Das Abenteuer beginnt!

Wow, heute ist es tatsächlich so weit. Es geht los in Richtung Sydney. Ich bin überrascht, als das Kribbeln in meinem Bauch immer heftiger wird. Eigentlich habe ich mich die letzten Wochen und Monate sehr viel mit meinem Auslandssemester in Sydney beschäftigt und auch die Zusage der UTS sowie das Abflugdatum waren schon relativ lange bekannt. Dennoch steigt die Aufregung in mir immer mehr an. Auf dem Display im Flugzeug sehe ich, welche Strecke ich noch zurücklegen muss, bis ich endlich an meinem Ziel ankommen werde: Australien! Für mich geht es von München nach Abu Dhabi, von dort aus nach Brisbane und anschließend endlich zum Flughafen Sydney. Doch bis dahin liegen noch 26 lange Stunden Flug vor mir.

Seit ich an der Hochschule Fresenius begonnen habe zu studieren, war es mein Traum, ein Semester im Ausland zu verbringen. Jetzt, wo ich so kurz davor stehe, mischt sich die Freude und Aufregung trotz alledem mit ein wenig Kummer. Nicht etwa, weil ich traurig bin von zuhause weggehen zu müssen. Ganz im Gegenteil, ich denke es ist wirklich wichtig, so viele neue Eindrücke von der Welt zu sammeln, wie es nur geht. Insbesondere wenn sich einem eine derartige Möglichkeit eröffnet. Nein, ich bin ein wenig bedrückt, weil diese tolle neue Erfahrung gleichzeitig bedeutet, vier lange Monate von meinem Freund getrennt zu sein, den ich in den letzten drei Jahren beinahe jeden Tag um mich hatte. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass alles gut gehen wird und Distanz die Liebe nur stärker macht.

Ich bin übrigens Ann-Kathrin und bevor ich meine heutige Reise angetreten habe, habe ich am Standort München Wirtschaftspsychologie studiert. Ich nehme euch in den nächsten vier Monaten mit auf mein Abenteuer in Sydney und teile meine Eindrücke mit euch.

Nachdem ich endlich zusammen mit drei anderen Mädchen von meinem Standort am Flughafen in Sydney angekommen bin, geht es mit dem Taxi in Richtung Wohnheim. Normalerweise wird von der UTS in den ersten Tagen ein Shuttle-Service vom Flughafen aus angeboten. Da wir dort aber erst um halb 11 abends angekommen sind, war es dafür leider zu spät. Während der Taxifahrt schaue ich aus dem Fenster und versuche zu realisieren, dass ich nun tatsächlich in Australien bin. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich das wirklich verarbeitet habe und auf den ersten Blick sieht die Stadt gar nicht so anders aus wie zuhause. Es ist nur leider viel kälter. Aber das ist natürlich nichts Ungewöhnliches, schließlich ist  im Moment Winter in Australien und im Vergleich zu dem Winter in Deutschland ist es hier noch relativ warm. Am Wohnheim angekommen bekomme ich die Karte für meine Apartment (Ja richtig, Schlüssel gibt’s hier nicht. Generell ist alles sehr modern hier.) Ich lebe ab jetzt im Wohnheim Gumal Ngurang in einem mixed 4-shared Zimmer, das heißt ich teile mir mein Apartment mit einem anderen Mädchen und zwei Jungs. Der Name des Wohnheims ist in aboriginal und bedeutet so viel wie freundlicher Ort.

Als ich das erste Mal die Tür meines Apartments öffne, bin ich begeistert: Es fühlt sich sofort an wie mein neues Zuhause. Ich sehe mich um und beginne meine Room-Tour durch meine neue Wohnung.

Der erste Raum ist unser Wohnzimmer und unsere Küche zugleich. Wir haben ein Sofa, Stühle, einen Tisch und einen Fernseher. Sofort schießt mir ein Bild von zukünftigen gemeinsamen Abendessen und Filmeabenden mit meinen neuen Flatmates durch den Kopf. In der Küche steht eine Küchenzeile mit Herd und Mikrowelle und ein Kühlschrank. Um alles Übrige, wie Besteck, Teller, Pfannen usw., muss man sich selbst kümmern. Es gibt jedoch in den ersten Tagen die Möglichkeit, diese Dinge im Eingangsbereich des Wohnheims zu ergattern, da viele Studenten ihre Sachen nach Ende des Semesters nicht mehr brauchen und ihren Nachfolgern umsonst zur Verfügung stellen. Man sollte jedoch schnell sein, da die besten Dinge auch am schnellsten weg sind. Am Ende des Apartments befinden sich eine Toilette und ein Badezimmer mit einer Dusche, welche ich mir mit meinen Mitbewohnern gemeinsam teile.

Jetzt wird es spannend. Ich öffne zum ersten Mal die Tür zu meinem Zimmer. Dort finde ich mein Bett, (nur Gestell und Matratze. Es empfiehlt sich gleich an der Rezeption nach Bettzeug zu fragen oder welches im Shopping Center zu kaufen, da ansonsten die erste Nacht sehr kalt werden dürfte.). Außerdem habe ich einen großen Kleiderschrank mit riesigem Spiegel, einen Schreibtisch und ein kleines Regal. Es ist nicht luxuriös, aber insgesamt sehr schön und ich bin mir sicher, dass es sich hier gut leben lässt.

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Nachdem ich mein Zimmer erkundet habe, fahre ich mit dem Aufzug in das oberste Stockwerk des Gebäudes, da mir bei meiner Ankunft gesagt wurde, dass es hier geniales Rooftop geben soll. Auch hier werden meine Erwartungen nicht enttäuscht. Das ganze Stockwerk ist ein Aufenthaltsraum für die Studenten. Es gibt einen Billiardtisch, Couchen, einen Spielautomaten und sogar eine kleine Küche. Zudem befindet sich hier ein Raum mit Waschmaschinen und Trocknern für unsere Wäsche. Das Beste erwartet mich jedoch, als ich auf die Dachterrasse gehe: ein riesiger Außenbereich mit Sitzmöglichkeiten, eigenen Fitnessgeräten und einem atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und das UTS Broadway Building. Ich betrachte das riesige Gebäude und mich überkommt ein wenig das Gefühl von Stolz. Es ist schon etwas Besonderes, jetzt ein Teil dieser riesigen Organisation sein zu dürfen.

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Zurück in meiner Wohnung erwartet mich die nächste positive Überraschung, als ich meine Mitbewohner treffe. Alle drei kommen aus unterschiedlichen Ländern und wir verstehen uns auf Anhieb super. Wir sind eine Polnisch-Mexikanisch-Japanisch-Deutsche-WG und das ist wirklich ein glücklicher Zufall, da wir somit alle gezwungen sind, uns in Englisch zu verständigen. Alle hier sind neu und somit sehr offen neue Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen. Ich bin darüber sehr erleichtert, da ich mir schon ein wenig Sorgen gemacht habe, wie meine Mitbewohner wohl sein werden und ob wir uns gut verstehen werden. Ich glaube jedoch, dass es anfangs den meisten hier so ergeht und am Ende meines ersten Tags, ist diese Sorge bereits vergessen. Morgen starten die Orientation Weeks. Das ist die UTS-Version der „Ersti-Wochen“ und dient dazu, dass sich die neuen Studenten kennlernen und sich in der Uni zurecht finden. Ich bin gespannt, was mich dort erwarten wird und werde euch darüber in meinem nächsten Blog auf dem Laufenden halten.

See you !

 

 

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