… Sydney – the end

In meinem letzten Blogpost erzähle ich von den letzten Wochen meines Studiums hier in Sydney, von den Exams und Prüfungen und einigen Trips, die ich unternommen habe. Seid gespannt 🙂

Vom 26.10.-11.11.2017 hat an der UTS die Prüfungswoche stattgefunden. Ich musste in dieser Zeit nur zwei Final Exams schreiben – ein Vorteil des Systems hier. Dadurch, dass ich während des Semesters schon sehr viele Essays und somit Prüfungsleistungen geleistet habe, schreibt man in nicht allen Fächern noch zusätzlich ein Final Exam.

Beide Exams haben wir in dem Wentworth Park geschrieben, der etwa 10 Minuten vom Campus entfernt liegt. Hier stehen einfach ganz viele Tische und Stühle in Reihen, sodass circa 700-1000 Studenten gleichzeitig schreiben können. Das Exam in Understanding Organizations war übrigens ein Open-Book Exam, was auch eine ganz neue Erfahrung für mich war. Hier durften nämlich alle möglichen Bücher, Notizen und Mitschriften mit in das Exam genommen werden, weil es nicht um die pure Abfrage des Wissens ging, sondern um die Anwendung dessen. Mein anderes Exam war ein Multiple-choice Exam.

Generell sind die Anforderungen hier sehr hoch und somit sind Noten über 90%, also High Distinction, nur sehr schwer zu erreichen, besonders für internationale Studenten. Auch dessen muss man sich bewusst sein, um nicht enttäuscht zu sein, wenn man eine sehr gute Note erwartet.

Tipp: Internationale Studenten können übrigens 10 Min extra Zeit für das Exam bekommen. Dies muss man allerdings sehr früh anmelden – also informiert Euch früh genug.

Insgesamt muss wahrscheinlich jeder Student für sich persönlich entscheiden, ob das System hier einem liegt oder nicht. Oftmals erinnert es mit den „Hausaufgaben“ und ständigen Abgaben schon sehr an die Schule. Für mich war es zwar eine ziemliche Umstellung, sobald ich mich aber an das System hier gewöhnt hatte, hat es mir auch recht gut gefallen. Ein weiteres Semester hier wäre jetzt wahrscheinlich nur halb so schwer 🙂

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Wentworth Park

 

Morisset Park

Ein weiterer Punkt auf meiner Sydney-Bucketlist war, dass ich unbedingt Kängurus sehen und am liebsten auch streicheln wollte. Mit Möhren und Banane bewaffnet haben wir uns also in den Morisset Park aufgemacht. Der Morisset Park ist ein Park-/Waldgebiet circa 2 Stunden entfernt von Sydney Central, indem Kängurus leben. Sie sind sehr zahm und für eine Banane im Gegenzug lassen sie sich auch streicheln. Und in Realität sind sie einfach noch viiiiiel süßer, als ich sie mir vorgestellt habe ❤

Tipp: Banane wird von den meisten Kängurus bevorzugt. Und fahrt nach Möglichkeit unter  der Woche und nicht am Wochenende, da dann sehr viele Menschen da sind und sich die Kängurus im Wald verstecken.

Manly to Spit Walk

Ein 10 Kilometer langer Walk von Manly nach Spit, den ich sehr empfehlen kann. Der Walk führt zuerst an der Küste von Manly entlang und später auch durch einen wunderschönen Nationalpark. Allerdings empfehle ich Sportschuhe, da der Walk durch die Entfernung und die ganzen Stufen doch recht anstrengend ist. Es ist schwierig zu beschreiben, schaut euch einfach die Fotos an.

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Trip to Melbourne

Auch Melbourne war eine Stadt Australiens, die ich mir unbedingt noch anschauen wollte. Melbourne ist eine wunderschöne und facettenreiche Stadt, die durch die Entfernung auch perfekt für einen Weekend-Trip ist. Mit dem Flugzeug sind es von Sydney nämlich nur circa 1,5 Stunden. Wir haben uns verschiedene Stadtteile angeschaut und die City mit den typischen Sehenswüridgkeiten erkundet, waren am Brighton Beach bei den berühmten Bathing Boxes und am St. Kilda Pier, haben den Sunset in den Docklands geschaut und haben jeden Tag ein neues Café ausprobiert – die Frühstückskultur ist nicht nur in Sydney, sondern auch in Melbourne einmalig. Ich kann jedem nur empfehlen, einmal einen Abstecher nach Melbourne zu machen!

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Mittlerweile sind schon viele Studenten aus dem Housing wieder nach Hause geflogen oder verreist, sodass das Wohnheim schon sehr ruhig geworden ist. Da realisiert man nochmal, dass das Semester wirklich vorbei ist.

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Da mein 6. Semester in Hamburg erst im März wieder beginnt, werde ich noch bis Januar hierbleiben und die Zeit zum Reisen nutzen. Das Auslandssemster hier in Sydney zu absolvieren, war definitiv einer der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Ich habe viele neue Menschen kennengelernt, darf Sydney eine „2. Heimat“ nennen und bin an dieser Erfahrung persönlich gewachsen. Ich bin mehr als glücklich, dass ich diese Chance hatte, in Sydney zu studieren. Ein großer Dank geht an meine Eltern, die mir diese einzigartige Erfahrung ermöglicht haben.

See you,
Judith

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… the German-Chinese Soccer Match – Die Helden von Jiading

Ein Ereignis, das sich jedes Semester höchster Beliebtheit erfreut, ist das Freundschaftsspiel zwischen den chinesischen und deutschen Studenten an der Shanghai University. Von den Dozenten erfuhren wir, dass die Deutschen in den bisherigen Aufeinandertreffen beinahe immer siegreich gewesen waren. Und so waren auch dieses Mal alle Beteiligten motiviert, der hohen Erwartung gerecht zu werden. Als wir gebeten wurden, eine Mannschaft zu bilden, war schnell ein Team aus ambitionierten und mehr oder weniger erfahrenen Hobbykickern gefunden. Alle Spieler bekamen einen passenden Fußballdress gestellt. Sogar wurden Trikots mit den Namen und gewünschten Nummern der Spieler beflockt. Da zu diesem Zeitpunkt das Spiel noch einige Wochen in der Zukunft lag, hatte die Mannschaft Zeit, zu trainieren. Hierbei wurden andere chinesische sowie internationale Studenten zu Probespielen herausgefordert. Dies forderte bereits erste Verletztungen, die jedoch alle vor dem Match auskuriert werden konnten.Team Deutschand

Als dann der Tag des Spiels anbrach, machten sich die Mannschaften und deren Fans auf den Weg zum Platz. Zuvor waren alle Deutschen sehr auf die ominöse gegnerische Mannschaft gespannt gewesen. Mittags auf dem Fußballfeld des Jiading-Campus standen sie sich nun endlich gegenüber. Man sah den Chinesen schnell an, dass es sich um das eingespielte Fußballteam der SHU handelte. Der chinesische Kader wurde offensiv um zwei international aquirierte Studenten erweitert. Vor dem Anpfiff wurden zunächst die Sponsoren des Spiels vorgestellt, die Mannschaftsfotos gemacht und die Kapitäne der Teams hielten kurze Reden. Unter Applaus der Zuschauer liefen die Teams schließlich auf das Halbfeld ein. Die Nationalhymnen ertönten, wobei die Teams lauthals mitsangen und anschließend miteinander abklatschten. Dann wurde endlich angepfiffen.

Die erste Halbzeit begann hektisch und entwickelte sich schnell zu einem offenen Schlagabtausch. Beide Teams schenkten sich nichts und es wurde klar: Es herrschte trotz des Freundschaftsspiels internationale Härte. In einem schnellen Konter der Chinesen, von dem die Deutschen sichtlich etwas überrumpelt waren, gelng es der internationalen Sturmspitze, den Ball über die Linie zu bugsieren. Der Jubel der chinesischen Fans war groß, doch hierdurch wurde die deutsche Mannschaft erst richtig wach. Den nächsten Ansturm der Chinesen beendete der Verteidiger Grotke souverän mit einem nötigen Foul, wonach er mit einer dunkelgelben Karte abgemahnt wurde. Die Deutschen kombinierten sich nun immer  häufiger in Tornähe und schließlich gelang durch Kapitän Finkeldey der ersehnte Ausgleich. Im weiteren Verlauf gewann Deutschland immer mehr Spielanteile und konnte sich dafür schließlich durch einen erneuten Treffer von Finkeldey  belohnen. Mit 2:1 gingen sie in die Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte begann direkt organisierter und die deutsche Mannschaft konnte Akzente setzen, sich hierfür jedoch nicht belohnen. Bei einem längeren Angriff der Chinesen geschah es dann plötzlich: Verteidiger Angelkötter stellte einen der angreifenden Chinesen knapp hinter der Strafraumgrenze. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter und vergab eine gelbe Karte. Trotz eines beherzten Einsatzes des deutschen Keepers Benz landete der Schuss platziert im unteren rechten Eck. Die Euphorie der chinesischen Fans war gerade wieder entbrannt, da nutzte Kapitän Finkeldey den Anstoß spontan zu einem kühnen Fernschuss über das halbe Feld. Hiervon sichtlich überrascht kam der Keeper zu spät zurück und das Leder zappelte im Netz.  In der folgenden Phase versuchten die Deutschen sichtlich, ihre Führung auszubauen. Doch aus einer eigentlich nicht nennenswerten Chance schafften es dann doch die Chinesen, den Ausgleich zu erzielen. Beide Mannschaften wirkten im Folgenden abgekämpft. Gerade den unerfahreneren Spielern unterliefen immer mehr Ungenauigkeiten und die Kontakte wurden ruppiger. Dies gipfelte, als ein chinesischer Spieler auf die Beschwerden der deutschen Fans, er ließe sich beim Einwurf deutlich zu viel Zeit, mit einer unangebrachten Geste reagierte. Es kam zu einem kleinen Tumult und der Spieler wurde durch den Schiedsrichter mit Gelb verwarnt. Der chinesische Kapitän entschuldigte sich daraufhin höfllich bei den Fans und es wurde weitergespielt. Langsam deutete alles auf ein Elfmeterschießen hin. Diese Vorstellung war im Anbetracht des routinierten bereits geschossenen Elfmeters der Chinesen jedoch nicht gerade verlockend. Als nur noch vier Minuten zu spielen waren, kämpfte sich die deutsche Offensive mit dem Ball erneut in den chinesischen Strafraum. Nach mehreren abgewehrten Schüssen landete die Kugel auf einmal auf dem Fuß des Flügelflitzers Volz. Dieser ließ sich nicht bitten und hämmerte den Ball eiskalt ins Netz. Es stand 4:3. Als nun die letzten Minuten von der Uhr liefen, hielten die Deutschen das Spiel sicher unter Kontrolle. Dann ertönte der Schlusspfiff.

Faire Gewinner und Verlierer

Die deutschen Helden, im Speziellen der unverhoffte Torjäger wurden von den Fans jubelnd empfangen. In der folgenden Siegerehrung erhielten Volz und Fikeldey spezielle Auszeichnungen für Ihre Leistungen. Auch die Leistungsträger der Chinesen wurden geehrt. Als schließlich alle Spieler, Ihre Medaillen um den Hals gehängt über den Platz liefen, war auch jede Rivalität von ihnen abgefallen. Fans wie Spieler beider Teams tauschten sich aus, schüttelten Hände und hatten eine gute Zeit zusammen. Als sich die Chinesen schließlich verabschiedeten, blieben die Deutschen noch einige Zeit mit einem Bier zurück. Sie hatten es sich redlich verdient.

 

… Venedig des Ostens

Am Tage unseres Abfluges aus Shanghai nach Peking (mehr darüber im Artikel: Peking, die nördliche Hauptstadt) lernten wir einen jungen Chinesen im Raucherbereich des Terminal 1 kennen. Seine offene Art wirkte von Beginn an sehr sympathisch auf uns und führte zu einer ausgiebigen Unterhaltung. Auf die Frage, welche Orte man in China unbedingt gesehen haben muss fiel immer wieder der eine Name… Suzhou! Seine Erzählungen klangen herrlich und erweckten in uns ein starkes Verlangen diesen Ort gesehen haben zu müssen, solange wir noch die Möglichkeit hatten.

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Da die gesamte Uniwoche durch einen vollen Stundenplan durchzogen ist und selbst nach dem Unterricht Hausarbeiten darauf warteten von unseren lernhunrigen Körpern aufgesaugt zu werden, blieb uns meist nur das Wochenenden um Freizeitaktivitäten nachzukommen. Also beschloss ich mit einer Gruppe von Freunden dieses Wochenende einen gemeinsamen Ausflug nach Suzhou zu unternemen. Suzhou liegt nur 84 Kilometer östlich von Shanghai, was für chinesische Verhältnisse quasi um die Ecke bedeutet. Tatsächlich ging die Anreise sehr schnell. Mit dem Higspeedzug brauchten wir lediglich eine halbe Stunde und waren sogar schneller in der nahgrenzenden Stadt angekommen, als wir täglich zu unserem Uni Campus in Jiading benötigten. Für die Kosten von 5€ pro Fahrt kann ich auch nur jedem anderen empfehlen den highspeedzug als schnelle und komfortable Alternative zu wählen. Suzhou ist nicht ohne Grund Partnerstadt der italienischen Lagunenstadt Venedig geworden, denn bereits anhand des Namens lässt sich eine starke Ähnlichkeit erahnen. Die deutsche Übersetzung lautet in etwa ‚Wasser im Überfluss‘ und diesem Namen wird die schöne Stadt, umgeben von unzähligen Seen mehr als gerecht. Die vielen Brücken, welche die von alten Mauerwerk gesäumten Gassen der Stadt wie ein Netz durchziehen erinnern ebenfalls an den Nord-östlich gelegenen italienische Touristenmagneten, weshalb Suzhou den liebevollen Beinamen Venedig des Ostens inneträgt.
Die malerische Stadt ist neben den vielen Kanälen auch für Ihre starke Ausprägung der Gartenbaukunst in China bekannt. Die zahlreichen parkähnlich angelegten Gartenanlagen laden zu Spaziergängen und besinnlichen Ruhepausen ein.

In Suzhou angekommen besichtigten wir zunächst den Humble Administrator’s Garden. Dieser zählt zu den bekanntesten und schönsten Gartenanlagen und ist verdienterweise Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Aufgrund seiner gigantisch wirkenden Ausmaße kann man sich hier über Stunden hinweg aufhalten, während die Zeit wie im Flug an einem vorbei fliegt. Nur den Eintritt von umgerechnet knapp 10€ bedrohte zunächst die tiefen entspannte Auszeit, Studenten bekommen jedoch 50% Rabatt bei vorlegen eines gültigen Studienausweises. Voller neuer Kraft und Entdeckungslust machten wir uns anschließend auf den Weg zu unserem nächsten Stop. Ein Hügel mit dem aufregend klingenden Namen Tiger Hill. Dieser Hügel verdankt seinen Namen seiner Form, die mit viel Vorstellungskraft an einen lauernden Tiger erinnert.

Auf dem Gipfel des Hügels thront ein wunderschön verzierter Steinturm, umgeben von einigen alten Tempelanlagen. Auch hier werden wieder 10€ Eintritt fällig und zu unserer Überraschung gab es dieses Mal keinen Studentenrabatt. Der vergleichsweise hohe Preis war jedoch vollkommen angemessen für den schönen Ausblick vom Hügelgipfel.IMG_6189

Durch einen typisch chinesischen Bambuswald bahnten wir uns den Weg zum Ausgang. Den anschließenden Sonnenuntergang genossen wir bei einer Bootsfahrt durch die kleinen Kanäle der Stadt. Neben der leuchtenden Dekoration aus Laternen und Neonlichtern, kann man dann sowohl moderne als auch traditionelle Gebäude entdecken, die jedes Mal wieder die Extreme innerhalb der Stadt verdeutlichen. Die Bootstour war in meinen Augen das Highlight unseres Ausfluges und der krönende Abschluss dieses Tages. Daher würde ich diese unbedingt mit einplanen, aber seid auf der Hut vor Touristenfallen und Wucherpreisen. Es empfiehlt sich daher die unterschiedlichen Anbieter zu vergleichen und erst dann eine Tour zu buchen. Generell würde ich einem jeden Shanghai Besucher, der Interesse an der klassischen Kultur mitbringt und einen Tag seiner kostbaren Zeit entbehren kann, einen solchen Ausflug nahelegen. Ich verspreche euch, dass ihr es nicht bereuen werdet!

…apartment hunting and Football games

Eine schöne Wohnung so früh wie möglich zu buchen, bevor das Auslandssemester beginnt, wer möchte dies nicht? Dabei kann aber auch einiges schief laufen… Aber wer das Abenteuer liebt, der sollte erst hier beginnen, nach einer Wohnung zu suchen.

Warum?

Vor dem Beginn des Auslandssemesters war mein Plan, zu dritt eine Wohnung in Manhattan zu finden. Nach zwei Wochen stellten wir aber fest, dass dies bei den überteuerten Wohnungspreisen in Manhattan nicht so leicht war. Deshalb entschieden wir uns einzeln weiter zu suchen, was etwas einfacher war – aber immer noch eine Herausforderung. Viele Studenten, die ein Auslandssemester schon in den vorherigen Semestern gemacht hatten, empfahlen uns, mit Amerikanern zusammen zu wohnen. Da man so gezwungen ist, Englisch zu sprechen, wofür man ja auch im Ausland ist. Diesen Tipp habe ich mir zu Herzen genommen und machte mich auf die Suche.

Ich hatte dann nach längerem Suchen auch ein schönes, kleines und bezahlbares Zimmer gefunden. Aber als ich in New York ankam, stellt sich dort am Tag der Ankunft heraus, dass ich dort doch nicht einziehen konnte. Die Vormieterin war nicht ausgezogen und mein Vermieter hatte es auch nicht für nötig befunden, mir das mitzuteilen. Surprise! Also ging ich auf Wohnungssuche. Dies klingt schlimmer als es war. Klar, ist es nicht schön, ohne Wohnung in New York dazustehen, aber wenn man eine Unterkunft für 1-2 Wochen hat und dann in der Zeit eine Wohnung suchen kann, ist dies überhaupt kein Problem. Und ein überaus spannendes Abenteuer.  In einer Woche hatte ich 15 verschiedene Wohnungsbesichtigungen und es war wirklich interessant, welche Wohnung für wirklich „horrende“ Preise einem angeboten wurden. Ich ging zu einem SpeedRoommating Event von SpareRoom, wo jeder, der eine Wohnung sucht, einen Zettel bekommt und seinen möglichen Preis und seine bevorzugte Location dort notiert. Jeder, der eine Wohnung anzubieten hat, schreibt Preis und Lage ebenfalls auf einen Zettel. Dies war eine amüsante und interessante Erfahrung! Hierüber habe ich meine vorübergehende WG (für eine Woche) kennengelernt, bevor ich in meine jetzige und endgültige Wohnung einziehen konnte. Die Zwischenvermieterin arbeitet übrigens bei Facebook und ich hatte die Chance, sie einen Tag in Headquarter zu begleiten. A great experience!

Die finale Wohnung fand ich bei meiner letzten Wohnungsbesichtigung – also niemals aufgeben, auch wenn die ersten 10 Wohnungen fürchterlich sind 🙂

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Wer die Möglichkeit hat, eine Universität der Ivy-League zu besuchen, sollte dies auf jeden Fall wahrnehmen! Die Elite-Universitäten der East Coast sind beeindruckend. Wir hatten über OneToWorld die Möglichkeit, für einen Tag nach New Haven zu fahren und uns dort die Yale Universität anzusehen.

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Treffpunkt war um 8am und wir sind mit vielen internationalen Studenten von unterschiedlichen Colleges & Universitäten gemeinsam mit dem Zug nach New Haven (Connecticut) gefahren. Dort angekommen gab es Pizza zum Lunch und eine Einführung in die allgemeinen Football Regeln. Wir hatten nämlich die Möglichkeit, uns danach ein College Football-Spiel der Yale University gegen die Columbia University anzusehen (23-6). Sehr beeindruckend wie groß das Stadion schon bei College-Footballspielen sein kann.

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Für die Football-Begeisterten wurde uns als Tipp mitgegeben, zu einem Footballspiel der Ohio State University zu fahren, da deren Stadion riesig ist und eine atemberaubende Stimmung während der Spiele herrschen soll.

Nach der Halbezeit gab es eine Führung durch die Yale-University. Diese ist in der kompletten Stadt von New Haven verteilt. Es gibt aber viele Shuttle Busse, die kostenlos genutzt werden können. Neue Gebäude der Yale-Universität werden meistens ebenfalls im alten Still gebaut, damit diese zu den restlichen Universitätsgebäuden passen. Einfach über das Gelände zu gehen und sich die Gebäude anzugucken, ist überwältigend. Auch die Stille, die dort herrscht, die es durch den Lärmpegel und das permanente Autohupen in Manhattan nicht gibt, ist zur Abwechslung einmal sehr angenehm.

Ein NFL-Footballgame ist auf jeden Fall sehenswert und etwas komplett anderes als ein College-Footballgame. Die Stimmung ist beindruckend – wie unglaublich laut es werden kann, wenn das gegnerische Team in der Offensive ist, das ist ohrenbetäubend! Leider hat es an dem Tag, wo wir uns das Spiel: NY Jets vs. Atlanta Falcons angeschaut haben, aus Strömen geregnet und ohne Dach wurde dies sehr ungemütlich. Aber die echten amerikanischen Fans kennen da nichts. Dort wird sogar noch ein Regentanz aufgeführt, damit es stärker Regnen soll. Wir haben uns aber auf die heiße Dusche gefreut … Die Atlanta Falcons haben übrigens 25-20 gewonnen.

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Bis zum nächsten Mal – aus der Stadt die niemals schläft…

…studying in the USA

Die Frage die einem hier jeder stellt: „Welches Universitätssystem bevorzugst du? Das amerikanische oder das deutsche System?“ Diese Frage ist so aber nicht leicht zu beantworten, da beide Systeme einfach zu unterschiedlich sind.

Hier in der USA haben wir am Berkeley College und an der Pace University Vorlesungen.

Am Berkeley College, welches sich in Midtown Manhattan befindet, haben wir die meisten Vorlesungen. Es kommt auf den Studiengang an, ob dort 3 oder 4 Kurse belegt werden müssen. Dieses Semester sind die Vorlesung jeweils so gelegt, dass wir von 12:30 bis 15:50 Vorlesung haben. Dies ist besonders für diejenigen gut, die eine Wohnung in Brooklyn, New Jersey oder in der Bronx haben. Da das College so zentral liegt, gibt es viele Möglichkeiten danach noch etwas essen zu gehen oder sich in die große „New York Public Library“ am Bryant Park zu setzen. Auch das Berkeley College besitzt eine Bücherei, wo sich die Studenten gut hinsetzen und lernen oder für Projekte und Hausarbeiten recherchieren können. Es gibt weiterhin noch kleine Räume die für zwei Stunden gemietet werden können, um Gruppenarbeiten ungestört bearbeiten zu können. Dies ist wirklich zu empfehlen. Am Berkeley College sind alle Mitarbeiter unglaublich hilfsbereit. Wenn jemand Fragen bezüglich Studienangeboten, Praktika oder Hilfe bei Projekten braucht, sind alle Mitarbeiter wirklich sehr engagiert und versuchen einen bestmöglich zu beraten.

An der Pace University haben wir jeweils nur eine Vorlesung dafür 2-Mal wöchentlich. Die Pace University hat zwei Standorte: in Midtown Manhattan oder Downtown Manhattan im Financial District. Es kommt auf die Raumbelegung an, wo die Vorlesungen für das Semester stattfinden. Fächer an der Pace Universität können zum Beispiel sein: Intercultural Communication in the Global Workplace, Business Negotiation, usw..

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Nun zu den großen Unterschieden zwischen einem Studium in der USA oder in Deutschland. In der USA gibt es am Ende zwar auch ein Final-Exam, dieses macht aber nicht die komplette Note für das Fach aus – so wie in Deutschland. Das Final-Exam zählt maximal 20-30%. Die restlichen Noten setzen sich aus Präsentationen, Gruppenarbeiten, mündliche Mitarbeit, Midterm-Exam, Anwesenheit und Papern zusammen. Ja, hier in der USA herrscht Anwesenheitspflicht. Es ist maximal erlaubt, dass man 3mal fehlt, sonst zählt der Kurs als nicht bestanden. Auch wenn man über eine halbe Stunde zu spät kommt, kann das zu einem Punktabzug in der Gesamtnote führen. Da wir Deutschen aber mit Pünktlichkeit aufgewachsen sind, ist dies kein Problem. An die Anwesenheitspflicht gewöhnt man sich aber sehr schnell und nach oder vor den Vorlesungen besteht noch genug Zeit, um die Stadt zu erkunden und seine Freizeit zu genießen. Viele Professoren freuen sich ganz besonders, deutsche Studenten zu unterrichten, weil wir alle durch den hohen Leistungsanspruch in Deutschland oft engagierter und motivierter sind.

Aber welches System ist nun besser? Dies Frage muss jeder für sich persönlich beantworten. Manche Studenten kommen mit den Klausuren am Ende des Semesters in Deutschland besser klar, weil sich jeder seine eigene Lehrzeit selbstständig einteilen kann. Durch wöchentlichen Aufgaben in der USA müssen die Studenten am Ball bleiben und sich wöchentlich mit den Assignments auseinandersetzten. Was auch seine positiven Seiten hat, da am Ende nicht alles von einer Note in einer Klausur abhängt.

Du fragst dich welches System du eher bevorzugen würdest? Dann verbringe doch auch ein Auslandssemester in New York und finde es heraus. Es lohnt sich 100%tig:

„LivingTheDream“!

So, nun viele Grüße aus der Stadt die niemals schläft…

… Sydney – like an Australian

3 Monate – 14 Wochen – 99 Tage sind seit der Ankunft hier in Sydney vergangen. Es ist wirklich unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht!

 Momentan haben wir eine Woche Study Vacation, die ist vergleichbar mit der Vorbereitungswoche vor den Klausuren bei uns. Endlich sind alle Essays, Reports und Präsentationen geschafft, sodass jetzt nur noch zwei Final Exams offenbleiben. Diese schreibe ich Anfang November. Die Study Vacation wird also genutzt, um für die Exams zu lernen… Letzte Woche hatten wir die letzte richtige Vorlesung. Somit ist mein 5. Semester (bis auf die zwei Exams) schon vorbei. Ich kann es kaum glauben!

Zur Stressreduktion während der Prüfungsphase gab es bei uns im Housing einen Streichelzoo. Für mehrere Stunden konnten wir Meerschweinchen, Baby-Kaninchen, Küken und Baby-Ziegen knuddeln und streicheln. Super süße Idee, wie ich finde.

 

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Events und Unternehmungen wie diesen Streichelzoo finden immer noch fast täglich statt. So gab es letzte Woche auch ein Oktoberfest auf dem Campus – typisch Deutsch! Natürlich inklusive deutschem Bier und original deutscher Volksmusik. Zwar verstehen die (meisten) Australier kein Deutsch, das hindert sie jedoch nicht am mitsingen – zumindest versuchen sie es 😀 Generell feiern die Australier das Oktoberfest in vollen Zügen. Wenn man sich hier als Deutsche bekennt, wird einem sogar manchmal zum Oktoberfest gratuliert.

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Australiens and Horseraces

Pferderennen sind hier in Australien ein großes Thema. Australier sind wirklich crazy about Horseraces. Vor zwei Wochen habe ich dann endlich mein erstes Pferderennen besucht… wie eine richtige Australierin. Paula und ich waren beim Moët & Chandon Spring Champion Stakes Day auf dem Royal Randwick Racecource in Sydney.

Das Event hat definitiv alle meine Erwartungen übertroffen!

Es war so eine einzigartige Stimmung – von jung bis alt – jede Gesellschaftsschicht – beeindruckende Outfits – jede Menge an Champagner. Auch wenn man nicht so am Pferdesport selbst interessiert ist, kann ich es jedem empfehlen, hier einmal ein Pferderennen zu besuchen. Es geht hier nämlich um weit mehr als um den Pferdesport, es ist vielmehr ein großes social event. Paula und ich haben uns auch im Wetten probiert, leider waren wir dabei nicht so erfolgreich. Aber ein Versuch war es definitv wert!

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Shopping Time

Als kleine Auszeit vom Lernen sind Paula und ich letztens ins Birkenhead Outlet Center gefahren. Mit dem Bus fährt man nur circa 30 Minuten und es gibt sehr viele verschiedene Stores mit guten Outlet Preisen. Wir haben die Gelegenheit definitiv genutzt und einiges abgestaubt.

 

Wer hier übrigens nach einem Nebenjob für zwischendurch sucht, sollte man einen Blick auf die App Airtasker werfen. Hier werden ganz viele verschiedene Jobs angeboten. Oft sind das kleine Jobs von Privatpersonen, die nur wenige Stunden andauern. Ich habe über die App schon einen Promotion Job bekommen und durfte mich einen Nachmittag im Flyer verteilen versuchen 🙂 Der Stundenlohn liegt oft so bei +-20$ (mit etwas Glück 30$), es lohnt sich also mal einen Blick drauf zu werfen.

So, ich werde mich nun wieder an in die Library setzen und für die Exams lernen, denn viel Zeit bleibt ja nicht mehr. Im nächsten Blogpost werde ich euch etwas mehr Details über die Exams geben, euch auf den Ausflug in den Morisset Park mitnehmen und von meinen Erlebnissen in Melbourne berichten.

See ya, Judith 🙂

Shanghai… die einwohnerreichste Stadt der Welt

Am 25.08.2017 kam endlich der langersehnte Tag. Ich betrat das erste Mal in meinem Leben chinesischen Boden. Ein Tag auf den ich lange gewartet habe und im ersten Moment nicht realisieren konnte, dass es nun endlich los ging: Mein Auslandssemester in Shanghai. Wie man jedoch so schön sagt ist aller Anfang schwer. Auch mein erster Tag lief alles andere als geplant. Da mein studybudy selbst noch im Urlaub war, bat sie eine Freundin mich vom Pudong International Airport abzuholen. Aufgrund eines Taifuns landete jedoch mein Flieger nicht wie ursprünglich angenommen im westlich gelegenen Flughafen, sondern auf dem östlich gelegenen Flughafen Shanghai Hongqiao. Daher wurde ich leider von keiner Person empfangen und ohne SIM-Karte war ich auf mich alleine gestellt. Somit beschloss ich mit den Informationen die ich vorab bekommen hatte zum Boashan Campus, meinem neuen Zuhause zu gelangen. Zum Glück lernte ich auf der Metrofahrt eine junge Frau aus Hongkong kennen, die mir half durch das Labyrinth des gigantisch wirkenden Shanghaier Metronetzes den richtigen Weg zu finden. Die Fahrt war ein wahres Erlebnis, was durch eine Ankunft nach langer Fahrt sein krönendes Happy End fand.

Alle Teilnehmer des Programms wurden durch gut organisierte Culture Days willkommen gehießen. Das Programm dieser ersten Tage in Shanghai setzten sich aus zwei Sightseeing-Touren, einer Werksbesichtung und einer Begrüßungsveranstaltung auf dem nördlich gelegenen Jiading Campus zusammen. Höhepunkt der Sightseeing-Touren war ohne Zweifel der über 400 Jahre alte Yu-Garten im Norden der Altstadt Shanghais. Er zählt zu den bekanntestesten Beispielen chinesischer Gartenkunst und bergt mit seiner Schönheit eine wahre Oase inmitten der 26 Millionen Einwohner Metropole. Ein Ort den ich jeden Besucher ans Herz legen möchte.

Die Werksbesichtung fand in mitten der Produktion einer der größten Firmen der Welt statt. Wir besichtigten das Werk der Coca-Cola Company im Shanghaier Industriegebiet Wujingzen. Jeder von uns hat schonmal eine Cola getrunken, doch wie die dunkle Flüssigkeit den weg in die Flasche fand, blieb uns bis zu diesem Zeitpunkt verborgen. Es war eindrucksvoll die Maschinen hautnah zu erleben, welche 24h an 7 Tagen die Woche unermüdlich Millionen Coladosen abfüllten.

Voller neuer Eindrücke endeten unsere Culture Days mit der Begrüßungsveranstaltung auf dem Campus. Mit freundlichen Worten wurden alle Programmteilnehmer auf das bevorstehende Semester vorbereitet. Dementsprechend gespannt erwarteten wir den ersten Tag an der Shanghai University….

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