The best surfer out there is the one having the most fun

Wie immer viel zu spät renne ich mit meinem, in letzter Minute zusammengepackten Rucksack über den Schultern und meinem besten Freund – einem jordanischen Exchange Studenten – an der Seite zu dem Bus, der uns zum Surf Camp Australia, welches im wunderschönen Gerroa gelegen ist, bringen soll. Gerade noch rechtzeitig erreichen wir den Bus, um den sich schon viele UTS Studenten versammelt haben und können gerade noch so einen Sitzplatz nebeneinander ergattern.

 

Nach 2 Stunden endlich angekommen werden wir auch schon von unseren Surflehrern in Empfang genommen und in einem kleinen Vortrag über den Ablauf der nächsten Tage informiert und auf unsere Bungalows verteilt.

Wenn man in einer internationalen Stadt wie Sydney und noch dazu in einem UTS Wohnheim lebt, kommt man nicht allzu häufig in Kontakt mit „richtigen“ Australiern. Man ist quasi die ganze Zeit von Internationals umgeben, was seine Vor- und Nachteile haben kann. Für mich persönlich war es am Anfang einfacher Englisch mit Internationals zu sprechen, da auch der Gesprächspartner nicht fehlerfrei sprechen kann und somit auch nicht jeden Fehler meinerseits hören kann. Andererseits lohnt es sich, wirklich auch Kontakt mit Australian zu suchen, da sich ihre freundliche, offene Art und positive Lebenseinstellung wirklich gegenüber anderer Kulturen abzeichnet, auch wenn der Australische-Akzent manchmal ein wenig schwierig zu verstehen ist. Die Surflehrer im Surf Camp Australia entsprechen jedenfalls genau dem Bild, wie man sich typische Australier vorstellt. Lockige, blonde Haare, Badeshorts und eine unglaublich lockere und lustige Art. Auch nach dem Surfcamp hatte ich noch mit vielen der Surflehrer sehr guten Kontakt und sogar einen gemeinsamen Roadtrip unternommen.

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Roadtrip mit meinen neuen australischen Freunden

Als am nächsten Tag um 6 Uhr in der früh der Wecker klingelt, bin ich von dem Vorhaben Surfen zu lernen gar nicht mehr so überzeugt. Doch da die sieben Anderen, mit denen ich mir ein Bungalow teile, anfangen sich fertig zu machen, rolle ich mich mit größter Überwindung auch aus meinem Bett. Nach einer kleinen Stärkung am Frühstücksbuffet geht es auch schon in den Wetsuit – Oh mein Gott ist das eisig kalt. Im Gänsemarsch marschieren wir zu Strand, wo uns im Trockenen erst einmal die Basics erklärt werden. Nachdem diese sitzen, gehts auch schon ins Wasser. Oh mein Gott – das ist ja noch 10x schlimmer als der nasse Wetsuit – und damit soll ich jetzt die nächsten 3 Stunden überstehen? Die Wellen sind stark und auch die Kälte wird mit der Zeit nicht besser, doch nach einigen Anläufen gelingt es mir tatsächlich das Surfboard zu erklimmen. Wenn man tatsächlich einmal auf dem Brett steht, dann ist das Gefühl wirklich unbeschreiblich. Man vergisst alles um sich herum (auch die Kälte) und fühlt sich für einen leider viel zu kurzen Moment komplett frei – im Blick nur die Küstenlinie.

 

Am Ende der ersten Surf-Stunde bin ich so erledigt, dass ich gerade noch so in der Lage bin, mein Surfboard zurück zu bringen und fühle mich sehr zufrieden mit meiner Leistung. Hätte ich gar nicht gedacht, dass ich mich tatsächlich auf dem Brett halten könnte. Den Abend lassen wir in einem Pub nahe dem Surfcamp ausklingen und die zweite Surfstunde am nächsten Tag läuft sogar noch viel besser als die Erste.

Meiner Meinung nach sollte jeder, der die Chance bekommt nach Australien zu reisen, diese Erfahrung mitnehmen. So schwierig kann surfen auch gar nicht sein, da sogar ich es einigermaßen meistern konnte.

Tipp: Wer gerne ein Surfwochenende buchen möchte, sollte bei den Einführungsveranstaltungen der UTS gut aufpassen – dort gibt es meistens super Rabatte.

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