Archiv der Kategorie: …Integriertes Auslandssemester New York

…THE END

Nach knapp 5 Monaten New York wird es nun auch für mich Zeit zu gehen. Viele meiner Kommilitonen des Berkeleys sind bereits seit vielen Wochen zu Hause, während ich mich dazu entschließ ich Praktikum in der Stadt, die niemals schläft, zu absolvieren.

Die Meinungen der Studenten über das Studieren in New York oder generell in den USA gehen sehr stark auseinander. Mir war das amerikanische Studiensystem zu verschult, denn an wöchentliche Hausaufgaben und Tests sowie Anwesenheitspflicht konnte ich mich nur schwer nochmal gewöhnen. Für Studenten, die etwas mehr angetrieben werden müssen, um etwas für die Uni zu tun, ist dieses System allerdings ideal. Es kommt also total auf einen selbst an, ob ein Auslandssemester an einem amerikanischen College etwas für einen ist, oder nicht.
Leider hatten wir am Berkeley auch keinen Kontakt zu amerikanischen oder anderen internationalen Studenten, deswegen sollte man darauf achten außerhalb der Uni viel mit amerikanischen Studenten oder generell mit Amerikanern zu unternehmen, um nicht nur die Sprache zu vertiefen, sondern auch das amerikanische Leben mitzuerleben (Mein Tipp: Wohnen oder Ausgehen mit Internationals).

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Im Anschluss meines Auslandssemesters war es mir wichtig noch etwas von der amerikanischen Arbeitswelt zu erfahren. Daher entschied ich mich für ein Praktikum bei der Organisation „International Federation of Accountants“ (IFAC). An das Praktikum kam ich über meinen Onkel, da dieser selbst für die Organisation arbeitet. Man kann aber durchaus auch ohne Kontakte an ein Praktikum kommen. Das Career Center des Berkeley College bietet jedes Semester Workshops bezüglich Bewerbungsschreiben/Vorstellungsgespräch an und hat immer eine Sammlung von Stellenanzeigen bereit.

Mein sechswöchiges Praktikum bei IFAC war ein absoluter Glücksgriff. Ich hatte viele eigene Projekte, durfte an zahlreichen Meetings teilnehmen und wir hatten eine unheimlich tolle Atmosphäre im Office. Nicht nur im fachlichen Bereich, sondern auch sprachlich lernte ich im Praktikum sehr viel, denn in Meetings musste ich des Öfteren meine Arbeitsergebnisse präsentieren. Anfangs war ich mir sehr unsicher, ob ich ein Praktikum in New York machen sollte – aus Angst vor der Sprache. Davon sollte man sich allerdings niemals abschrecken lassen, denn mit der Zeit wächst man an seinen Aufgaben und es wird von Tag zu Tag einfacher – zumal sich die Sprache durch das Auslandssemester schon etwas mehr gefestigt ist.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass die Entscheidung in die USA zu gehen die absolut Richtige war. Ich hatte eine unbeschreiblich schöne Zeit, habe viele tolle Menschen kennengelernt, aber auch mich selbst von einer ganz anderen Seite kennengelernt. Neben Studieren & Arbeiten hatte ich fantastische Partynächte in NYC, großartige Reisen und einfach unvergessliche Zeit.

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… TRAVEL AROUND II

Über meine Reisen nach Key West / Miami und Kuba…

Mitte Mai ging es für mich und zwei Freundinnen aus der Uni für fünf Tage in den Sunshine-State Florida. Mit dem Flieger erreicht man Miami in gut zwei Stunden. Da unser Flieger erst abends spät ankam und wir am nächsten Tag früh nach Key West wollten, übernachteten wir in der ersten Nacht in einem Hotel in der Nähe des Flughafens. Am Morgen mieteten wir uns für 3 Tage ein Cabrio, um damit flexibel den Süden Floridas erkunden zu können. Man muss dazu sagen, dass es nicht gerade günstig ist, sich unter 25 Jahren ein Auto in den USA zu mieten. Dabei spielt es auch keine Rolle um welche Art von Wagen es sich handelt – es kommt in jedem Fall eine Gebühr für junge Fahrer hinzu.

Alleine die Fahrt nach Key West von etwa vier Stunden ist traumhaft schön. Während der Fahrt mit türkisblauem Wasser rechts und links vom Highway, machten wir verschiedene Stopps, wie zum Beispiel auf der Seven Mile Bridge, von wo aus man mit Glück Haie beobachten kann oder im Bahia Honda State Park mit einem unbeschreiblich schönen Strand.

Angekommen in Key West suchten wir uns zunächst eine Unterkunft, denn an den Keys ist es in der Regel kein Problem erst vor Ort zu buchen. Folgendes sollte man sich in Key West unbedingt ansehen:

  • Southernmost Point (südlichster Punkt der USA)
  • Mile 0 (Ende Highway l)
  • Duval Street (bekannte Straße mit vielen Restaurants, Bars & kleinen Shops)
  • Key Lime (Die Keys sind berühmt für ihre Produkte aus Limetten, es gibt ganz verschiedene Versionen – wir hatten ein Key Lime Pie)
  • Smallest bar in the world (Duval Street)
  • Sonnenuntergang am Mallory Square

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An unserem dritten Tag ging es in den Everglades Park, weswegen wir in der Nacht zuvor in Key Largo schliefen, um so früh wie möglich im Park zu sein. Eine Tour mit dem Airboot durch den Park ist absolut empfehlenswert, denn neben der Bootstour ist auch eine Show mit Aligartoren im Preis enthalten. Außerdem besteht die Möglichkeit selbst einen kleinen Aligartoren auf dem Arm zu halten. Bei unserer Airboot-Tour konnten wir 2 Aligartoren in freier Wildnis beobachten.

In Miami hatten wir ein Hotel am South Beach, nur eine Straße vom berühmten Ocean Drive entfernt. Es gibt nicht besonders viele Sightseeing-Aktivitäten in Miami, weswegen wir dort die Zeit hauptsächlich am Strand und abends in Bars oder Clubs verbrachten. Empfehlenswert sind die Bars direkt am Ocean Drive.

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Nach den Finals ging es für uns eine Woche auf Kuba. Wenn man die Flüge früh genug bucht, bekommt man schon Angebote ab 250 Dollar für Hin- und Rückflug. Auch die Unterkünfte auf Kuba können sehr günstig sein. Für die ersten beiden Tage, die wir in Havanna verbrachten, bezahlten wir nur 25 Dollar pro Nacht in einem Airbnb. Ich kann nur empfehlen auf Kuba ein Zimmer über private Leute zu mieten, da man nur so den richtigen kubanischen Flair miterlebt. Das Haus in dem wir lebten war genauso, wie man sich die Häuser in Havanna vorstellt: total bunt und mit vielen liebevollen Details eingerichtet. Zudem hatten wir eine super nette Vermieterin, die uns sogar ein traditionell kubanisches Frühstück zubereitete. Auch wenn die Kommunikation teilweise recht schwierig war, da keiner von uns Spanisch sprechen konnte, haben wir uns trotzdem mit Händen und Füßen irgendwie verstehen können. In Havanna selbst ist alles fußläufig erreichbar, man sollte aber auf jeden Fall eine Oldtimer-Tour durch Old -Havanna machen.

Am dritten Tag ging es mit einem Taxi-Bus (siehe Foto) nach Viñales im Landesinneren, wo wir einen Ausritt mit Pferden geplant hatten, um uns Kaffee- und Zigarrenplantagen anzusehen. Auch in Viñales übernachteten wir bei einer netten Familie mit einem traumhaften Ausblick auf das Viñales Valley.

Für den Rest der Woche gönnten wir uns ein 5 Sterne All-Inklusive Hotel in Varadero, direkt an der karibischen Küste. Für 4 Tage zahlten wir ca. 260 Dollar. Varadero hat zwar traumhaft schöne Strände, ist aber dafür auch sehr touristisch. Daher würde ich neben Varadero auch immer Orte wie Havanna und Viñales besuchen, um Kuba wirklich zu erleben.

In meinem nächsten und letzten Blogpost werde ich berichten wie mir mein Praktikum bei IFAC in NYC gefällt und ein Fazit über meine Zeit in den USA ziehen.

…TRAVEL AROUND I

„So viel wie möglich während meines Auslandaufenthalts erleben“, das war mein Ziel neben einem erfolgreichen Semester in den USA. Mit der Zusage zum Integrierten Auslandsemester begann ich zu sparen, um so viel wie möglich reisen zu können. In diesem Blogpost berichte ich über die Städtereisen nach Boston, Washington D.C und Philadelphia sowie über meinen Weekend-Trip zu den Niagara Falls und nach Toronto.

Bereits vor der Culture Week starteten eine Freundin und ich in Richtung Boston. Von New York nahmen wir den Greyhound-Bus, welcher non-stop innerhalb von 4 Stunden nach Boston fährt. Der Bus kostete nur 25 Dollar und es gab sogar kostenloses WLAN im Bus. Unser Hotel in Boston war etwas außerhalb vom Stadtzentrum entfernt. Dies war allerdings überhaupt kein Problem, da man dort alles sehr einfach mit der Bahn erreicht.
Am ersten Tag gingen wir den bekannten „Freedom-Trail“ entlang, der an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Es eignet sich super, um sich einen Überblick zu verschaffen, was man sich in den nächsten Tagen genauer ansehen möchte. Am zweiten Tag kauften wir uns für einen Tag den „Boston Pass“, welchen man im Internet für 56$ erwerben kann. Er beinhaltet viele Aktivitäten, wie zum Beispiel eine Bootstour, das New England Aquarium, Hop-on Hop-off Bustour, Skywalk Observatory,… Ob sich der Boston-Pass lohnt, kommt natürlich ganz auf einen selbst an. Wir haben all die zuvor aufgelisteten Aktivitäten gemacht und es hat sich gelohnt. Vor allen Dingen kann ich das Skywalk Observatory empfehlen, von wo aus man die ganze Stadt sieht oder eine Bootstour bei schönem Wetter. An unserem letzten Tag entdeckten wir Cambridge und schauten uns die berühmte Harvard University an. Am Nachmittag besuchten wir das John F. Kennedy Museum, welches direkt am Meer liegt und die spannende Geschichte von Kennedy erzählt.

Von Boston aus ging es mit dem Flieger nach Washington D.C., da eine Busfahrt von über 9 Stunden zu lange gedauert hätte. Aber auch der Flug war mit 60 Dollar pro Person nicht besonders teuer. Von New York aus könnte man allerdings auch wieder mit dem Bus fahren, da es von dort aus wieder nur ca. 4 Stunden dauert. In Washington angekommen, spazierten wir zunächst einmal über die National Mall, wo die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Washingtons auf einem Fleck sind:

  • Lincoln Memorial
  • Weißes Haus
  • Washingtion Monument
  • Kapitol

Am zweiten Tag fuhren wir zum Pentagon, wo wir uns das 9/11 Memorial ansahen. Hinter dem Pentagon befindet sich ein weitflächiges Denkmal, wo 184 Bänke an die verstorben Opfer erinnern. Die Bänke sind nach Jahrgang sortiert, was es für uns zu einem sehr bewegenden Ereignis gemacht hat, da es unter den Opfern auch viele in unserem Alter oder sogar jünger gab. Genau wie das 9/11 Memorial in NYC, lohnt es sich  auch hier vorbei zu schauen.

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An unserem letzten Tag waren wir zu Besuch bei der Deutschen Botschaft in Washington & konnten dort eine Führung machen. Dies war allerdings nur möglich, da wir einen der Mitarbeiter kannten.
Auf dem Weg zurück nach New York planten wir noch einen Tag in Philadelphia ein, da die Stadt genau zwischen New York & Washington liegt. Leider war Philadelphia für uns eine Enttäuschung, weil es nicht wirklich viel zu sehen gab und die Stadt sehr verwahrlost ausschaut. Wenn man sich trotzdem gerne mal die Stadt ansehen möchte, reicht es einen Tagesausflug von New York aus zu planen. Folgende Attraktionen haben wir uns angesehen:

  • Rocky Steps
  • Independence Mall
  • Franklin InstituteIMG_5718

Niagara Falls & Toronto
Als wir nach den Midterms, Anfang Mai, unsere ersten Klausuren hinter uns hatten, entschieden wir uns für ein Wochenende nach Kanada zu reisen. Mit dem Studenten J-1 Visum ist man berechtigt während des Auslandaufenthalts beliebig oft aus- und einzureisen. Um dies tun zu können, muss man sich das DS-2019 Visum vom International Department des Berkeley Colleges unterschreiben lassen.
Mit TakeTours hatten wir ein super günstiges Angebot gefunden, wo wir für nur 150$ inkl. Bus & Hotels zu den Niagara Falls und nach Toronto reisen konnten. TakeTours bietet neben diesem Reisepaket noch viele andere Touren in amerikanische Städte an. Bei TakeTours handelt es sich ausschließlich um geführte Touren, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Der Nachteil ist, dass man immer an den Bus und seine Anfahrtspunkte gebunden ist und so nur schlecht etwas auf eigene Faust machen kann. Wir hatten allerdings Glück mit unserer Reiseleitung und konnten Toronto alleine  besichtigen und haben uns dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit der Gruppe verabredet. Auf der anderen Seite bekommt man durch eine geführte Tour natürlich alles super erklärt, muss sich im Prinzip um nichts kümmern und die Attraktionen, die auf der Fahrt geboten wurden, waren auch wirklich sehenswert.
Den Freitagabend und Samstagvormittag haben wir an den Niagara Falls verbracht. Sie sind kaum in Worte zu fassen, man muss einfach selbst dort gewesen sein, da sie wirklich sehr beeindruckend sind, vor allem abends wenn sie beleuchtet werden. Am Morgen haben wir eine Bootfahrt gemacht, wo man direkt an den Wasserfällen vorbei fährt und nicht selten nass wird :D. Ebenfalls kann ich empfehlen sich die Niagara Falls vom Skylon Tower, einer tollen Aussichtsplattform, anzusehen.

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Am Nachmittag ging es mit dem Bus weiter ins 1,5 Stunden entfernte Toronto. Wie vorhin schon erwähnt, haben wir uns dort selbst umgeschaut und nicht die Attraktionen der Tour mitgemacht. Folgendes kann ich in Toronto empfehlen:

  • CN Tower (sehr teuer, es soll sich allerdings wirklich lohnen)
  • Lake Ontario (Habourfront Park)
  • Toronto Sign & altes/neues Rathaus (Nathan Phillips Square)
  • Stream Whistle Brewing (berühmte kanadische Bierbrauerei direkt neben dem CN Tower)
  • Downtown Toronto
  • Chinatown Toronto

Im Gegensatz zu New York ist Toronto eine sehr saubere Stadt, aber auch generell ist Kanada deutlich gepflegter als die USA. Man muss allerdings dazu sagen, dass Toronto eine noch sehr junge und daher moderne Stadt ist.
Bevor es wieder zurück nach New York ging, fuhren wir sonntags schon sehr früh los, um an den 1000 Islands im Norden des Lake Ontario’s eine Bootstour zu machen. Auf dem Boot konnte man frühstücken und dabei die wunderschöne Natur der 1000 Islands bewundern.

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Natürlich sollten dies nicht meine letzten Reisen in meiner Zeit den USA werden. In meinem nächsten Blogpost berichte ich über meinen Roadtrip zu den Keys und Miami, sowie meine Reise nach Kuba.

…Live like a New Yorker

Ohne Google Maps zum College in einer Millionen-Metropole wie New York City? Niemals! Auch ich konnte mir das zu Beginn meines Auslandssemesters nicht vorstellen, aber schon nach wenigen Wochen erschien mir die Stadt weniger verwirrend. Man wächst in verschiedenen Hinsichten zu einem richtigen New Yorker ohne es wirklich zu realisieren, sei es das hektische Umsteigen von einer Subway in die andere oder den täglichen Besuch bei Starbucks. In diesem Blog gebe ich Tipps rund um das Leben in New York.


Public Transport:

Die Metrocard ist die einfachste, jedoch nicht die günstigste Variante, um von „A“ nach „B“ zu kommen, denn ein Monatsticket kostet satte 120 Dollar. Die Metrocard gilt sowohl für Subway, als auch für alle Busse. Je nachdem wie oft man Bus & Bahn nutzt, empfiehlt sich auch eine aufladbare Metrocard. Hier werden pro Fahrt $2,50-$3,50 abgebucht.
Alternativ kann ich für das Sommersemester empfehlen, sich ein Fahrrad zu mieten. In ganz New York City gibt es Fahrrad-Stationen von CityBike, sodass man an fast jeder Ecke ein Fahrrad findet bzw. abstellen kann. Ein CityBike kostet monatlich $15, wobei dies mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten verbunden ist. Trotzdem liegt man insgesamt bei $180 und zahlt immer noch weniger als für zwei Monatstickets. Besonders für Leute, die noch ein Praktikum machen und länger in New York bleiben möchten, lohnt sich ein solcher Vertrag auf jeden Fall. Außerdem kann man im Anschluss versuchen, den Vertrag weiterzuverkaufen.
New York ist bekannt für seine sogenannten Yellow Cabs, welche inzwischen allerdings von Uber, Via, Lift & Co abgelöst werden, da diese deutlich günstiger sind. Einfach die jeweilige App runterladen, Kreditkarte angeben und man wird jederzeit an das gewünschte Ziel gebracht. Der Preis wird einem vor der Fahrt angezeigt, sodass auch keine unerwarteten Wartezeiten in den Preis miteinkalkuliert werden können. Besonders den Mädels empfehle ich nach dem Feiern immer ein Uber zu bestellen, da sich nachts in den Subways teils komische Menschen aufhalten. Mit Uber-Pool zahle ich meist nicht mehr als drei Dollar nach Hause.

Clubs & Bars:

Es ist keine Frage, dass es in New York viele und teils die weltweit besten Rooftops gibt. Gerade im Sommer sollte man keine Gelegenheit verpassen den Abend auf einem Rooftop ausklingen zu lassen. Mein persönlicher Favorit ist das „230 Fifth“ in Midtown Manhattan, mit direktem Blick aufs Empire State Building (siehe Bild). Auch das „Le Bain“ im Meatpacking District oder das „PHD Downtown“ sind absolut empfehlenswert. Es muss auch nicht immer eine Rooftop-Bar mit dem besten Blick auf die Stadt sein, da dort die Preise für Getränke und Essen sehr hoch sind. Viele Wohnhäuser in Manhattan haben ihr eigenes Rooftop und meistens hat irgendein Kommilitone das Glück in einem solchen zu wohnen.
Neben den Rooftop-Bars gibt es auch richtig coole und vor allem günstige Bars im Greenwich Village, nahe des Washington Square Parks. Greenwich Village ist das Studentenviertel New Yorks, da die NYU dort einen großen Campus hat. Hier sollte man auf jeden Fall in die Bars „Off the Wagon“ oder „3 Sheets Saloon“ gehen. Es gibt fast jeden Tag Specials für Studenten, besonders unter der Woche. Um den Abend, nach dem ein oder anderen Bier-Pitcher perfekt zu machen, sollte man niemals nach Hause gehen ohne sich den meines Erachtens besten Mitternachtssnack New Yorks zu gönnen, Artichoke Basille’s Pizza (direkt neben „Off the Wagon“).
In New York geht man mit Promotern feiern. Dies ist besonders für Mädchen von Vorteil, denn hier muss man als Frau weder Eintritt noch Getränke bezahlen. Man hat in einem Club einen Tisch und ist immer mit Getränken versorgt. Die Promoter werden von den Clubs bezahlt, dass sie Mädels mitbringen, was wiederum Wohlhabende in die Clubs locken soll, um möglichst viel zu verzehren und das Image des Clubs zu steigern. Vereinzelt laden Promoter vor der Party zum Dinner oder Brunch ein. Manche Promoter nehmen auch Jungs mit in die Clubs, allerdings müssen diese meist einen Aufpreis ($20-$100) zahlen.

Folgende Clubs gehören zu meinen persönlichen Favoriten:

  • Tao (unbedingt das Dinner probieren! (siehe Bild))
  • PHD Downtown (Rooftop-Club mit Blick auf die Skyline)
  • Marquee
  • Avenue
  • 1OAK
  • Lavo (jeden Samstagnachmittag Party-Brunch sowie auch Nightclub)
  • Bagatelle (sehr gutes Dinner)

Generell kann man sagen, dass sich die Partyszene hauptsächlich im Meatpacking District und Chelsea abspielt, aber auch Brooklyn entwickelt sich langsam.
Die meisten Promoter haben ihr festes Wochenprogramm und demnach auch ihre Stammclubs & Bars. Daher kann ich nur empfehlen mit verschiedenen Promotern feiern zu gehen, um nicht nur in die gleichen Clubs zu gehen.
Ich hatte das Glück und konnte am Anfang des Semesters meinen 21. Geburtstag im Tao feiern und es war wie ein zweites Mal 18 zu werden!  In den USA ist man nämlich erst mit 21 volljährig und kann dementsprechend vorher nicht feiern gehen. Auch mit Fake-IDs ist es inzwischen schwierig.

Sport:

In New York wird man täglich von Fast Food angelockt und wird auch nicht selten schwach. Daher ist es umso wichtiger Sport zu treiben. Neben dem traditionellen Joggen im Central Park, bieten sich ebenfalls der Hudson & East River als tolle Alternative an.
Dieses Sommersemester haben alle Fresenius-Studenten kostenlos eine dreimonatige Mitgliedschaft für den New York Sportsclub (NYSC) bekommen. Der NYSC ist vergleichbar mit McFit oder JustFit in Deutschland und hat viele Studios innerhalb sowie außerhalb Manhattans. Es werden täglich viele Kurse, auch bekannte wie „Les Mills“, angeboten und teilweise sind die Fitnessstudios sogar mit Indoor-Pool und Sauna ausgestattet.
Alternativ zum Fitnessstudio gibt es in New York viele Gruppen, die sich wöchentlich zum Sport verabreden. Hierzu würde ich mich einfach mal im Internet schlau machen.

Shoppen:

Shoppen kann man in New York an fast jeder Ecke. Klassisch gehen viele New Yorker an der 5th Avenue einkaufen. Aber auch in Soho (Spring Street & Prince Street) befinden sich kleine, schöne Boutiquen. Außerdem ist die Atmosphäre in Soho durch die vielen Wandmalereien eine ganz besondere.
Um die richtigen Schnäppchen zu ergattern, verlässt man am besten New York und fährt mit einem Shuttle-Bus vom Port Authority Bus-Terminal zum Jersey Garden, ein riesiges Outlet mit etlichen Marken.

Günstig einkaufen:

Die Standard-Supermärkte New Yorks, wie CVS Pharmacy oder 7Eleven, sind total überteuert. Hier sollte man nur einkaufen, wenn man irgendetwas vergessen hat oder etwas dringlich sucht. Manche bieten zwar einen Studentenrabatt an, aber das kommt eher selten vor.
Mein absoluter Tipp zum Lebensmittel-Shopping ist ALDI. Der ALDI in Manhattan befindet sich allerdings in East Harlem (117th Street) und ist nicht besonders gut zu erreichen. Ich mache es im Moment so, dass ich dort einmal im Monat hinfahre, um Nudeln & Reis oder Dinge, die länger haltbar sind, einzukaufen.
Trader’s Joe ist der amerikanische Ableger von ALDI und ist mehrmals in Manhattan zu finden. Es ist nicht ganz so günstig wie ALDI, aber deutlich preiswerter als andere Supermärkte.
Jack’s ist ein kleines Geschäft bei dem man nahezu alles bekommt, von Lebensmitteln bis zu Schreib- und anderen Haushaltswaren. Hier kann man auch das ein oder andere Schnäppchen ergattern, und das Beste: Er befindet sich nur ein Block vom Berkeley College entfernt, also lohnt es sich nach der Uni mal vorbeizuschauen.
Ich kann nur für das Sommersemester sprechen, aber im Frühling & Sommer gibt es viele Obst & Gemüsestände in den Straßen von Manhattan! Das Obst ist total günstig und die Qualität ist auch in Ordnung. Man kann also in New York nicht behaupten, dass es schwer bzw. zu teuer ist sich gesund zu ernähren.

Lunch, rund um das Berkeley College & Pace University Midtown:

Folgende Orte für ein Mittagessen zwischen den Vorlesungen kann ich empfehlen:

  • ESSEN (290 Madison Ave)
  • Food Hall im Grand Central
  • Cafe Zaiya (18E 41st)
  • Chipotle (28W 40th)
  • METRO (14E 42nd)

In meinen nächsten Blog geht es um meine Reisen nach Boston, Washington D.C & Philadelphia sowie zu den Niagara Falls & Toronto mit TakeTours.

…Bulimielernen – Auf Wiedersehen!

 

Zwei Wochen vor Semesterende beginnen für die Klausuren zu lernen? Das kann man hier leider komplett vergessen. Das amerikanische Unisystem unterscheidet sich sehr stark vom Deutschen. Was das Berkeley College und die Pace University sonst noch bieten, werde ich in folgendem Beitrag näher beschreiben.

Eins ist sicher, besser könnte die Location einer Uni nicht sein. Das Berkeley College liegt direkt in Midtown Manhattan im Herzen des Big Apples. Auch die Pace University schlägt sich nicht schlecht mit ihren Standorten an der 5th Avenue in Midtown und am One Pace Plaza, unmittelbar an der Brooklyn Bridge. An welchen Standorten man Vorlesungen hat, hängt vom Schwerpunkt und dem Fachsemester ab.

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Am Berkeley College werden die Schwerpunkt-Vorlesungen gehalten. Dieses Semester werden die Schwerpunkte Marketing-Management, Personalpsychologie und Controlling angeboten. An der Pace University muss man einen Language-Skill Kurs belegen. Welche Art von Kurs belegt werden muss, hängt vom Fachsemester ab. Ich belege den Schwerpunkt Controlling, wobei ich direkt sagen muss, dass es sich bei diesem Schwerpunkt nicht um das Controlling handelt, was man aus REWE II kennt. Es ist eher ein Mix aus Finance & Banking. Ich empfehle sich vorher mit ehemaligen Teilnehmer des Auslandssemesters auszutauschen, um sich wirklich sicher zu sein, welcher Schwerpunkt am besten zu einem passt.

Die Vorlesungen am Berkeley College werden überwiegend nachmittags zwischen 12:30 und 15:50 Uhr gehalten. Meistens beenden die Dozenten die Vorlesungen aber früher. Zu den Dozenten haben wir hier ein richtig gutes Verhältnis. Sie sind immer bemüht, dass wir alles verstehen und bieten auch außerhalb der Vorlesungszeiten Termine an, um Probleme zu besprechen. Man fühlt sich wieder ein bisschen zurückversetzt in die eigene Schulzeit, denn wie in der Schule schreibt man an amerikanischen Universitäten fast jede Woche Tests und bekommt Hausaufgaben auf, die benotet werden. Auch Anwesenheit und Beteiligung am Unterricht sind Bestandteile der Endnote. Es bieten sich hier also mehrere Möglichkeiten an, seine Noten zu verbessern, falls man mal einen schlechten Tag hatte. Mit dieser Möglichkeit ist aber auch ein gewisser Arbeitsaufwand verbunden, denn anders als in Deutschland muss man hier sehr viel in Büchern nachlesen und zusammenfassen, in nur wenigen Vorlesungen bekommt man Skripte.

Am Berkeley College fühlt man sich sehr schnell wie zu Hause. Es gibt für die Fresenius-Studenten seit 2016 eine eigene Etage, die mit Highlights in der typischen Fresenius-Farbe, azurblau, an die Fresenius erinnern. Auf dieser Etage haben wir unsere eigene Ansprechpartnerin, Priya Nayar, welche uns bei allen Fragen rund um das Studium weiterhilft.
Außerdem hilft das International Department des Berkeley Colleges bei vielen Fragen, wie zum Beispiel Visumsbestimmungen oder Arztbesuche weiter. Desweitern informieren sie uns häufig über die Events des Berkeley Colleges, zu welchen auch wir eingeladen werden. Durch solche Events kann der Kontakt zu anderen Berkeley Studenten hergestellt werden, sodass man sich auch mit Internationalen austauschen kann, denn wie schon in meinem ersten Blog erwähnt, haben die Fresenius-Studenten hier nur unter sich Vorlesung.

Die Vorlesungen an der Pace University finden überwiegend am Vormittag statt, für manche an zwei Vormittagen, für andere an nur einem Vormittag. Dies variiert immer nach Art von Language-Class. Obwohl man im Vergleich zum Berkeley College hier nur sehr wenig anwesend ist, kann man trotzdem an Aktivitäten der Pace University teilnehmen, über welche man allerdings nicht informiert wird, sondern selbst aktiv werden muss.

Ich muss schon sagen, dass das Studieren in Amerika eine große Umstellung ist. Aber wie an fast alles hier in New York, gewöhnt man sich mit der Zeit auch daran. Im nächsten Blog werde ich euch mehr darüber erzählen, wie man als „new“ New Yorker/in so lebt und was die Stadt sonst noch bietet.

…FINALLY ARRIVED

„I will study in New York City“. Mit dieser Aussage beim Amerikanischen Konsulat in Frankfurt, drei Wochen vor meinem Flug, wurde mir erst richtig bewusst, dass es bald endlich losgeht. Mein Name ist Helena, ich studiere BWL am Standort Köln und freue mich in den nächsten Wochen von meinem Abenteuer „StudyNYC“ zu berichten.

Bereits zwei Wochen vor Semesterbeginn am Berkeley College zog es mich in das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Nicht einmal 24 Stunden in New York verbracht, machten eine Freundin und ich uns auf den Weg die Ostküste der USA zu entdecken. Unsere Route führte uns nach Boston, Washington D.C und Philadelphia. Ich kann wirklich jedem empfehlen die Woche(n) vor der Culture Week zu nutzen, um durch die USA zu reisen. Hier ist man noch völlig frei und muss keine Assignments oder Paper für die Uni vorbereiten. Wie es uns auf unserer Reise ergangen ist, werde ich in einem anderen Blogpost berichten, in dem ich auch andere Ausflugsziele rund um New York empfehle.

Zurück in New York war ich super gespannt endlich in mein Apartment im schönen East Village einzuziehen. Mein Zimmer habe ich über die Organisation „ManhattanNext“ gefunden. ManhattanNext ist spezialisiert auf Studenten und Young Professionals, die für eine gewisse Zeit in New York ein Zimmer suchen. Man kann auf der Seite von ManhattanNext Anreise & Abreise (auch mitten im Monat möglich), Wunschgröße des Apartments, Budget und sonstige Wünsche angeben und erhält relativ zügig eine Antwort mit Wohnungsvorschlägen. Ich persönlich würde mir mehrere Angebote schicken lassen und immer auf das Budget hinweisen, da einem anfangs sehr teure Objekte geschickt werden. ManhattanNext hat den Nachteil, dass man eine Service-Gebühr zahlen muss, wenn man ein Zimmer bucht. Die Service-Gebühr wird aber auch erst fällig, wenn man das Zimmer wirklich bucht, das heißt man kann sich auch vorher unverbindlich Angebote schicken lassen. Trotz der Gebühr kann ich ManhattanNext absolut empfehlen, denn das Team war immer super freundlich und ist auf all meine Wünsche eingegangen. Auch die Option mitten im Monat einziehen zu können oder bei Bedarf auch länger zu bleiben, sofern das Zimmer noch zu haben ist, ist immer gegeben. Gerade für Leute wie mich, die eventuell noch ein Praktikum machen möchten, ist diese Möglichkeit perfekt. Seit 2 Wochen wohne ich nun schon in meinem kleinen aber feinen Zimmer in einer 4er WG. Meine Mitbewohner kommen aus Schweden und Norwegen und sind alle total lieb. Mir war es wichtig, dass ich mit Internationalen zusammen wohne, um nicht nur in der Uni Englisch zu sprechen, sondern auch im Alltag, denn mit Deutschen hat man hier wirklich genug zu tun, da die Vorlesungen nur unter Fresenius-Studenten gehalten werden.

Nun aber zur Culture Week, die meines Erachtens nicht nur Spaß, sondern auch wirklich Sinn macht, da man hier neben vielen Sightseeing-Aktivitäten auch wichtige Dinge, wie Student-IDs an Berkeley & Pace, erledigt. Da in vorherigen Beiträgen schon relativ ausführlich über die Culture Week gesprochen wurde, und wir die gleichen Dinge wie das vorherige Semester gemacht haben, hier nur der Ablauf mit ein paar Kommentaren:

  • Sonntag: Brunch bei Edi & Wolf
    tolle Gelegenheit alle Teilnehmer des Integrierten Auslandssemesters von verschiedenen Standorten kennenzulernen.
  • Montag: Private Sightseeing-Bustour durch Manhattan
    bei Regen nicht zu empfehlen, wir konnten leider nur wenige Sehenswürdigkeiten sehen
  • Dienstag: Begrüßung am Berkeley College
    hier bekommt man den Stundenplan und die Student-ID. Dieses Semester haben alle Fresenius-Studenten eine Membercard für den New Yorks Sports Club erhalten, wo wir nun kostenlos trainieren dürfen.
  • Mittwoch: Begrüßung an der Pace University
    auch hier bekommt man eine Student-ID und macht eine Campus-Führung
  • Donnerstag: One World Observatory
    absolut zu empfehlen, normalerweise kostet der Eintritt 35$
  • Freitag: Walking Food Tour im Greenwich Village
    bei jeder (!!) Wetterlage zu empfehlen, leider hat es bei uns auch hier geregnet, aber wir hatten einen netten Guide und das Essen war super.

Inzwischen hat schon die Uni begonnen und anders als in Deutschland geht es hier von Anfang an richtig los. In der zweiten Woche steht schon mein erster Test an… Wie das System in einer amerikanischen Uni ist und wie es uns Deutschen damit ergeht, berichte ich in meinem nächsten Blogeintrag.

…Besucht. – Washington

Das vorletzte Wochenende unseres Auslandssemesters noch einmal richtig genutzt: Es ging in DIE Stadt. Die Hauptstadt der vereinigten Staaten von Amerika. Ich hatte keine großartigen Erwartungen oder Vorstellungen. Viele Memorials, alles vielleicht ein bisschen imposanter und pompöser. Das Weiße Haus groß und beeindruckend.

Freitagabend stiegen wir in den Bus am Port Authority Terminal in Manhatten ein. Er fuhr pünktlich los. Die Fahrt verlief völlig reibungslos und ruhig. Ich schaffte es sogar etwas für die Uni zu erledigen und einen weiteren Blogeintrag fertig zu stellen.

In Washington angekommen, wurde „pompös“ und „imposant“ schon übertroffen.

Unser Hotel lag 10 Minuten Uber-Fahrt (welche im Vergleich zu New York spottbillig war, vor allem wenn man sie sich zu viert teilte) von der Union Station entfernt.

Man begrüßte uns sehr freundlich im „Hampton Inn“ und gab uns unsere Zimmerkarten. Wir schliefen alle gemeinsam in einem modernen Zimmer mit zwei bequemen Doppelbetten. Wir waren beeindruckt, wie viel wir hier für das wenige Geld geboten bekamen. Doch geschlafen wurde noch nicht. Kurz auf’s Zimmer frisch machen, mit einem Uber zur U-Street fahren und irgendwo ein nettes Restaurant finden, dessen Küche noch nicht geschlossen war. Unmöglich, wie sich herausstellte. Die Straße ist zwar eine berüchtigte Studentenstraße und zum Ausgehen super geeignet, jedoch kriegt man hier um 23 Uhr auch kein Essen mehr. Also ging es zu „Ben’s Chili Bowl“ – eine Empfehlung eines Freundes. Sehr außergewöhnlich und lecker, allerdings auch ein wenig scharf. Wie ich hier aber festgestellt habe, liegt meine Messlatte für Schärfe eher unterhalb der eines normalen Menschen.

Auf einen Schlummertrunk ging es noch ins „Archipelago“ – eine Tiki-Cocktailbar mit klassischer und außergewöhnlicher Auswahl an Getränken in polynesischen Gläsern sowie Fingerfood.

Für einen Freitagabend war allerdings recht wenig los auf der scheinbar so für Studenten berüchtigten U-Street. Wir wunderten uns über die leeren Straßen, über die kleinen süßen, europäisch aussehenden Gebäude, über den Kleinstadtlook.

Samstag wollten wir uns früh aufmachen, alle Memorials und Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Mit einem deftigen Frühstück gestärkt, ging es dann zu Fuß zum Weißen Haus, welches wir erst von der „falschen Seite“ betrachteten.

Es war weniger imposant als in unserer Vorstellung. Außerdem gefühlt Kilometer weit entfernt. Es war trotzdem ein Besuch wert. Wenn man das weltbekannte Gebäude allerdings einmal von innen zu Gesicht bekommen möchte, muss man sich schon ein halbes Jahr im Voraus um einen Termin kümmern.

Direkt gegenüber war der National Community Christmas Tree umgeben von kleinen Spielzeugeisenbahnen und kleineren Weihnachtsbäumen, von denen jeder einen Staat der USA repräsentieren sollte. Sich das Ganze einmal im Dunkeln anzusehen, wäre sicherlich spektakulärer gewesen als bei Tageslicht. Es war allerdings auch so sehr schön und mit Liebe zum Detail dekoriert.

Weiter ging es zum Obelisken – dem Washington Monument, der in Sichtweite des Weißen Hauses lag. Ein Pfad führte den Hügel hinauf, wo er auf einem Platz umgeben von amerikanischen Flaggen in den strahlend blauen Himmel ragte. Von Weitem noch weniger imposant aussehend, war er mit seiner Höhe von 170m und einem Durchmesser von 17m umso beeindruckender, wenn man direkt vor ihm steht.

Von dort aus führte ein weiterer Weg über das National World War II Memorial…

…zum Lincoln Memorial – eine Art Tempel, in dessen Inneren eine riesige Abbildung des ehemaligen Präsidenten auf einer Art Thron saß. Dort zu stehen, wo Martin Luther King seine „I Have A Dream“ Rede hielt, war beeindruckend.

Martin Luther King Jr. hatte aber auch noch sein eigenes Memorial. Auf dem Weg dorthin sahen wir auch das Korean War Veterans Memorial:

Stolz darauf, dass wir schon so viel geschafft hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant für eine kleine Stärkung. Da Cafés und Restaurants allgemein in Washington nicht an jeder Ecke vorhanden sind, fuhren wir in die Nähe unseres nächsten Spots: Das Kapitol. Dort aßen wir eine Kleinigkeit zu Mittag und entflohen den eisigen Temperaturen draußen für einige Zeit.

Weiter ging es dann zum Kapitol – dem Sitz des Kongresses. Es war das beeindruckendste Gebäude, das wir an diesem Wochenende sahen! Auch hier fiel uns wieder auf, dass die Fahnen auf Halbmast hingen. Wir fragten zwei Security Männer, was der Grund dafür sei. Es war der Tod von John Glenn – der erste Amerikaner, der die Erde in einem Raumschiff umkreiste und an diesem Samstag im stolzen Alter von 95 Jahren verstarb.

Eine weitere Sehenswürdigkeit stand auf unserer Liste: Das Pentagon. Nach 10-minütiger Fahrt erreichten wir es. Schon aus dem Auto aus fragten wir uns, ob es das wirklich sei. Der Gebäudekomplex des Verteidigungsministeriums ist weiträumig abgesperrt. Filmen und Fotografieren verboten. Das Memorial an 9/11 lediglich zwei Steine, ein kleiner Platz, wo hier und da ein paar Pflanzen hervorragen. Wir waren etwas enttäuscht und würden dies nicht unter die Must-Sees von Washington packen.

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Im Anschluss fuhren wir zu dem von den Amerikanern zum schönsten der USA gekürten Weihnachtsmarkt. Das lassen wir mal einfach so stehen. Die Vorweihnachtszeit in New York und auch in Washington ist toll, auch wenn wegen mangelnder Anwesenheit der Familie keine wirkliche Weihnachtsstimmung aufkommt, allerdings sollten die Amerikaner öfter mal Deutschland einen Besuch während dieser Zeit abstatten, um ein Gefühl für einen richtigen Weihnachtsmarkt zu bekommen. 😉 Keine kleinen Fressbuden aus Holz, geschweige denn Stände, wo man die wenig süßen und herzhaften Sünden unter Heizpilzen genießen kann, wenig strahlende Beleuchtung – zumindest auf den Weihnachtsmärkten. Vielleicht sind wir Deutschen aber da auch sehr eigen und für uns gehören Glühwein, Punsch, Bratwurst und selbstgeschnitzte Holzfiguren einfach zur Weihnachtsvorfreude dazu. Auf den amerikanischen Weihnachtsmärkten findet man eher Kleidung, viel Schmuck und anderes, was man auf den ersten Blick nicht mit Weihnachten assoziiert. Kleinere und doch typische Leckereien gibt es ab und zu – auch auf dem Weihnachtsmarkt im Bryant Park (New York). Allerdings kommt dort nicht eine solche weihnachtliche Stimmung auf wie auf den deutschen Märkten – aber das kann auch einfach meine ganz eigene Meinung sein.

Hier ein paar ausgewählte Impressionen der schönsten und weihnachtlichsten Stellen in New York:

Enttäuscht auch von diesem Weihnachtsmarkt, ging es zum Frustshoppen und auf eine heiße Schokolade und ein Croissant ins Le Pain Quotidien.

Ein Uber-Fahrer empfiehl uns zum Abendessen drei Restaurants, die allerdings schon ausgebucht waren. Anscheinend krochen alle Bewohner und Geschäftsleute zum Abend hin aus ihren Löchern. Seine Tipps möchte ich hier dennoch teilen, damit man die Reservierung vielleicht schon im Vorhinein vornehmen kann:

  • „Dirty Habits“
  • „Coco Sala“
  • „RPM“

An diesem Abend trafen wir uns noch mit einer anderen Gruppe, die allerdings nur den Tag über in Washington war, zum Abendessen. Für uns ging es dann in das weniger empfehlenswerte „Graffiato“. Trotz Reservierung ließ man uns eine Stunde auf unseren Tisch warten und auch dann ergriffen wir selbst die Initiative und verlangten einen anderen frei gewordenen Tisch. Unfreundliche, unfähige Manager, laut denen es eine „Crazy Night“ sei (da haben sie New Yorker Samstagabende aber noch nicht gesehen!), die lange Wartezeit und schlechtes Essen vermiesten uns den Abend. So konnte er jedenfalls nicht enden!

Und so machten wenigstens fünf von uns sich auf den Weg in die Rooftopbar Pov vom W Hotel. Die Schlange vor dem Eingang versprach wenigstens, dass es eine gute und populäre Location war. Endlich oben angekommen, drängelten wir uns zwischen den exzessiv tanzenden Menschen in schicken Anzügen und Kleidern im Golden-20s-Look zur Bar. Ein einmaliges Spektakel! So ließ man also los hier in Washington. So schaltete man vom Arbeitsalltag also ab. Schmunzelnd und die Meute beobachtend tranken wir unsere Cocktails und ließen uns ein kleines bisschen mitreißen. Tanzend, mit Blick auf das Weiße Haus und den Obelisken ließen wir den Abend ausklingen.

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Da der Bus Sonntag erst um 18 Uhr abfuhr, hatten wir quasi noch den ganzen Tag, um das Roosevelt Memorial abzuklappern sowie die zwei Stadtviertel „Georgetown“ und „Adams Morgan“ zu besuchen.

Das Franklin Roosevelt Memorial war auf den ersten Blick gar nicht so besonders. Ich würde es allerdings eher als einen Memorial Walk bezeichnen. Angefangen mit einer Statue, die Roosevelt in seinem Rollstuhl darstellte, führte ein Weg durch seine vier Amtszeiten. Abbildungen von Geschehnissen in diesen Jahren und in Stein gehämmerte Zitate versetzen einen in diese Zeit zurück.

Georgetown. Ein Stadtviertel in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Wie stellt man sich so etwas vor? So jedenfalls sicherlich nicht:

Die Häuser klein, bunt, süß. Hier fühlt man sich auf Anhieb wohl. Viele einzigartige Boutiquen, in denen wir Mädels alles hätten mitnehmen können.

Auf Empfehlung holten wir uns einen Cupcake bei der hier berüchtigten Georgetown Cupcake Bakery…

…tranken einen Kaffee und aßen einen Crêpe in dem französischen Café „Paul“…

…und schlenderten ein wenig durch die Straßen und Läden.

Adams Morgan war im Gegensatz zu Georgetown eher ein reines Wohnviertel mit wenigen Restaurants. Die Häuser romantischer mit ihren Erkern und Türmchen. Ein Viertel wie aus einem Märchenbuch entsprungen.

Für ein frühes Abendessen vor der Busfahrt war noch genug Zeit und so trieb es uns ins „Rosemary’s Thyme“, wo wir köstliche Calamari, Meeresfrüchte Tagliatelle, Spinatravioli und Shrimps mit Reis aßen.

Mit nur einer halben Stunde Verspätung kamen wir wieder in New York an. Gefühlt waren wir eine Woche weg gewesen. So viele Eindrücke. Wir waren wieder hier. In New York. Nach Washington merkten wir wieder, dass diese Stadt einfach ein Fall für sich ist; dass nichts ist wie hier. Und das ist nicht unbedingt negativ gemeint. New York ist anders als der Rest der Staaten, anders als der Rest der Welt und das ist es auch, was uns hier alle immer sagen. New York ist eigen. Einzigartig. Anders. Ein Fall für sich.

Washington D.C. ist außergewöhnlich und sehenswert! Von New York aus sind es „nur“ ca. 4 Stunden mit dem Bus (pro Fahrt ca. $25). Es ist gut in zwei vollen Tagen zu schaffen – alle Sehenswürdigkeiten sogar schon an einem Tag.

Ich hatte keine großartigen Erwartungen oder Vorstellungen. Viele Memorials, alles vielleicht ein bisschen imposanter und pompöser. Und auf seine Art und Weise war es das auch. Imposanter und pompöser als New York. Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Eine Planstadt. Eine Großstadt gemacht wie eine Kleinstadt. Im Nachhinein verlieh die Leere, das Ausgestorbene der Stadt nur das gewisse Etwas. Andächtig. Mysteriös. Geheimnisvoll.