchem man sich gerade befindet ab. Ich habe als Schwerpunkt „Personalpsychologie“ gewählt (Human Resources). Hierfür habe ich drei Kurse am Berkeley College (Training & Development, Staffing und Human Resources Management). An der Pace University belege ich den Kurs „Intercultural Communication“. In den einzelnen Kursen sind wir mit höchstens 15 Leuten zusammen, was das Lernklima aus meiner Sicht sehr positiv beeinflusst.

Eingang zum Pace Standort 45th St.

Bezüglich des Lernklimas während der Vorlesungen sieht man den ersten großen Unterschied zu Vorlesungen in Deutschland. So haben wir eine Anwesenheitspflicht. Ein Fehlen sollte vermieden werden, da dieses bei zu vielen Abwesenheiten zum nicht bestehen des Kurses führen würde. Auch fliesst die Anwesenheit mit in die Benotung für den jeweiligen Kurs ein. Ein weiterer Faktor, der Anfangs etwas ungewohnt war, ist die Beteiligung an den Vorlesungen. Auch diese hat einen Einfluß auf die Note. So ist es gewollt, wie früher in der Schule, sich aktiv zu beteiligen durch Fragen stellen etc. Ungewohnt ist es hier, sich nicht erst durch Handzeichen melden zu müssen, sondern einfach, sobald die Gelegenheit da ist, los zu sprechen. Was in Deutschland als unhöflich empfunden werden würde, ist hier vollkommen normal. Sich mit Handzeichen zu melden würde eher seltsam auffallen.

Vorlesungsraum im Berkeley

Die weiteren Faktoren, welche die Note beeinflussen, sind von Kurs zu Kurs unterschiedlich. In manchen Kursen werden Test (Quizzes) und Klausuren (Midterm and Finals) geschrieben. In anderen Kursen müssen Hausarbeiten (Papers) und/oder Präsentationen erarbeitet werden. Zusätzlich gibt es in fast jedem Kurs Hausaufgaben (Assignments) welche ebenfalls benotet werden.

Das alles klingt nach recht viel Aufwand ist jedoch wirklich zu schaffen. Der Vorteil an diesem System ist, dass es einen zum kontinuierlichen Lernen und Auseinandersetzten mit dem Kursinhalt bewegt. So muss nicht am Ende, wie zur Klausurenphase in Deutschland, der gesamte Stoff eines Semesters gelernt werden. Wir haben uns alle recht schnell an dieses System gewöhnt. Und es bleibt auch noch genügend Zeit um New York kennen zu lernen und etwas zu unternehmen.

Berkeley College 41st St.
Bryant Park (direkt beim Berkeley College)

Was ich als sehr angenehm empfinde ist die Lage der Gebäude wo wir unsere Vorlesungen haben. Das Berkeley College liegt in der 41 Straße und die Vorlesungen an der Pace finden in der 45 Straße statt. Es bleibt somit genügend Zeit, um den Standort in der Pause zu Wechseln und auch noch mit Kommilitonen zum Beispiel im Bryant Park etwas zu essen und die Sonne zu genießen. Abgesehen davon sind die Standorte in Midtown Manhattan natürlich nicht zu überbieten. Man tritt aus dem Gebäude und steht in wenigen Schritten mitten auf der bekannten 5th Avenue.

Das nächste Thema ist die Unterkunft in New York. Ein zugegebenermaßen nicht ganz einfaches. Was man sich von Anfang an klar machen muss, ist dass man gewisse Abstriche zu dem aus Deutschland gewohnten Standard machen muss. Unterkünfte (Zimmer) in New York, besonders in Manhattan sind zumeist nicht sehr gross (eigentlich eher winzig) und es ist vollkommen normal (nicht nur für Studenten), sich eine Wohnung mit anderen Leuten zu teilen. Eine komplett eigene Wohnung in Manhattan werden sich wohl die wenigsten Leute leisten können. Es gibt mehrere Wege, sich eine Unterkunft hier in New York zu organisieren. Einige gute Möglichkeiten findet ihr auf der internationalen Seite der Hochschule Fresenius.

Die meisten aus meinem Semester haben ihre Unterkunft entweder über New York Next oder Airbnb gebucht. Hier bekommt ihr zumeist ein Zimmer in einer WG, in welcher ihr euch die Küche sowie das Bad mit anderen Mitbewohnern teilt. Solltet ihr planen mit mehreren Kommilitonen von eurem Standort ein Auslandssemester zu verbinden, ist dies natürlich eine gute Möglichkeit eine Wohnung zu teilen. Andernfalls teilt ihr euch die Unterkunft mit anderen Leuten. Hier habe ich von den Kommilitonen jedoch eigentlich nur positive Dinge zu gehört. Ein paar Leute hatten Anfangs etwas Probleme mit ihrer Unterkunft seitens New York Next. Hierbei hat unsere Ansprechpartnerin der Fresenius hier in New York jedoch sehr geholfen und die Probleme konnten schnell bereinigt werden.

Upper West Side 94th St. (Meine Wohnstraße)

Ich selber habe mich für eine Unterkunft in einem Langzeit Hotel auf der Upper West Side entschieden (Hotel Alexander). Hier habe ich ein kleines eigenes Zimmer mit eigenem Bad und einer Gemeinschaftsküche auf dem Flur. Für mich war dies die Beste Entscheidung. Das Hotel ist wirklich gut gelegen und alles ist sauber. Ich gehe nur zwei Blocks bis zur Subway und bin mit einem der Expresszüge innerhalb von 10 Minuten an der 42 Straße und somit beim Berkley College und der Pace University.

Upper West Side (auch bei Nacht eine sichere Gegend)

Wie eingangs gesagt, muss man sich mit eineigen Dingen hier in New York erst einmal zurecht finden. Für mich war es zum Beispiel eine Umstellung, keine eigene Waschmaschine zu haben. Dies ist für New York nichts außergewöhnliches. Eine eigene Waschmaschine ist hier absoluter Luxus. Es ist vollkommen normal mit seiner Wäsche entweder in ein Waschcenter um die Ecke (Laundromat) oder, wenn vorhanden, in eines im eigenen Gebäude zu gehen. Man gewöhnt sich jedoch schnell daran.

Im Waschcenter (Laundromat)

Grundsätzlich kann ich aus eigener Erfahrung als auch durch Berichte von Kommilitonen alle drei genannten Möglichkeiten für Unterkünfte empfehlen. Was einem am meisten zusagt, hängt von den eigenen Präferenzen als natürlich auch vom zur verfügung stehenden Budget ab. Unterkünfte in Manhattan sind natürlich am teuersten, dafür ist man mitten im Geschehen und die Wege zur Uni sind nicht weit. In Brooklyn sind die Wohnungen etwas günstiger und die Verbindung mit der Subway (wenn es mal keine Delays gibt) sind auch vollkommen in Ordnung. Noch günstiger wird es, wenn ihr euch eine Unterkunft außerhalb in New Jersey sucht. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass ihr zwei verschiedene Tickets für die Bahn benötigt.

Ich hoffe euch einen kleinen Einblick über das Studium und die Unterkunft gegeben zu haben. In meinem nächsten Eintrag werde ich euch über das Leben hier in New York, ein paar Ausflugsziele sowie über die New York Subway berichten.

Advertisements

Abenteuer berufsbegleitend ins Auslandssemester… NYC für 3 Monate

Da stand ich nun am Flughafen um für mein Auslandssemester nach New York City zu fliegen. Nach Monaten der Vorbereitung und Planung ging es endlich los. Hielt sich die Aufregung in den vergangenen Wochen noch im Rahmen, so war sie nun deutlich zu spüren. Eine Mischung aus großer Vorfreude und natürlich auch etwas „Bammel“ vor dem was da auf einen zukommt.

Doch von Anfang an. Als ich mich vor 2 1/2 Jahren für mein berufsbegleitendes Studium in BWL an der Hochschule Fresenius einschrieb, hatte ich bereits vom ersten Semester an den Gedanken eines der angebotenen integrierten Auslandssemester zu absolvieren. Im vergangenen Herbst wurde es dann langsam konkret. So musste die Bewerbung fristgerecht eingereicht und nachfolgend ein Englisch Test absolviert werden. Nachdem diese Hürden gemeistert und von Seiten der Hochschule dem Auslandssemester nichts mehr im Weg stand, musste ich mich noch um die Freistellung bei meinem Arbeitgeber kümmern. Glücklicherweise wurde ich hierbei sehr von meinen Vorgesetzten unterstützt und bin somit für die Zeit des Auslandssemesters von meiner Arbeit freigestellt.

Anschließend ging es nach Berlin in die US Botschaft um mein J1 Studentenvisum zu beantragen. Das Aufwendigste daran war die Online Beantragung vor dem eigentlichen Botschaftsbesuch. Lasst euch davon nicht abschrecken. Danach habt ihr das Nervigste hinter euch. Der eigentliche Besuch in der Botschaft war sehr angenehm und nach nicht einmal einer Stunde war ich dort fertig. Hilfreich ist hier auch die Unterstützung seitens der Hochschule, welche euch mit allen wichtigen Informationen zum Ablauf versorgt. Ein Tipp: lasst euer Mobiltelefon gleich im Auto oder zu Hause. Ihr kommt damit (egal ob ausgeschaltet oder nicht) auf keinen Fall in die US Botschaft. Das selbe gilt für Rucksäcke, Taschen etc. Habt am besten einfach nur eine Hülle mit den benötigten Dokumenten dabei.

Nun galt es natürlich noch Flüge und eine Unterkunft zu buchen. Ersteres stellte sich als kein großes Problem dar. Es gibt an jedem Tag unzählige Flugverbindungen nach New York. Einzige Einschränkung hierbei sind die persönlichen Präferenzen sowie natürlich das liebe Geld. Bezüglich der Unterkunft sollte durchaus etwas Zeit investiert werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten sich vorab eine Wohnung bzw. Ein Zimmer zu buchen. Ich persönlich habe mich für ein Zimmer in einem Hotel, welches auf Langzeitübernachtungen ausgerichtet ist, gebucht. Auf das Thema Unterkunft werde ich in einem der kommenden Einträge näher eingehen, da dies mit Sicherheit eines der interessantesten Themen für am Auslandssemester Interessierte ist.

Ende März war es dann endlich soweit. Mein Flug nach New York stand an. Dieser strapazierte Anfangs ganz schön meine Nerven, da ich mit über einer Stunde Verspätung in Hamburg gestartet  bin und nur noch durch einen halben Marathonlauf durch den Frankfurter Flughafen meinen Anschlussflug nach New York bekommen habe. Nach 7 1/2 Stunden Flug konnte ich dann aus dem Fenster einen ersten Blick auf New York werfen und es noch gar nicht so richtig glauben, dass ich endlich angekommen war und nun die nächsten Monate hier verbringen werden würde.

Nach der Landung stand als erstes die Immigration an. Es hieß also brav in die lange Schlange stellen und ca. 1 1/2 Stunden warten bis man dran war. Das Handy musste beim Warten leider in der Tasche bleiben, da Mobiltelefone in diesem Bereich des Flughafens verboten sind. Nach ein paar Fragen warum und wozu man in den USA sei, bekam ich dann einen Stempel auf mein Visum und konnte zur Gepäckausgabe gehen.

Leider hatte es mein Koffer zusammen mit 100 anderen aufgrund der Verspätung in Frankfurt nicht nach New York geschafft. Es blieb mir also nichts anders übrig als mit Handgepäck und durch die Airline zur Verfügung gestellten Kulturpaket Richtung Unterkunft zu starten. Beim Blick aus dem Taxifenster war dieser Umstand jedoch schnell vergessen. Die Wolkenkratzer der Skyline von Manhattan boten mir ein imposantes Bild und ließen die Vorfreude auf die kommenden Monate nochmals steigen.

Nachdem ich die ersten beiden Tage in New York für mich alleine die Stadt ein wenig erkundete (es ist erstaunlich wie weite Strecken man laufen kann, wenn einem eine Sehenswürdigkeit nach der anderen über den Weg läuft), stand ab Sonntag dann die von der Hochschule organisierte Culture Week an. Hierüber wurde hier schon sehr ausführlich berichtet, sodass ich mich auf die wesentlichen Punkte beschränken werde.

Sonntag
Brunch bei „ Edi & the Wolf“. Einem wirklich sehr gemütlichen Restaurant im trendigen East Village. Das East Village lässt sich aus Hamburger Sicht vielleicht etwas mit der Schanze vergleichen. Das Restaurant wurde übrigens von zwei österreichischen Auswanderern gegründet (The New Yorker Artikel). Während leckerem Essen und Getränken wurden erste Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetuscht. Auch Priya (die Ansprechpartnerin für uns Studierende in New York) stellte sich vor.

Montag
Besuch des Museum of American Natural History. Vielen wird dieses Museum aus dem Film „Nachts im Museum“ bekannt sein. Neben dem eigentlichen Museum konnten wir an einer sehr beeindruckenden Planetarium Show teilnehmen.

Dienstag
Orientation/Einführung am Berkley College. Wir wurden sehr freundlich als neue Mitglieder und Studierende der Berkeley Familie willkommen geheissen und uns wurden erste Informationen über das Hochschulsystem der USA (welches sich grundlegend von unserem unterscheidet) gegeben. Auch bekamen wir unsere Stundenpläne für die Classes am Berkeley College. Ich habe mit meinem gewählten Schwerpunkt „Human Resources“ insgesamt drei Kurse hier.

Mittwoch
Am Mittwoch stand die Einführung an der Pace University, der zweiten Hochschule an welcher wir Vorlesungen haben, an. Mr. Hickey begrüsste uns alle sehr freundlich und erzählte etwas über die Kooperation mit der Hochschule Fresenius und über die Erwartungen an uns Studenten bzw. was für Aufgaben auf uns zukommen werden würden. Ich wurde an der Pace dem Kurs „Intercultural Communications“ zugeteilt. Insgesamt habe ich somit vier Kurse, welche ich hier in New York belege.

Donnerstag
Bowling in den Chelsea Pears. Bei leckeren Burgern, Pizza und Getränken wurden einige Runden gebowlt. Im Anschluss sind wir dann noch mit einigen Leuten und Priya zum Lasertag gegangen. Für mich das erste Mal in meinem Leben und ein super Spaß. Absolute Empfehlung an alle, dies unbedingt einmal auszuprobieren wenn ihr dort seid.

Freitag
Am Freitag stand dann eines meiner Highlights der Woche an. Ein Besuch des „One World Obeservatory“. Alleine die Fahrt mit dem Aufzug 102 Stockwerke hinauf, ist ein Erlebnis. Da es hier aber einige Überraschungen gibt, möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Muss man auf alle Fälle erlebt haben. Leider war bei uns das Wetter eher durchwachsen, was den Ausblick allerdings nur wenig gemindert hat und dafür sorgt, dass ich mit Sicherheit während meiner Zeit noch einmal hier hoch fahren werde.

Anschließend bin ich mit einem Kommilitonen noch in das 911 Museum gegangen. Ein ebenfalls sehr beeindruckendes Erlebnis, welches ich auch nur empfehlen kann. Einige Teile sind wirklich sehr bewegend und lassen einem schon in gewisser Weise den Atem stocken. Das Fotografieren war hier in den wirklich interessanten Bereichen aus guten Gründen verboten. Daher wirklich der Tipp hier einmal persönlich her zu kommen wenn ihr in New York seid.

Die Culture Week war wirklich sehr gelungen und hat einen in viele Teile von Manhattan geführt und es konnten erste Kontakte mit anderen Studierenden geknüpft werden. Ich kann jedem nur ans Herz legen, diese auf jeden Fall komplett zu besuche und alle angebotenen Veranstaltungen mitzunehmen.

Mittlerweile ist auch die erste Vorlesungswoche hier in New York vorüber und ich kann mich den bisherigen Berichten nur anschließen. Es ist wirklich komplett anders als wir es aus Deutschland gewohnt sind. Von Anwesenheitspflicht, mündlicher Beteiligung (ohne Melden, dass macht man in den USA nicht) über Hausaufgaben, Tests, Klausuren und Hausarbeiten fliesst wirklich alles in die Note mit ein. Was auf den ersten Blick vielleicht etwas abschreckend wirkt, scheint jedoch ziemlich durchdacht und gut zu schaffen zu sein. Auch die Dozenten machen allesamt einen extrem engagierten Eindruck und sind wirklich offen gegenüber uns. Bezüglich des Unterrichts und der Anforderungen hier werde ich in einem weiteren Artikel berichten, sobald ich noch etwas mehr Erfahrungen gesammelt habe.

Bis zum nächsten Mal aus New York City!

…it’s Christmas time!

New York an sich ist eine beeindruckende Stadt – aber zur Weihnachtszeit ist sie magisch.

IMG_4698

Beim Bryant Park in der Nähe des Berkeley Colleges gab es einen Weihnachtsmarkt. Dieser hatte Mitte November schon geöffnet und es gab dort „preiswerte“ Köstlichkeiten. Also für New Yorker „high-price“ Verhältnisse war das Essen dort günstig. Von Belgischen Pommes, französischen Brioche & Basier, russischen Dumplings und amerikanischen Köstlichkeiten gab es alles was das Herz begehrt. Wir sind sehr oft nach den Vorlesungen einfach über den Weihnachtsmarkt geschlendert und haben uns dort was zu essen geholt oder uns die netten Weihnachtsstände angeguckt. Es empfiehlt sich, dies unter der Woche zu machen, da der Markt am Wochenende stets überfüllt ist.

Es ist möglich am Bryant Park oder am Rockefeller Center Schlittschuh zu laufen. Es kostet stolze 25$ mit Eintritt und geliehenen Schlittschuhen. Muss man aber mal gemacht haben!

IMG_4144.JPG

In New York hat es während unseres Aufenthalts leider nur 2-mal geschneit. Aber sobald es anfängt zu schneien, sollte man sich warm anziehen (durch den ständigen Wind wirkt es immer kühler) und durch die Stadt schlendern. Der Tannenbaum beim Rockefeller mit Schnee sieht einfach noch viel weihnachtlicher aus und ist einer meiner Highlights zu Christmastime.

Die New York Public Libary sowie die Grand Central Station sind ebenfalls sehr weihnachtlich dekoriert.

Bei dem Kaufhaus Saks Fifth Avenue gibt es ganz besondere, wunderschön dekorierte Fenster und an der Fassade kann man eine kleine Weihnachtshow mit vielen Lichtern bewundern.

Mit der Seilbahn ist es möglich, auf die Roosevelt Island zu fahren und sich die New Yorker Skyline bei Nacht anzugucken. Dafür wird nur eine New Yorker Metro Card und kein extra Ticket benötigt.

Im Winter als wie auch im Sommer über die High Line zu laufen ist wirklich schön. Die High Line ist die alte überirdische U-Bahn-Strecke, die begrünt wurde und jetzt für jeden zugänglich ist.

Die Weihnachtsshow der Rocketts ist ein Muss für jeden Weihnachtsfan!

Egal wo man sich in Manhattan befindet, alles ist zauberhaft beleuchtet und versetzt einen in ein tiefes Weihnachtsgefühl.

Aber die Zeit verging wie im Flug… vor 3 Monaten begann für uns das Auslandssemester und nun ist es leider schon vorbei. Wir haben viel unternommen, viel gelernt und haben uns über die kurze Zeit enorm weiterentwickelt. Ich würde wirklich jedem empfehlen, ein Auslandssemester in Betracht zu ziehen, da dies einen nicht nur beruflich sondern auch persönlich sehr weiter bringt.

Da ich New York noch nicht verlassen möchte, habe ich mich entschieden, noch ein Praktikum anzuhängen. New York ist eine einzigartige Stadt und beeindruckt mich jeden Tag aufs Neue.

Dies war es jetzt mein letzter Blockeintrag. Ich hoffe ihr hattet viel Spaß beim Lesen und plant schon eurer Auslandssemester in New York City.

Viele Grüße aus der Stadt die niemals schläft….

IMG_2073

…what to do in NYC!

New York bietet so viele Möglichkeiten und es gibt immer neue Dinge zu erleben. Deshalb ein paar Tipps für NYC.

One-to-World ist eine Organisation, die Ausflüge und Aktivitäten für internationale Studenten anbietet. Mit der Organisation fuhren wir für einen Tag zur Yale University. Dieses Mal ging es vergünstigt zu einem Basketballspiel der Brooklyn Nets vs. Utah Jazz (118-107). Wann immer ihr die Möglichkeit habt zu einem Sportevent in der USA zu gehen, nutzt diese Gelegenheit. Sportevents in der USA sind einmalig mit einer gigantischen Stimmung und man verlässt diese oft emotional stark beeindruckt.

IMG_2865

Frozen Yogurt ist der perfekte Snack für zwischendurch oder eignet sich auch super als schneller Nachtisch mit Freunden. Tolle, sehr empfehlenswerte Läden sind „Pinkberry“ und „16 Handles“, da man sich dort seinen eigenen Frozen Yogurt Becher zusammenstellen kann und mit unbegrenzten Toppingmöglichkeiten. Hier ein paar Bilder zum dahinschmelzen ….

Bubble Tea ist zur Zeit sehr angesagt in New York und man sieht sehr viele neue Bubble Tea Läden. Wir hatten in Deutschland ja auch schon einmal diesen Boom, hier gibt es ein Revival.

Für die Museumsfans unter euch lohnt es sich auf jeden Fall ins MOMA (Museum of Modern Art) zu gehen. Aber auch das Guggenheim und das Met Museum (Metropolitan Museum) sind sehr zu empfehlen. Im MOMA ist Freitagnachmittag der Eintritt frei und im Met Museum gilt immer: pay what you want.

Das American Museum of National History erinnert einen an den Film „Nachts im Museum“ und ist riesig. Dort könnte man wirklich Tage verbringen, wenn man sich alles angucken möchte. Es gibt auch immer verschiedene Sonderausstellungen, zur Zeit eine Butterflyausstellung und eine Space Show.

„The Counter“ ist ein sehr beliebter Burgerladen am Times Square, dort kann man sich seinen eigenen Burger zusammenstellen. Es gibt verschiedene Fleischoptionen aber auch ein Impossible Burger der nicht aus Fleisch besteht – für die Vegetarier oder Veganer. Es gibt eine Auswahl an verschiedenen Toppings, Soßen und Brötchen. Jeder kann seinen Traum-Burger nach seinem eigenen Geschmack kreieren.

„Johnny Utah’s“ ist eine Bar im Keller eines Hauses und ist im Country-Western Style eingerichtet. Dort gibt es Getränke die in einem Cowboy Stiefel serviert werden. Es besteht auch die Möglichkeit auf einem Bullen zu reiten. Nur etwas für echt Hartgesottene und besser vorher nicht so viel trinken!

IMG_2351.JPG

Es gibt so viel zu entdecken in New York, je nach Geschmack. Einfach immer die Augen offen halten, rumschlendern und mit Neugier die Stadt erkunden.

Bis zum nächsten Mal – aus der Stadt die niemals schläft…

..thanksgiving in sunny California

Ein echtes Thanksgiving mit Turkey, mashed potatoes and gravy?! Wer möchte dies nicht einmal miterleben 🙂

Die Zeit verfliegt hier sehr schnell. Am Anfang meines Auslandssemesters hatte ich meinen Flug nach Los Angeles gebucht, um Freunde der Familie über Thanksgiving zu besuchen. Unbedingt wollte ich ein typisches amerikanisches Thanksgiving miterleben und plötzlich war es so weit. Vorher musste ich aber noch viel lernen, Prüfungen schreiben und eine Hausarbeit fertig stellen, puuh.

Bei 5° C in New York flog ich nach Los Angeles und landete bei 35° C. Alle Sommersachen kamen voll zum Einsatz und los ging das Abenteuer!

1

Am ersten Tag ging es zum Frühstücken an den Strand von Manhattan Beach um das schöne Wetter zu genießen.

Danach sind wir an der Küste spazieren gegangen und haben die wärmende Sonne genossen. Los Angeles mit den Palmen, dem Meer und der kalifornischen guten Laune war eine schöne Abwechslung zum ruhelosen New York.

Und zum Abendessen gab es natürlich ein Burger und ein Milchshake von IN-N-OUT Burger. Wer jemals in Kalifornien ist, sollte unbedingt einmal zu IN-N-OUT Burger gehen! Dort gibt es super frische und super lecker schmeckende Burger (nicht tiefgefroren und Frisch Pommes Frites). Wirklich zu empfehlen!!!

Ein weiter Ausflug ging zum Griffith Planetarium. Ein Drehort von vielen Filmen, z.B. …den sie wissen nicht, was sie tun“ mit James Dean und „La La Land“ mit Emma Stone und Ryan Gosling.

Dann endlich war „Thanksgiving“ und es gab den erhofften Turkey. Schmeckte hervorragend, aber Amerikaner mögen keine Haut, welches ja das Beste bei einer Gans in Deutschland ist. Thanksgiving ist ein wirklich schönes Fest, wo die ganze Familie zusammen kommt, man gemeinsam isst, sich nett unterhält und am Nachmittag wurden dann noch ein paar Brettspiele gespielt. Wir waren zu 15 Personen.

Hier noch ein paar Bilder von Freunden aus New York, die bei der Thanksgiving-Parade waren. Von deren Erzählungen her auch sehr zu empfehlen!

Am letzten Tag haben wir noch einmal den Strand genossen bevor es am Abend wieder zurück nach New York ging.

Aber auch in Kalifornien war langsam alles weihnachtlich geschmückt.

20

Also wenn ihr die Zeit habt, dann würde ich jeden empfehlen, einfach einmal ein Wochenende weg zu fliegen. Ihr werdet ganz schnell merken, wie sehr ihr euch an New York gewöhnt habt und wie schnell ihr es vermissen werdet. Diese Stadt hat besonders zur Weihnachtszeit etwas atemberaubendes, traumhaftes, rotierendes, beschauliches und wirklich bezauberndes zu bieten. Und es sieht dann fast wie in den „kitschigen“ Filmen aus!

21

Bis zum nächsten Mal – aus der Stadt die niemals schläft…

…apartment hunting and Football games

Eine schöne Wohnung so früh wie möglich zu buchen, bevor das Auslandssemester beginnt, wer möchte dies nicht? Dabei kann aber auch einiges schief laufen… Aber wer das Abenteuer liebt, der sollte erst hier beginnen, nach einer Wohnung zu suchen.

Warum?

Vor dem Beginn des Auslandssemesters war mein Plan, zu dritt eine Wohnung in Manhattan zu finden. Nach zwei Wochen stellten wir aber fest, dass dies bei den überteuerten Wohnungspreisen in Manhattan nicht so leicht war. Deshalb entschieden wir uns einzeln weiter zu suchen, was etwas einfacher war – aber immer noch eine Herausforderung. Viele Studenten, die ein Auslandssemester schon in den vorherigen Semestern gemacht hatten, empfahlen uns, mit Amerikanern zusammen zu wohnen. Da man so gezwungen ist, Englisch zu sprechen, wofür man ja auch im Ausland ist. Diesen Tipp habe ich mir zu Herzen genommen und machte mich auf die Suche.

Ich hatte dann nach längerem Suchen auch ein schönes, kleines und bezahlbares Zimmer gefunden. Aber als ich in New York ankam, stellt sich dort am Tag der Ankunft heraus, dass ich dort doch nicht einziehen konnte. Die Vormieterin war nicht ausgezogen und mein Vermieter hatte es auch nicht für nötig befunden, mir das mitzuteilen. Surprise! Also ging ich auf Wohnungssuche. Dies klingt schlimmer als es war. Klar, ist es nicht schön, ohne Wohnung in New York dazustehen, aber wenn man eine Unterkunft für 1-2 Wochen hat und dann in der Zeit eine Wohnung suchen kann, ist dies überhaupt kein Problem. Und ein überaus spannendes Abenteuer.  In einer Woche hatte ich 15 verschiedene Wohnungsbesichtigungen und es war wirklich interessant, welche Wohnung für wirklich „horrende“ Preise einem angeboten wurden. Ich ging zu einem SpeedRoommating Event von SpareRoom, wo jeder, der eine Wohnung sucht, einen Zettel bekommt und seinen möglichen Preis und seine bevorzugte Location dort notiert. Jeder, der eine Wohnung anzubieten hat, schreibt Preis und Lage ebenfalls auf einen Zettel. Dies war eine amüsante und interessante Erfahrung! Hierüber habe ich meine vorübergehende WG (für eine Woche) kennengelernt, bevor ich in meine jetzige und endgültige Wohnung einziehen konnte. Die Zwischenvermieterin arbeitet übrigens bei Facebook und ich hatte die Chance, sie einen Tag in Headquarter zu begleiten. A great experience!

Die finale Wohnung fand ich bei meiner letzten Wohnungsbesichtigung – also niemals aufgeben, auch wenn die ersten 10 Wohnungen fürchterlich sind 🙂

IMG_1626

Wer die Möglichkeit hat, eine Universität der Ivy-League zu besuchen, sollte dies auf jeden Fall wahrnehmen! Die Elite-Universitäten der East Coast sind beeindruckend. Wir hatten über OneToWorld die Möglichkeit, für einen Tag nach New Haven zu fahren und uns dort die Yale Universität anzusehen.

IMG_1632.JPG

Treffpunkt war um 8am und wir sind mit vielen internationalen Studenten von unterschiedlichen Colleges & Universitäten gemeinsam mit dem Zug nach New Haven (Connecticut) gefahren. Dort angekommen gab es Pizza zum Lunch und eine Einführung in die allgemeinen Football Regeln. Wir hatten nämlich die Möglichkeit, uns danach ein College Football-Spiel der Yale University gegen die Columbia University anzusehen (23-6). Sehr beeindruckend wie groß das Stadion schon bei College-Footballspielen sein kann.

IMG_1668

Für die Football-Begeisterten wurde uns als Tipp mitgegeben, zu einem Footballspiel der Ohio State University zu fahren, da deren Stadion riesig ist und eine atemberaubende Stimmung während der Spiele herrschen soll.

Nach der Halbezeit gab es eine Führung durch die Yale-University. Diese ist in der kompletten Stadt von New Haven verteilt. Es gibt aber viele Shuttle Busse, die kostenlos genutzt werden können. Neue Gebäude der Yale-Universität werden meistens ebenfalls im alten Still gebaut, damit diese zu den restlichen Universitätsgebäuden passen. Einfach über das Gelände zu gehen und sich die Gebäude anzugucken, ist überwältigend. Auch die Stille, die dort herrscht, die es durch den Lärmpegel und das permanente Autohupen in Manhattan nicht gibt, ist zur Abwechslung einmal sehr angenehm.

Ein NFL-Footballgame ist auf jeden Fall sehenswert und etwas komplett anderes als ein College-Footballgame. Die Stimmung ist beindruckend – wie unglaublich laut es werden kann, wenn das gegnerische Team in der Offensive ist, das ist ohrenbetäubend! Leider hat es an dem Tag, wo wir uns das Spiel: NY Jets vs. Atlanta Falcons angeschaut haben, aus Strömen geregnet und ohne Dach wurde dies sehr ungemütlich. Aber die echten amerikanischen Fans kennen da nichts. Dort wird sogar noch ein Regentanz aufgeführt, damit es stärker Regnen soll. Wir haben uns aber auf die heiße Dusche gefreut … Die Atlanta Falcons haben übrigens 25-20 gewonnen.

IMG_1812

Bis zum nächsten Mal – aus der Stadt die niemals schläft…

…studying in the USA

Die Frage die einem hier jeder stellt: „Welches Universitätssystem bevorzugst du? Das amerikanische oder das deutsche System?“ Diese Frage ist so aber nicht leicht zu beantworten, da beide Systeme einfach zu unterschiedlich sind.

Hier in der USA haben wir am Berkeley College und an der Pace University Vorlesungen.

Am Berkeley College, welches sich in Midtown Manhattan befindet, haben wir die meisten Vorlesungen. Es kommt auf den Studiengang an, ob dort 3 oder 4 Kurse belegt werden müssen. Dieses Semester sind die Vorlesung jeweils so gelegt, dass wir von 12:30 bis 15:50 Vorlesung haben. Dies ist besonders für diejenigen gut, die eine Wohnung in Brooklyn, New Jersey oder in der Bronx haben. Da das College so zentral liegt, gibt es viele Möglichkeiten danach noch etwas essen zu gehen oder sich in die große „New York Public Library“ am Bryant Park zu setzen. Auch das Berkeley College besitzt eine Bücherei, wo sich die Studenten gut hinsetzen und lernen oder für Projekte und Hausarbeiten recherchieren können. Es gibt weiterhin noch kleine Räume die für zwei Stunden gemietet werden können, um Gruppenarbeiten ungestört bearbeiten zu können. Dies ist wirklich zu empfehlen. Am Berkeley College sind alle Mitarbeiter unglaublich hilfsbereit. Wenn jemand Fragen bezüglich Studienangeboten, Praktika oder Hilfe bei Projekten braucht, sind alle Mitarbeiter wirklich sehr engagiert und versuchen einen bestmöglich zu beraten.

An der Pace University haben wir jeweils nur eine Vorlesung dafür 2-Mal wöchentlich. Die Pace University hat zwei Standorte: in Midtown Manhattan oder Downtown Manhattan im Financial District. Es kommt auf die Raumbelegung an, wo die Vorlesungen für das Semester stattfinden. Fächer an der Pace Universität können zum Beispiel sein: Intercultural Communication in the Global Workplace, Business Negotiation, usw..

IMG_1918

Nun zu den großen Unterschieden zwischen einem Studium in der USA oder in Deutschland. In der USA gibt es am Ende zwar auch ein Final-Exam, dieses macht aber nicht die komplette Note für das Fach aus – so wie in Deutschland. Das Final-Exam zählt maximal 20-30%. Die restlichen Noten setzen sich aus Präsentationen, Gruppenarbeiten, mündliche Mitarbeit, Midterm-Exam, Anwesenheit und Papern zusammen. Ja, hier in der USA herrscht Anwesenheitspflicht. Es ist maximal erlaubt, dass man 3mal fehlt, sonst zählt der Kurs als nicht bestanden. Auch wenn man über eine halbe Stunde zu spät kommt, kann das zu einem Punktabzug in der Gesamtnote führen. Da wir Deutschen aber mit Pünktlichkeit aufgewachsen sind, ist dies kein Problem. An die Anwesenheitspflicht gewöhnt man sich aber sehr schnell und nach oder vor den Vorlesungen besteht noch genug Zeit, um die Stadt zu erkunden und seine Freizeit zu genießen. Viele Professoren freuen sich ganz besonders, deutsche Studenten zu unterrichten, weil wir alle durch den hohen Leistungsanspruch in Deutschland oft engagierter und motivierter sind.

Aber welches System ist nun besser? Dies Frage muss jeder für sich persönlich beantworten. Manche Studenten kommen mit den Klausuren am Ende des Semesters in Deutschland besser klar, weil sich jeder seine eigene Lehrzeit selbstständig einteilen kann. Durch wöchentlichen Aufgaben in der USA müssen die Studenten am Ball bleiben und sich wöchentlich mit den Assignments auseinandersetzten. Was auch seine positiven Seiten hat, da am Ende nicht alles von einer Note in einer Klausur abhängt.

Du fragst dich welches System du eher bevorzugen würdest? Dann verbringe doch auch ein Auslandssemester in New York und finde es heraus. Es lohnt sich 100%tig:

„LivingTheDream“!

So, nun viele Grüße aus der Stadt die niemals schläft…